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SWR3 Gedanken

So gut wie alles glaubt die Wissenschaft inzwischen zu wissen;
sie kennt die größten Teile des Universums, gewaltige Sterne und Weltraum-Nebel und ihren Abstand von unserem Sonnensystem und von der Erde - Zahlen, die bestenfalls Schwindel auslösen, finde ich.
Und die kleinsten Teile, die Atome und deren Zusammensetzung
sind auch ziemlich gut untersucht. Nur: Warum hält das alles zusammen.
Warum fliegt nicht alles jederzeit auseinander. Und damit: Warum gibt es überhaupt etwas statt nichts und schließlich auch uns Menschen:
Das konnten sie in den letzten dreißig Jahren zwar theoretisch erklären,
aber Beweise dafür mussten noch gesucht werden. Im Sommer die befreiende Meldung: Es ist gefunden. Das Higgs-Boson heißt es wissenschaftlich.
Das winzigkleinste Teilchen, das die Welt zusammenhält. Zugegeben: Für mich ist das zu schwierig. Mathe und Physik habe ich immer gern den anderen überlassen.
Aber dann war da der Name dieses minimini Higgs-Bosons; fast überall nannten sie es das „Gottesteilchen".
Na gut, dachte ich, das weiß ich als gläubiger Mensch ja schon lange:
GOtt ist es, der oder die Welt im Innersten zusammenhält.
Schöpfung nennt der jüdische und christliche und der islamische Glaube das.
Und da können die Wissenschaftler meinetwegen Gottesteilchen sagen -
so lange sie GOtt nicht auf ein Elementarteilchen reduzieren... Wollen sie auch gar nicht, weiß ich inzwischen.
Der Nobelpreisträger Leon Max Lederman hatte es in einem Buch
ganz im Gegenteil „The goddamn particle" nennen wollen -
gottverdammtes Teilchen; weil sie es so lange nicht zu fassen bekamen.
Der Verlag hat sich verweigert - wollte keine religiösen Gefühle verletzen
und hat das „verdammt" gestrichen.
Gottesteilchen oder GOtt - wer an den glaubt,
weiß schon, was die Welt zusammenhält. Im Innersten.

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