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Anstöße SWR1 RP / Morgengruß SWR4 RP

07DEZ2021
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„Dieses Jahr schenken wir uns wirklich mal gar nichts“ hat meine Schwiegermutter im vergangenen Jahr vorgeschlagen. Eine super Idee haben wir gedacht. So spart man nicht nur Geld, sondern auch viel Stress in der Vorweihnachtszeit. Noch dazu unter corona Bedingungen. Die vollen Fußgängerzonen und der Kaufrausch, in den mancher verfällt, das hat ja auch wirklich nichts mehr mit Besinnlichkeit zu tun. Haben wir gedacht. Und alle haben sich daran gehalten.

Am Weihnachtstag hat dann wirklich nichts unter dem Baum gelegen. Gar nichts. Und ganz ehrlich: Das war richtig blöd. Ich habe gemerkt: Weihnachten so ganz ohne Geschenke – da fehlt mir was.

Eine hübsch verpackte Aufmerksamkeit und kleine Überraschungen unterm Baum zeigen mir: Da hat jemand an mich gedacht und etwas Schönes ausgesucht, um mir damit eine Freude zu machen.

Das ist es schließlich, worum es von Anfang an bei Weihnachten geht. Da hat Gott auch an die Menschen gedacht und sich überlegt: Was brauchen die Menschen? Wie kann ich ihnen Freude schenken?
Und dann hat Gott das größte Geschenk der Welt gemacht: Er hat sich selbst verschenkt. In einem kleinen Baby. All seine Liebe hat Gott in dieses Kind gelegt – damit es den Menschen vom Himmel erzählt, Hoffnung verbreitet, Mut macht und tröstet. Eben echte Freude ins Leben bringt.

Die Geburt dieses Kindes ist mehr als 2000 Jahre her. Als Christin glaube ich aber: Gott denkt bis heute an die Menschen und verschenkt sich selbst. Immer wieder. Und die kleinen Aufmerksamkeiten und bunten Päckchen unterm Weihnachtsbaum helfen mir, das besser zu verstehen. Die Freude über die kleinen Geschenke erinnert mich an Gottes größtes Geschenk.

Deshalb werden wir uns in diesem Jahr doch wieder etwas schenken. Ohne Shopping-Stress und große Ausgaben – darauf haben wir uns geeinigt. Nur eine Kleinigkeit für jeden – aber die liebevoll ausgesucht. Das sorgt für Freude unterm Weihnachtsbaum und bringt Gottes Weihnachts-Freude in mein Leben.

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