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Anstöße SWR1 RP / Morgengruß SWR4 RP

„In Ihrem Beruf haben Sie ja soo viel zu tun, da kann ich nicht erwarten, dass Sie sich Zeit für mich nehmen!“ Das höre ich immer mal wieder bei Gesprächen, wenn ich z.B. auf meine Aufgaben als Pfarrer und Dekan angesprochen werde.

Ich gebe zu, dass es mir nicht gerade langweilig ist und dass ich mitunter genau darauf achten muss, wann und wie was zu organisieren ist. Das geht aber nicht nur mir so und ich weiß um viele Menschen in anderen Berufen und Lebenssituationen, die ebenfalls viel zu tun haben.

Ich erfahre immer wieder, dass ich beim Umgang mit meiner Zeit ständig neu dazulernen muss. Da helfen mir diese Wochen der Fastenzeit, manches neu zu gewichten.

Das ist natürlich das ganze Jahr über möglich-, aber in dieser Zeit versuche ich, mich diesen Aufgaben bewusst zu stellen:
Welche Zeiten sind neu zu ordnen?

Welche Tage kann ich von Verpflichtungen freihalten?

Wo plane ich etwas für meine Frau, für meine Familie, für mich selbst ein?

Habe ich genügend Zeiten für Stille und fürs Beten reserviert?

Gibt es in meinem Kalender Zeiten für Gott?

Diese Wochen von Aschermittwoch bis Ostern können zu einer Chance werden, wenn ich mir die Frage stelle: Was zählt wirklich, und was erscheint mir nur wichtig…?

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