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Anstöße SWR1 BW / Morgengedanken SWR4 BW


So einen Stern müsste man haben, habe ich in den letzten Tagen gedacht. So einen Stern, wie ihn die Heiligen Drei Könige hatten. Einen Stern, der einem zeigt, wo es lang geht. Unübersehbar und eindeutig, damit man weiß, was man tun und wie man sich ver-halten soll. Einen, der sagt: Mach es so, dann wird das bestimmt gut. Einen, der einen warnt: lass das lieber, das führt zu nichts. Wie schön wäre das.
So einen Stern müsste man haben, der einem den Weg zeigt. "Es braucht wieder mehr Menschen in diesem Land, die sagen: So etwas tut man nicht“. Das hat sogar unser Bun-despräsident in seiner Berliner Rede im vergangenen Frühjahr gesagt. Anscheinend wün-schen sich das viele. Deshalb gibt es jetzt ein Internet-Portal, auf dem man seine Fragen stellen kann. www.das-tut-man-nicht.de ist die Adresse. Da kann man fragen: Wie soll ich mich entscheiden, wenn ein überraschendes Karriereangebot meine Familienplanung über den Haufen wirft? Oder: Kann ich mich im überfüllten Zug in die erste Klasse set-zen, wenn der Schaffner vorbei ist? Oder: Ich brauche Urlaub und möchte ohne meinen Freund fahren, der kein Geld dafür hat. Ist es ok, wenn ich allein fahre?
Die Antworten auf diese Fragen geben die unterschiedlichsten Persönlichkeiten aus allen Bereichen unserer Gesellschaft. Fachleute für Politik und für Wirtschaft sind darunter, a-ber auch Philosophen, Pfarrer, Vertreterinnen der Gewerkschaften und der Wohlfahrts-verbände.
Erstaunlich viele Menschen fragen auf dieser Internetseite: Kann ich das bringen? Und wollen hören, ob man das tut und was man nicht tut. Aber bei der nächsten Frage muss man dann wieder nachfragen. Besser wäre ein Stern. Eine Orientierung, die ich anpeilen und dann selber den Weg finden kann.
„Dein Wort ist meines Fußes Leuchte, und ein Licht auf meinem Weg“ heißt es in einem Gebet in der Bibel (Ps 119, 105) Das, was ich von Gott erfahre wäre dann also so ein Stern, an dem ich mich orientieren kann. Mir fällt Jesus ein. Der hat gesagt: „Alles, was euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch.“. Das ist zum Beispiel ein ganz nützli-cher Rat für die Frau, die ohne ihren Freund in Urlaub fahren will. Und vielleicht auch für das Verhalten im überfüllten Zug.
Ich meine: Wenn man danach sucht, findet man in der Bibel eine Menge Hinweise für das Verhalten im Alltag. Lauter Sterne, die einem den richtigen Weg zeigen können.

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