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SWR4 Abendgedanken

Ich habe zwei Nachrichten für Sie. Eine schlechte und eine gute, welche möchten Sie zuerst hören. Manche Botschaften oder auch schlechte Witze werden gerne so eingeleitet. Grundsätzlich hören wir Menschen ja lieber gute Nachrichten. Nachrichten, die uns aufbauen und guttun. Im Neuen Testament der Bibel gibt es die vier Evangelien. Evangelium heißt gute Nachricht, gute Botschaft, frohe Botschaft. Sie erzählen uns von Jesus. Jeder Evangelist tut das auf seine Weise. Heute steht der Evangelist Markus im Kalender der christlichen Kirchen. Er hat heute Namenstag.  Er gilt als der Verfasser des Markusevangeliums, der ältesten frohen Botschaft. Bei unseren koptischen Mitchristen in Ägypten wird er besonders verehrt. Sie sehen in ihm ihren ersten Papst. War Markus doch der erste Bischof von Alexandria in Ägypten. Einem wichtigem Zentrum der frühen Christenheit. Ich lese gerne in diesem alten Glaubensbuch des Evangelisten Markus. Wenn er erzählt: über das heilende und aufbauende Wirken des Jesus von Nazareth in Galiläa. Über seinen Weg nach Jerusalem hinauf und den Begegnungen mit den Menschen seiner Zeit. Ich lese über sein Leiden und Sterben, seinen Tod und die Auferstehungserfahrungen seiner Jüngerinnen und Jünger. Es ist nicht nur das älteste, sondern auch das kürzeste Evangelium. In dieser Kürze kommt mir Jesus von Nazareth sehr nahe. Ich bekomme ein Bild von ihm und mache mir mein eigenes Bild. Markus bezeugt einen Jesus, der durch Wort und Tat, das Reich Gottes schon jetzt erfahrbar werden lassen wollte. Das Reich Gottes ist schon mitten unter euch, lässt er Jesus sagen. Heute ist es unsere Aufgabe dieses Reich mit unseren Kräften aufzubauen. Als Jesusmenschen, die von dieser guten Nachricht begeistert sind. Und gute Nachrichten sollte man nicht für sich behalten.

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