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SWR3 Gedanken

Ich bin seit Langem mal wieder mit auf einem Zeltlager. Vor allem freue ich mich auf das obligatorische Lagerfeuer am Abend und bin gespannt, ob es nach all den Jahren immer noch diesen Reiz für mich hat.

Um es vorweg zu nehmen: Ja, hat es. Und zwar aus mehreren Gründen.

Nach einem langen Lagertag, an dem wir viel gearbeitet und organisiert haben, ist so ein wärmendes Feuer genau das richtige. Der Kreis aus selbstgebauten Bänken um das Lagerfeuer zeigt, dass wir zusammengehören. Dass wir alle aus dem gleichen Grund da sind: den Kindern eine tolle Woche zu bieten.

Was mich besonders fasziniert: Am Lagerfeuer trauen sich immer alle zu singen. Egal ob Jungs oder Mädels, alt oder jung. Und vor allem ist es egal, ob wir richtig oder falsch singen. Die Klassiker kommen immer aus vollem Halse. Vor dieser Gemeinschaft braucht sich niemand zu verstecken. Die erträgt auch falsche Töne. Sie kommen ja schließlich von Herzen.
Das Zeltlager schafft auch andere Verbindungen: der Sportverein, die Trachtenkapelle, der Reitverein und die Kirche organisieren und finanzieren es gemeinsam.

Gemeinschaft trägt einfach. Und erträgt auch. Die falschen Töne der singenden Teenies zum Beispiel. Die schönen Abende rund ums Lagerfeuer waren für mich mal wieder ein Beweis dafür.

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