Manuskripte

Anstöße SWR1 BW / Morgengedanken SWR4 BW

Wie Worte wirken können: Worte können sein wie Pfeile, einmal losgelassen holt man sie nicht wieder zurück. Worte können aber auch wohl tun, ja heilen. Letztlich habe ich einen Film gesehen, in dem das besonders deutlich wurde. Er beruht auf einer wahren Geschichte. Der amerikanische Journalist  Mark O‘ Brian war durch Kinderlähmung bewegungsunfähig und an eine Beatmungsmaschine gebunden. Er konnte weder Arme noch Beine bewegen, aber sexuelle Regungen konnte er spüren. Er hatte keine große Lebenserwartung und so wuchs in ihm der Wunsch, einmal mit einer Frau zu schlafen. Was in seinem Zustand ja nahezu unmöglich schien. Durch Zufall kam er auf eine Sexualtherapeutin und sie erklärte sich unter klar definierten Rahmenbedingungen bereit, ihm diesen Wunsch zu erfüllen. Und nach einigen Anlaufschwierigkeiten hat es dann tatsächlich geklappt. Er konnte mit dieser Frau schlafen. Diese für ihn außerordentliche Erfahrung hat dann auch dazu geführt, dass er mit einer anderen Frau eine glückliche Beziehung geführt hat bis er im Alter von 49 Jahren gestorben ist. Bei seiner Beisetzung wurde ein Text von ihm verlesen, den er seiner Sexualtherapeutin gewidmet hat. Als Dank dafür, was sie ihm ermöglicht hat. Diesen Text möchte ich jetzt lesen, für uns alle, die wir Hände haben, mit denen wir anderen Menschen wohl tun können und Worte, die unser Innerstes erreichen können: 

Lass mich dich mit meinen Worten berühren, denn meine Hände liegen  darnieder wie schlaffe Handschuhe. Lass mich dein Haar mit meinen Worten streicheln, den Rücken hinabgleiten und deinen Bauch kitzeln, denn meine Hände missachten meine Wünsche und weigern sich störrisch meinen stillsten Begierden nachzukommen. Lass meine Worte in deine Seele eintreten, Fackeln tragend. Lass sie aus freiem Willen in dein Sein hinein, damit sie dich zart in dir liebkosen.

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