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SWR3 Worte

Volle Terminkalender und hektische Arbeitstage, die gab es auch schon im 12. Jahrhundert. Der Theologe Bernhard von Clairvaux hat damals einem Freund empfohlen:

Ich fürchte, dass Du, eingekeilt in deine zahlreichen Beschäftigungen, keinen Ausweg siehst und deshalb Deine Stirn verhärtest. [...]

Es ist viel klüger, Du entziehst Dich von Zeit zu Zeit Deinen Beschäftigungen, als dass sie Dich ziehen und Dich nach und nach an einen Punkt führen, da dem Du nicht landen wolltest.

Du fragst, an welchen Punkt?
An den Punkt, wo das Herz hart wird. Das soll nicht sein, deshalb denke nach:
Wie lange noch schenkst Du allen anderen Deine Aufmerksamkeit, nur nicht Dir selbst? Wer mit sich selbst schlecht umgeht, wem kann er gut sein? Deshalb: gönne Dich Dir selbst.

Bernhard von Clairvaux (12. Jahrhundert); Zitiert nach: Margot Kässmann, In der Mitte des Lebens.

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