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Anstöße SWR1 RP / Morgengruß SWR4 RP

Gibt es überhaupt noch Vögel? In den letzten Wochen ging unser Blick immer wieder vom Esszimmer hinaus in den Garten. Und immer das gleiche Bild. Es waren kaum Vögel da. Ein, zwei Elstern, eine Amsel. Gestern auch ein Spatz. Aber von der Blaumeise, vom Rotkehlchen, vom Rotschwanz und vom Buchfink keine Spur.

Naturexperten bestätigen das: Es sind weniger Vögel in Gärten und Parks zu finden. Die Gründe? Der Winter ist insgesamt mild, da finden viele Vögel auch außerhalb der Gärten ihre Nahrung. Und die Amseln aus dem Norden ziehen nicht in den wärmeren Süden. Vielleicht ist auch der kalte und nasse Frühling schuld, der hat die Küken der Gartenvögel sterben lassen. Auch der massive Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Kunstdünger könnte schuld sein. Harte Fakten gibt es aber nur wenige. Ob es wirklich weniger Vögel gibt, kann niemand genau sagen.

Heute wird weltweit der Tag des Artenschutzes begangen. Er erinnert daran, wie viele wildlebende Arten an Tieren und Pflanzen es gibt. Arten, die geschützt werden müssen, sonst sind sie bald schon verloren.

Jetzt kann man natürlich fragen: Was ist da so schlimm dran, wenn Tiere oder Pflanzen verschwinden? Das gab es ja schon immer. Die Dinosaurier sind ausgestorben und das Mammut. Und ganz viele Pflanzen.

Was heute besonders ist? Vor allem der Mensch sorgt dafür, dass Pflanzen und Tiere keinen Platz mehr für sich finden. Straßenbau und Landwirtschaft rauben den Tieren ihren Lebensraum, Flächen werden versiegelt und verdreckt.

Es gibt viele Gründe für den Artenschutz. Für mich ist der Aspekt der Schöpfung wichtig. Die Erde hat ein Recht darauf, dass wir gut mit ihr umgehen. Alle Lebewesen haben deshalb ein Recht auf Leben in unserer Welt. Auch Blaumeise, Rotkehlchen und Buchfink. Auch sie sind Teil der Schöpfung.

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