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SWR3 Gedanken

„Selig sind die Friedfertigen“ - so flatterte es auf den Fahnen evangelischer und katholischer Kirchtürme in Kehl. Sie erinnern sich, im April traf sich die NATO in Stras-bourg. „Selig sind die Friedfertigen.“ Das war als Mahnung gedacht. Es sollte die Männer und Frauen der NATO an ihr Ziel erinnern: Frieden in der Welt zu schaffen und zu sichern.
Eigentlich könnte man die Banner gleich wieder aufhängen. Zur Bundestagswahl. Nicht weil sich derzeit die Parteien gegenseitig bekriegen. „Selig sind die den Frieden suchen“ dieser Satz könnte die Politiker an ihre Versprechen erinnern. Und sie fragen: Was tut ihr für den Frieden in unserem Land und anderswo?

Bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr zum Beispiel. Kann man wirklich mit Waffen Frieden schaffen? Wo endet die Friedensarbeit und wo beginnt der Kriegseinsatz?

Aber auch der Frieden im eigenen Land ist nicht selbstverständlich. Hier geht es um Frieden zwischen Arm und Reich. Dass der Unterschied nicht zu groß wird, dass beide miteinander leben können. Wie steht es mit den sozial Schwachen in unserem Land? Wird ihnen geholfen?

„Selig sind die den Frieden suchen“ sagt Jesus. Das könnte dieses Mal auch eine Mahnung an uns Wähler und Wählerinnen sein: Was tue ich, um die Demokratie bei uns zu stärken? Wie engagiere ich mich? In einer Partei? Im Fußballverein mit Ju-gendlichen? In der Bürgerinitiative, die sich für die Umwelt einsetzt? In der Kirchen-gemeinde?

„Selig sind die den Frieden suchen“ das ist aber nicht nur eine Mahnung, es ist zual-lererst ein Versprechen. Wer für den Frieden eintritt, der wird mit Frieden beschenkt. Und der tut allen gut.

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