Manuskripte

SWR3 Gedanken

In einem modernen Kirchenlied heißt es: „Leg deine Rüstung ab. Weil Gott uns Frieden gab, kannst du ihn wagen.“ Vor kurzem habe ich das Lied gesungen und dieser Satz - „Leg deine Rüstung ab“ - hat mein Kopfkino direkt auf eine Burg im Mittelalter katapultiert: Ritterturniere, dicke Burgmauern und Ritterrüstungen, die so schwer sind, dass man sie kaum alleine an- oder ausziehen kann.

Ich hab manchmal auch so etwas wie Rüstungen an: Wenn ich im Zug sitze und einfach mal Zeit für mich brauche: Kopfhörer auf, gute Musik und dann die Landschaft an mir vorbei ziehen lassen. Mit jemand ins Gespräch kommen ist dann einfach nicht drin. Oder wenn ich bei einer Kollegin oder einem Kollegen doch lieber beim „Sie“ bleibe, weil mir das „Du“ irgendwie zu privat – zu nah – werden würde. Das sind wie kleine Abstandshalter. Die brauche ich und ich denke das ist auch gut so.

Ich genieße es aber auch wenn ich das Gefühl habe, ich brauche gerade keine Rüstung:  Bei mir ist das manchmal so, wenn ich Musik mache. Wenn ich so richtig loslassen kann und ich mich ganz leicht fühle. Oder wenn ich mit Freundinnen und Freunden ein gutes Gespräch habe, bei dem es darum geht, was einen gerade so beschäftigt. Dann bin ich zwar in gewisser Weise verletzlich, aber ich weiß, dass ich nichts zu befürchten habe. Die Rüstung ablegen können oder zumindest das Visier hochklappen – das ist ein tolles Gefühl. Alles was ich dafür brauche ist ein bisschen Vertrauen – in mich selbst, in die Menschen, die mir begegnen, und in Gott.

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