Alle Beiträge

Die Texte unserer Radiosendungen in den Programmen des SWR können Sie nachlesen und für private Zwecke nutzen.
Klicken Sie unten die gewünschte Sendung an.


Anstöße SWR1 BW / Morgengedanken SWR4 BW

“Als Gott Adam schuf, übte sie bloß“. Als ich den Satz zum ersten mal hörte, musste ich schmunzeln. Die feministische Theologie in ihren Anfängen. Eine humorvolle Pointe: “Als Gott Adam schuf, übte sie bloß!“ Ein Stups in die Rippen der männlich geprägten Theologie. Viele stellen sich Gott immer noch männlich vor, obwohl wir Gott damit katastrophal verstümmeln.
In der Bibel wird von Gott zwar oft männlich geredet, aber es gibt eine Fülle von Formulierungen, die zeigen, dass Gott eindeutig jenseits der Geschlechter steht. Heute weiß jeder, dass Gott kein alter, bärtiger Mann ist, aber wir haben uns daran gewöhnt, uns Gott eher männlich vorzustellen. Das liegt auch daran, dass in den verschiedenen deutschen Übersetzungen Gott oft mit „der Herr“ übersetzt wird [vom griech. Kyrios in der Septuaginta]. Die Kunstgeschichte tat ihr übriges.
In der Bibel hat Gott aber einen Namen. Üblicherweise »Jahwe« oder »Jachwä« genannt. Eine wissenschaftliche Rekonstruktion. Im Hebräischen einfach vier für uns unaussprechliche Konsonanten. In der jüdischen Tradition wird dieser Name Gottes übrigens überhaupt nicht ausgesprochen. So wird konsequent respektiert, dass eines der »zehn Gebote« den Missbrauch des Gottesnamens untersagt.
In den unterschiedlichen Konfessionen gibt es eine Vielzahl von Übersetzungen der Bibel. Die einzig richtige Übersetzung gibt es nicht. Und Gott übersteigt die Möglichkeiten der Sprache. Was Menschen über Gott und zu Gott sagen, ist immer wieder ein Versuch, eine Annäherung. Eine neuere Übersetzung bietet mehrere Lesemöglichkeiten für GOTT an: „der Ewige, Lebendige“ oder „die Ewige“, „die Lebendige“ oder als Lesemöglichkeit das hebräische „ha-Schem“, was so viel bedeutet wie „der Name“.
„Die Eine“ oder „der Eine“, oder einfach „Du“. Schließlich auch der Versuch den Namen zu übersetzen: „Ich bin da, weil ich da bin“, „ich bin der ich bin“ beziehungsweise “ich bin die ich sein werde“. Gott ist nicht beziehungslos, sondern da, ist mit uns, tritt für uns ein. Gott offenbart den eigenen Namen, (Ex 3,14): Ja, ich werde für dich da sein, ich werde mit dir sein, ich werde dich begleiten, ich werde dich befreien, ich werde mit dir aus der Enge hinausgehen.
„Der Lebendigen“ Gottheit sei Dank!
(vgl: Die Bibel in gerechter Sprache, hrsg: Ulrike Bail, Frank Crüsemann, u.a., Oktober 2006,Gütersloher Verlagshaus)
https://www.kirche-im-swr.de/?m=1654
Keiner von uns erlebt seine eigene Beerdigung. Das gibt es nur in skurrilen Roman oder entsprechenden Filmen. Mann muss James Bond oder eine science fiction Figur sein, um bei seinem eigenen Begräbnis dabei zu sein. Und doch kann die eigene Beerdigung ein wichtiger Teil des persönlichen Abschieds sein. Wer den Mitmenschen, das heißt den Nachkommen oder Hinterbliebenen einen letzten Gruß überlassen will, kann frühzeitig Überlegungen darüber anstellen.
So wie eine 84 jährige, äußerst rüstige und aktive Frau, die sich genau überlegt hat, wie dieses Abschiedsfest zu gestalten ist. Sie hat es schriftlich hinterlegt: Bei meinem Begräbnis bitte singen: und dann folgt das Lied: „Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke mein Licht, Christus, meine Zuversicht, auf dich vertrau’ ich und fürcht’ mich nicht“ mit der genauen Angabe, es drei mal zu wiederholen. Bei meinem Begräbnis bitte lesen, lautet eine andere Anweisung, und es folgt ein Text aus einem Gebetbuch. „Du kennst mich, mein Gott“ beginnt das Gebet und es beschreibt unsere Lebensbedingungen: vieles strömt auf uns herein. Dann fällt es schwer, den Überblick zu haben. Die Beterin vertraut darauf, dass Gott trotzdem uns begleitet und seine Hand schützend über uns hält. „Du bist bei mir, seit ich geworden bin.“ Das Gebet enthält Gesellschaftskritik und Selbstreflexion: „... ich will den Dingen dieser Welt nicht erliegen. Wenn ich mich selbst nicht mehr erkennen kann, rufe mich bei meinem Namen ... .
