Manuskripte

Anstöße SWR1 RP / Morgengruß SWR4 RP

Was für eine Aussicht! Wie ein Paradiesgarten breitet sich das Moseltal vor uns aus. Zwischen Felsen leuchten die grünen Rebzeilen auf steilen Weinterrassen. Auf halber Höhe thront die alte Kirche über den Schieferdächern des Winzerdorfs. Wie ein silbernes Band zieht sich der Fluss bis weit zum Horizont. Alles ist in ein mildes Abendlicht getaucht. Idylle pur.

Meine Frau und ich sitzen auf einer Bank auf der Rabenlay hoch über Hatzenport. Eine lange Wanderung liegt hinter uns. Jetzt genießen wir die Stille. Nur ein paar Amseln singen ihre Lieder. Was für ein glücklicher Moment!

„Viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie auf das große vergebens warten.“ (Pearl S. Buck).

Dieser Kalenderspruch mag kitschig klingen, aber er stimmt. Es sind Momente wie dieser Gipfelblick, die glücklich machen. Man muss sie nur wahrnehmen. Das lässt sich sogar wissenschaftlich nachweisen.

Neurologische Studien zeigen nämlich, dass einfachste Dinge unser„Glücksystem“aktivieren: Der duftende Kuchen aus dem Backofen, das Hören einer vertrauten Melodie, der Autobahnstau, der sich plötzlich auflöst.

Hormone und Botenstoffe sorgen für ein intensives Gefühl von Zufriedenheit. Damit ist das Glück sozusagen biologisch in uns angelegt. Blockiert wird es allerdings durch Dauerstress und die Jagd nach immer neuen Reizen.

Wer an Gott glaubt, der verbindet das Glück mit ihm.

Glückliche Momente zu erleben, das erfüllt mich mit einer tiefen Dankbarkeit. Auf der Rabenlay bei Hatzenport habe ich nicht über Hirnforschung und Glückshormone nachgedacht. Doch wenn ich so viel Harmonie, Schönheit und Geborgenheit erfahre, dann erahne ich auch etwas von Gott.

 

Literatur:Kessler, Christof: Glücksgefühle. Wie Glück im Gehirn entsteht und andere

              erstaunliche Erkennnisse der Hirnforschung. C. Bertelsmann, 2017

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