Manuskripte

Anstöße SWR1 BW / Morgengedanken SWR4 BW

10 Gebote für die digitale Welt. Ich finde, es war höchste Zeit, dass sich jemand das überlegt hat. Denn die digitale Welt, Internet und soziale Medien greifen tief in unser Leben ein. Ob mir das passt oder nicht.
Vieles ist wunderbar. Ich kann zu jedem noch so abgelegenen Thema Informationen finden. Ich kann Kontakte knüpfen. Ich kann meine Meinung sagen. Aber vieles ist auch schrecklich. Teenager begehen Selbstmord, weil sie im Netz gemobbt werden. Geheimnisse werden verraten. Man kann Menschen überwachen und manipulieren.
Damit wir diese Entwicklungen einigermaßen in der Hand behalten, braucht es Gesetze. Die Regierungen arbeiten daran. Aber es braucht auch etwas wie einen Leitfaden, an dem wir uns alle orientieren können. So wie die 10 Gebote in der Bibel. Die sollen ja auch helfen, die Einzelnen und die Freiheit der anderen schützen und so das Miteinander leichter zu machen. Johanna Haberer[1], Professorin für Christliche Publizistik in Erlangen, hat solche 10 Gebote für die digitale Welt formuliert. Folgerungen aus den biblischen 10 Geboten für den Umgang mit dem Internet[2].
Dies sind sie:

Das erste Gebot:
Du brauchst dich nicht vereinnahmen zu lassen! – Denn nur Gott hat Anspruch auf mein Leben. Sonst niemand. Auch nicht das scheinbar allwissende Netz.
Das zweite Gebot:
Du sollst keine Unwahrheiten verbreiten! – so wie Du auch nichts mit dem Hinweis auf Gott beschwören sollst.
Das dritte:
Du darfst den netzfreien Tag heiligen! - Eine Atempause ist wichtig, genau wie der Sonntag
Das vierte:
Du musst ein Datentestament machen! - Wer hat Zugriff auf Deine Daten, wenn Du nicht mehr da bist?
Das fünfte:
Du sollst nicht töten! – Bedenke, auch Worte und Fotos können Menschen zerstören!
Sechstens:
Du brauchst keine schwachen Beziehungen eingehen! - Das Internet ermögliche Kontakte aller Arten. Aber welche Beziehungen bieten Geborgenheit und Nähe?
Siebtens:
Du sollst nicht illegal downloaden! - Das ist Diebstahl am Eigentum anderer.
Achtens:
Du darfst nicht digitalen Rufmord betreiben!
Und die beiden letzten Gebote, die die Lebensverhältnisse der anderen betreffen:
Du hast Verantwortung für persönliche Daten anderer!
Du gestaltest die Gesellschaft, wenn du dich im Netz bewegst!

Ich finde diese 10 Gebote zu meiner Orientierung ganz nützlich. Nicht alles können Gesetze regeln. Ich will und muss auch selbst etwas tun. Dazu helfen sie mir.
Wenn Sie die 10 Gebote für die digitale Welt nachlesen wollen: Sie finden Sie im Internet, zum Beispiel unter: Kirche-im-SWR.



[1] Johanna Haberer, DIGITALE THEOLOGIE. Gott und die Medienrevolution der Gegenwart, Gütersloh 2015
[2] vgl auch: http://www.medienpolitik.net/2013/08/medienethikregeln-furs-globale-dorf/

https://www.kirche-im-swr.de/?m=20034

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