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Anstöße SWR1 RP / Morgengruß SWR4 RP

08NOV2007
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„Ich bin dann mal weg“: Hanna in Bolivien.
Im Rahmen eines sozialen Friedensdienstes arbeitet Hanna aus Trier für ein Jahr in einer bolivianischen Schule. Ein Beispiel, das deutlich macht: Persönliches Engagement hilft, dass die Welt zusammenwachsen kann.

Hanna hat sich gemeldet. Mit einer Mail aus Bolivien. Da ist sie nämlich zur- zeit. Nicht als Touristin, sondern als Teilnehmerin des „Sozialen Dienstes für Frieden und Versöhnung im Ausland“. Der wird organisiert vom Bistum Trier. 25 junge Frauen und Männer nehmen in diesem Jahr teil an der Aktion. Im vergangenen Sommer haben sie sich auf den Weg gemacht – nach Ruanda, Guatemala, Polen und Bolivien. „Ich bin dann mal weg!“ – so war der Gottesdienst überschrieben, mit dem sie verabschiedet wurden. Für ein bis zwei Jahre arbeiten die jungen Leute in ganz verschiedenen Einrichtungen – vor allem mit Kindern und Jugendlichen. Zum Beispiel Hanna aus Trier. Nach dem Abitur wollte sie was ganz anderes machen. „Mal was wagen“, wie sie sagte. Sie hat sich für einen sozialen Dienst entschieden, auch um sich persönlich besser kennenzulernen. Das kann sie auch – dort, wo sie jetzt lebt. Potosi ist eine Stadt im Hochland Boliviens. Früher eine gefragte Adresse – wegen der vielen Bodenschätze. Heute sind viele Menschen verarmt. Es gibt eine Menge Probleme. Das merken sicher auch die Mädchen in der Schule „Copacabana“, in der Hanna arbeitet. Sie gibt dort Englisch-Unterricht, betreut Sportgruppen und hilft bei besonderen Aktionen. Zum Beispiel bei der großen Friedensdemo vor einigen Tage. „Wir sind eine Welt“ stand auf den Plakaten, mit denen die Kinder auf ihre Situation aufmerksam machen wollten. Ein wichtiges Wort. Auch für uns. Ein Aufruf zur Solidarität in der einen Welt. Solidarisch sein, das geht besonders gut, wenn man das Leben mit den anderen teilt. Das sehe ich an Hanna. Ich glaube, sie ist auf einem guten Weg. In ihrer Mail schreibt sie nämlich: „Mittlerweile habe ich mich hier recht gut eingelebt. Ich gehe über die Straße und werde andauernd freundlich gegrüßt. Ein schönes Gefühl in einem fremden Land!“
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