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SWR3 Gedanken

Es gibt Momente, die fühlen sich an, als würde man durch die Wüste laufen.
Der Kopf ist leer wie ein ausgetrockneter Fluss. Das tägliche Einerlei aus Arbeit, Schule, Familie, Haushalt – das fühlt sich an wie eine Sandwüste, in der man herumirrt.
Es gibt sie, die Zeiten der Wüstenwanderung. Und sie sind anstrengend.
Das war auch bei Mose so. Die Bibel erzählt, wie er durch die Wüste gewandert ist. Ganz real. Mit Schafen und Ziegen. Tagaus, tagein das gleiche.
Da sieht Mose ein Feuer. Ein trockener Busch brennt.  Eigentlich ist das nicht ungewöhnlich. In der Trockenheit brennt alles wie Zunder. Aber dieser Busch hört gar nicht auf zu brennen. Und er verzehrt sich auch nicht in den Flammen.
Mose wird neugierig. Was das wohl ist? Damals waren Flammen für die Menschen auch ein Zeichen: Pass auf, hier könntest du es mit Gott zu tun haben. Sei achtsam.
Die Bibel erzählt: Mose hört eine Stimme. Und diese Stimme sagt: Ich bin Gott. Ich bin für dich da. Das ist mein Name: Ich bin für dich da.
Mose begegnet Gott,  weil er neugierig geblieben ist. Offen für Neues. Aufmerksam für das, was um ihn herum geschieht. Trotz Wüstenhitze und tagtäglichem Einerlei. Deshalb begegnet er Gott.
Neugierig bleiben und achtsam. Auch wenn alles eher im Alltagsgrau zu versinken scheint. Das ist mir wichtig geworden. Weil Gott sich auch heute zeigt. In einem guten Gespräch, einem Wort, das das Leben verändern kann.
Und das ist Gottes Name, für alle, die neugierig sind: Ich bin für dich da.

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