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Anstöße SWR1 RP / Morgengruß SWR4 RP

Wo wohnt eigentlich Gott?
Viele Leute sagen, er sei im Himmel, also himmelweit weg, darum auch hier nicht anzutreffen, also im Grunde aus der Welt.
Andere behaupten, er sei ab und zu auf Besuch hier unten, sporadisch auf der Durchreise und man könne das am Regenbogen sehen, der großen Luftbrücke zwischen Himmel und Erde. Wenn der leuchtete, dann sei er wohl auf Reise.
Nicht Wenige behaupten, er sei in den Kirchen eingesperrt, deshalb seien viele von ihnen auch unter der Woche geschlossen. Wo wohnt Gott?
Die Bibel sagt: Er wohnt in Jesus Christus. Aber wenn wir die Geschichte Jesu anschauen:
Der hat bei seiner Wohnungssuche von Anfang an wenig Glück gehabt. Als Jesus geboren wird, fängt es schon an. Da gibt’s für ihn und seine Eltern kaum Raum in der Herberge. Er wird zum Stallgefährten zwischen Ochs und Esel und danach zum gefährdeten Flüchtling.
Später hat er einmal gesagt, es gäbe keinen Platz, wo er seinen Kopf hinlegen könnte.
Wo wohnt Gott?
Schwierige Frage mit dem festen Wohnsitz für Gott und Sohn. Dabei hat Jesus selbst eine klare Anzeige aufgegeben und sie uns ans schwarze Brett gehängt. Achtung liebe Leute, sagt er: Ich stehe vor eurer Tür und Klopfe an, wenn jemand meine Stimme hört und mir aufmacht, in dessen Herz ziehe ich ein und will in ihm wohnen.
Wenn wir also ab und zu so ein Herzklopfen spüren in uns drinnen, dann könnte es sein, dass es wieder einmal soweit ist, dass er vor unserer Herzenstür steht.
Ich bin überzeugt:
Er kommt bei jedem von uns bestimmt mehr als einmal vorbei und macht seine Klopfzeichen.
Natürlich können wir die nur hören, wenn wir auch bei uns zuhause sind.
Wenn wir nicht schon längst ausgezogen sind aus unserem Herzen, obwohl da noch immer unser Name an der Tür steht.
Nur wer bei sich zuhause wohnt, kann auch besucht werden. Das ist klar. Aber fest steht, dass Gott gern Wohngemeinschaft hätte in uns.
Es ist nur so, dass er von sich aus nicht einfach hereinkommen kann. Er kann nicht mit unserer Herzenstür ins Menschenhaus fallen. Die Tür geht nämlich nur von innen auf. Aber wer sich öffnet und „Herein!“ sagt, dem fliegt das Herz himmelwärts.

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