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SWR3 Worte

Der Jude Fritz Rosenthal flüchtete 1935 vor den Nazis nach Palästina. Dort nannte er sich Shalom ben Chorin. Gegen die Hoffnungslosigkeit schrieb er 1942 in Jerusalem folgende Zeilen:

Freunde, dass der Mandelzweig wieder blüht und treibt,
ist das nicht ein Fingerzeig, dass die Liebe bleibt?
Dass das Leben nicht verging, so viel Blut auch schreit,
achtet dieses nicht gering in der trübsten Zeit.
Tausende zerstampft der Krieg, eine Welt vergeht.
Doch des Lebens Blütensieg leicht im Winde weht.
Freunde, dass der Mandelzweig sich in Blüten wiegt,
das bleibt mir ein Fingerzeig für des Lebens Sieg.

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