Gib mir eine innere Haltung, die mich in dieser Zeit so trägt, dass ich zuversichtlich bleiben kann. Schenke mir ein gesundes Selbstvertrauen, aber bewahre mich davor, überheblich zu sein. ...“ Und das Gebet endet: „Es ist gut, dass ich mit dir rechnen darf. Du stehst schützend neben mir. Du bist meine Zuversicht.“
(aus: Eingezeichnet in deine Hände, Gebete mit Bildern von Sieger Köder, Clemens Stroppel Hrsg., Ostfildern 2004, S.79)
Auf die Todesanzeige dieser quicklebendigen Beterin soll ein Zitat aus dem Buch Hiob: «Mein Leben darf schauen das Licht» (Hiob 33,28). Darin verdichtet sich die ganze Lebenserfahrung, vermute ich, aus Dankbarkeit, Neugierde und Zuversicht. Eine letzte Anweisung lautet, wenn möglich bitte am Schluss der Beerdigung den meditativen Tanz „In Gott bin ich geborgen“. Sie ist überzeugt: „Tanzen fördert einen klaren Geist und eine beschwingte Seele.“ Stellen Sie sich das einmal vor: eine tanzende Trauergemeinde. Letzte Schritte als Tanz. Ich beneide diese alte Dame um die Leichtigkeit, mit der sie ihren letzten Abschied vorbereitet.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=1653
Er ist Inhaber und Geschäftsführer seines eigenen Baumarkts, hat über 30 Angestellte, ist 54, ist vital und joggt regelmäßig. Er hat alles, was zu einem zufriedenen Leben gehört: eine charmante Frau, gesunde Kinder, einen ausfüllenden Job, ein großes Haus, ein schönes Auto. Religion oder Glaubensdinge hält er für überholt.
Wir wollen einen gemeinsamen Verwandten in Afrika besuchen. Bereits die Vorbereitung der Reise ist ein Abenteuer: Die Impfungen durchführen, das Visum beantragen, die Unterkünfte besorgen. Nichts läuft einfach und glatt, immer wieder müssen wir nachfassen, umorganisieren, uns nochmals erkundigen. Ich ahne, dass Afrika anders tickt als Europa.
Die politische Lage im Tschad ist kritisch. Die Krisenregion Darfur liegt im Osten des Tschad. Die Reise könnte zu gefährlich sein. Die Kriminalität, gerade Europäern gegenüber sei sehr hoch. Es ist eine Reise ins Ungewisse. Das Telefonnetz funktioniert nicht immer, Mobilfunk kann man vergessen, eine allgemeine Strom- und Wasserversorgung existiert nicht. Öffentliche Verkehrsmittel, Ladenöffnungszeiten, Ampeln, Vorfahrtsschilder oder andere Verkehrsregeln ... das alles gibt es nicht. Für uns Westeuropäer sehr gewöhnungsbedürftig. Alles wird verhandelt, diskutiert, ausgelotet. Gefeilscht wird nicht nur auf dem Markt. Sogar der Preis für Benzin, Brot und Briefpapier wird verhandelt. Auch der Taxitarif ist abhängig davon, was die Fahrgäste bereit sind zu bezahlen. Und man muss Geduld mitbringen. Warten gehört einfach dazu. Beim Warten hatten wir viel Zeit zum Nachdenken und Reden. Zwei Westeuropäer, die alles haben, was zu einem glücklichen Leben in Europa gehört mitten in einem Land, wo es vorwiegend darum geht, den Tag zu überleben. Es relativiert sich viel von unserem Wohlstand, unserer Ordnung. Dafür erleben wir intensiv die Begegnung mit Menschen, bekommen ein Gespür dafür, wem man vertrauen kann und wem nicht. Wir haben immer Glück: Bei der Ankunft in der Provinzhauptstadt wissen wir nicht, wie wir zu unserer nächsten Unterkunft, kommen sollen. Wir sind erschöpft von der Reise. Wir wissen nicht einmal, wo sich die Missionsstation, zu der wir wollen, genau befindet. Irgendwo weit außerhalb der Stadt. Da tauchen Jugendliche mit ihren Motorrädern auf. Sie bieten Ihre Dienste an und fahren uns mitten in der sengenden Mittagshitze mehrere Kilometer über die staubige Landstraße. Immer im richtigen Moment scheint uns der Himmel Engel zu schicken. So geht es uns jeden Tag.
Sein Leben lang hat sich mein Reisegefährte nicht sonderlich um Religion oder Glaubensdinge gekümmert. Er ist Manager, Organisator, Realist. Am Ende der Reise sagt er zu mir: „Ich beginne an die Vorsehung zu glauben.“

