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SWR3 Worte

Der Autor Tiki Küstenmacher über das Trösten: 

„Wer Trost braucht, ist allein gelassen mit seinem Schmerz und seiner Not. Ein kräftiger Klaps auf die Schulter hilft ihm  nicht. Sogenannte aufmunternde Worte sind hier meist schrecklich fehl am Platze: So, Ende der Einsamkeit, jetzt bin ich da! Nein. Wer allein ist mit seinem Schmerz, der braucht jemanden, der mit ihm zusammen einsam ist, der die Trauer und das Elend mit aushält. Jemand, der leise eintritt in das Haus der Trauer, ohne dort sofort aufzuräumen und zu lüften.

Das kann man gut sehen, wenn man ein Kind tröstet. Man braucht es nur in den Arm nehmen und sagen: „Ich bin da.“ (...)Man sollte sich aber auch nicht zu sehr einlassen auf die Tränen. Wer mit in den Untiefen des Trostsuchenden untergeht, kann nicht mehr helfen. Helfen kann nur, wer selbst noch festen Boden hat.“

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