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SWR3 Gedanken

Der Alltag ist schon ein rücksichtsloser Genosse. Die Arbeit frisst die Energie, die Pflichten die Freiräume und ratz, fatz schon wieder ist eine Woche vorbei. Der Alltag kann aber auch ein furchtbar öder Genosse sein. Immer das dasselbe, keine Abwechslung, immer derselbe Trott. Leben als eine große graue Leere. Und weil sich das Leben eben viel zu oft zwischen diesen beiden Polen abspielt sind Sinnsprüche und Glücksformeln so beliebt. Eine Kollegin hat mir einen Text geschickt, der sich von den vielen Glücksformeln unterscheidet. Dadurch, dass er mir nicht nur sagt was ich tun soll, um meinem Leben mehr Intensität oder Tiefe zu geben, sondern wie und warum. Der Text ist von Bob Moorehead, einem amerikanischen Geistlichen und er schreibt ein paar Sachen, die sind so schön, dass ich sie weitergeben möchte:

„Vergesst nicht mehr Zeit denen zu schenken, die ihr liebt, weil sie nicht immer mit euch sein werden. Sagt ein gutes Wort denen, die Euch voll Begeisterung jetzt von unten anschauen, weil diese kleinen Geschöpfe bald erwachsen werden und nicht mehr bei Euch sein werden. Schenkt den Menschen neben Euch eine innige Umarmung, denn sie ist der einzige Schatz, der von eurem Herzen kommt und euch nichts kostet. Sagt dem geliebten Menschen, ich liebe dich und meint es auch so. Ein Kuss und eine Umarmung, die von Herzen kommen, können alles Böse wieder gut machen. Geht Hand in Hand und schätzt die Augenblicke, in denen ihr zusammen seid, denn eines Tages wird dieser Mensch nicht mehr neben euch sein. Findet Zeit Euch zu lieben, findet Zeit miteinander zu sprechen, findet Zeit alles, was Ihr zu sagen habt miteinander zu teilen. Denn das Leben wird nicht gemessen an der Anzahl der Atemzüge, sondern an der Anzahl der Augenblicke, die uns des Atems berauben."

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