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SWR4 Abendgedanken

Man kann beten, feiern und sich gleichzeitig informieren. Das jedenfalls erlebe ich seit vielen Jahren beim Weltgebetstag – morgen ist es wieder soweit, am ersten Freitag im März. Jedes Jahr beten Christinnen und Christen beim Weltgebetstag für Menschen aus einem anderen Land. Rund um den Globus werden dazu Gottesdienste nach derselben Gebetsordnung gefeiert.

Und die Feiernden informieren sich dabei über ein bestimmtes Land. Man singt Lieder, die aus dem Land kommen, und in manchen Gemeinden werden auch Tänze und Rezepte ausprobiert, die aus dem Land stammen.

In diesem Jahr steht Slowenien im Mittelpunkt. Das ist eines der jüngsten und eines der kleinsten Länder Europas. Nicht zu verwechseln mit der Slowakei! Früher gehörte Slowenien zu Jugoslawien. Am 25. Juni 1991 wurde die Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet; seit 2004 gehört Slowenien zur EU. Zwei Millionen Menschen leben auf 20.000 Quadratkilometern mit Alpen und Hügeln, mit Ebenen und Küste. Die Hauptstadt ist Ljubliana.

Das Land liegt zwischen Italien, Österreich, Ungarn und Kroatien. Die Slowenen sagen, die Umrisse ihres Landes sehen aus wie eine Henne.

Frauen aus Slowenien haben die Gebetsordnung vorbereitet. Sie haben auch ein Thema für diesen Gottesdienst ausgesucht. „Kommt, alles ist bereit“, heißt es in diesem Jahr. Dieses Motto stammt aus einer Geschichte, die Jesus erzählt hat. Sie handelt von einer Einladung zu einem Fest. Und weil einige Gäste absagen, schickt der Gastgeber seine Diener immer wieder aus, Menschen einzuladen. Die unterschiedlichsten Menschen. Und sie alle sind willkommen.

So ist das Motto in diesem Jahr ganz besonders passend für die Idee des Weltgebetstags:
Da haben sich einige vorbereitet, und nun sind alle eingeladen, alle sind willkommen. Es wird eine große Gemeinschaft sein, die sich da zusammenfindet.

Im gemeinsamen Beten wird ein Land entdeckt, das vielen unbekannt ist. Wer dabei ist kann erleben, wie gut es tut, mit anderen zusammen zu sein, einen Bibeltext zu betrachten, zu singen und sich zu informieren.

Bestimmt gibt es auch in Ihrer Nähe einen Weltgebetstagsgottesdienst. Die werden übrigens von katholischen und evangelischen Christen gemeinsam gefeiert. Vielleicht haben Sie ja Lust, der Einladung zu folgen. In diesem Jahr informiert schon die Einladung ganz deutlich darüber, worum es geht: „Kommt, denn es ist alles bereit!“

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