Manuskripte

SWR3 Worte

Manchmal wacht man morgens schon mit Angst auf. So auch der Dichter Jochen Klepper. Zurecht fürchtete er, dass die Nazis seine jüdische Frau töten würden. In seiner Angst hat er sich Gott anvertraut. In einer Liedstrophe hat er das so beschrieben.

„In jeder Nacht, die mich umfängt, darf ich in deine Arme fallen, und du, der nichts als Liebe denkt, wacht über mir, wacht über allen. Du birgst mich in der Finsternis. Dein Wort bleibt noch im Tod gewiss.“

Jochen Klepper, Trostlied am Abend, in: Für helle und dunkle Tage. Hoffnungstexte

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