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SWR3 Gedanken

Langsam verschwindet die Sonne hinter dem Bergrücken. Ein glühender Ball, der die Wolken in unendlich viele Farben taucht. Gelb, orange, rosa, violett - in jeder Minute verändert sich das Farbenspiel am Firmament. Ein Blau, kristallklar wie das Wasser am Mittelmeer, leitet die Abenddämmerung ein.
Ich mag es, den Himmel zu betrachten. Nicht nur im Urlaub. Was für wundervolle Gemälde zeichnet Gott mit den Farben seiner Schöpfung! Vielleicht sehen Sie das anders, aber mir bringt das alles Gott näher.
Denn: Gott ist so selbstverständlich da wie der Himmel – immer und überall, bei Tag und bei Nacht, bei Regen und bei Sonnenschein.
Überall in der Bibel begegnet mir dieser Gedanke. In den Psalmen, einem alten Gebetbuch in der Bibel, heißt das so: Herr, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist… (Psalm 36,6)
Wenn ich das Farbenspiel am Himmel betrachte, dann weiß ich: Ich bin ein Teil eines großen Ganzen. Ich bin geborgen, als winzig kleiner Teil von Gottes großer Schöpfung.
Allein schon das zu denken macht mich froh – auch wenn was schief gelaufen ist oder ich mir zurecht Sorgen machen muss.
Spürbar wird für mich Gottes Güte nicht nur im Farbenspiel der Wolken. Auch im Lächeln, das mir jemand schenkt. Wenn mich jemand freundlich anschaut und es gut mit mir meint, dann öffnet sich für mich der Himmel.
Ich bin gespannt, in welchen Farben der Himmel heute Abend leuchten wird. Wenn es irgendwie geht, werde ich mir einen Moment Zeit nehmen, um den Augenblick aufzunehmen.

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