https://www.kirche-im-swr.de/?m=1652
»Leben heißt kämpfen« sagte der Naturforscher Charles Darwin vor gut 150 Jahren. Er betrachtete die Aggression als ein Grundgesetz der Natur. Der von den Lebewesen geführte Überlebenskampf, war für ihn das dominierende Prinzip. Es wurde fast zum religiösen Credo der Neuzeit. „Der Stellenwert der Aggression muss jedoch neu bestimmt werden“ schreibt heute der Neurobiologe Joachim Bauer aus Freiburg. (S. 75) Und er führt an: „Für die Annahme, dass die Ursprünge der Aggression im Überlebenskampf gegen andere begründet sind, gibt es keine wissenschaftlichen Beweise. [...] nicht Kampf und Aggression, sondern Kooperation ...(ist) die optimale Lebensstrategie.“ (S.77). Das christliche Menschenbild bekommt von der Wissenschaft unverhofft Unterstützung. Mit der Nächstenliebe und der Bergpredigt Jesu lässt sich keine Politik machen, behaupten immer noch Zeitgenossen. Neurobiologische Studien aber zeigen: Nichts aktiviert Menschen “so sehr wie der Wunsch, von anderen gesehen zu werden, die Aussicht auf soziale Anerkennung, das Erleben positiver Zuwendung und – erst recht – die Erfahrung von Liebe.“ ..“Motivationssysteme schalten ab, wenn keine Chance auf soziale Zuwendung besteht, und sie springen an, wenn das Gegenteil der Fall ist, wenn also Anerkennung oder Liebe im Spiel ist.“ (S.35). “Wir sind – aus neuro-biologischer Sicht – auf soziale Resonanz und Kooperation angelegte Wesen.“ (S.34) sagt Bauer. Alle Ziele, die wir verfolgen, Ausbildung, Beruf, finanzielle Ziele, Anschaffungen, aus der Sicht unseres Gehirns haben sie einen tiefen, uns meist unbewussten »Sinn«: wir wollen zwischenmenschliche Beziehungen. Das Bemühen, als Person gesehen zu werden, steht über dem, was als Selbsterhaltungstrieb bezeichnet wird. Nicht nur Menschen, auch Tiere, die gegen ihren Willen dauerhaft isoliert werden, verlieren alles Interesse am Leben, verweigern die Nahrung, werden krank und sterben. (vgl. S.37)
Die „Aggression steht im Dienste sozialer Beziehungen, sie dient deren Verteidigung. Sie kommt immer dann ins Spiel, wenn Bindungen bedroht sind, wenn sie nicht gelingen oder fehlen. Menschen, die eine für sie wichtige Beziehung gefährdet sehen, denen Vertrauen entzogen wird oder die aus einer Gemeinschaft ausgeschlossen werden, reagieren mit Aggression.“ (S.73) so die neurobiologische Erkenntnis. Das sollte aus meiner Sicht Auswirkungen haben, nicht nur auf unseren zwischenmenschlichen Umgang, sondern sollte auch Eingang finden in die pädagogischen Prinzipien unserer Schulen, in die Gesetzgebungen, den Strafvollzug, sprich alle gesellschaftsrelevanten Bereiche und schließlich auch in den Umgang miteinander in der globalisierten Welt.
(vgl. Joachim Bauer, Prinzip Menschlichkeit, Warum wir von Natur aus kooperieren, Hamburg/Regensburg 2006)


https://www.kirche-im-swr.de/?m=1649
Ausbleibende Winter, heiße Sommer, Überschwemmungen, Stürme. Die drohende Klimakatastrophe. Experten warnen: Wenn wir es nicht schaffen, die Notbremse zu ziehen, verpassen wir die letzte Chance. Doch Betroffenheit allein führt noch nicht zu besserem Verhalten. Es klafft eine riesen Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Fast 90% sind zwar dafür, auf erneuerbare Energien umzusteigen, aber nur 5% nutzen tatsächlich Ökostrom. Warum fällt es so schwer, entsprechend zu handeln?
Wir müssen uns mit widersprüchlichen Botschaften plagen. Erfolgreiche Unternehmer und Prominente leben uns vor: schnelle und schwere Autos, immer mobil mit dem Flugzeug,.... Warum soll ausgerechnet ich ein freiwilliges Tempolimit einhalten, wenn alle anderen weiter munter auf die Tube drücken?... Außerdem schont das falsche Verhalten immer noch den Geldbeutel. Fliegen ist billiger als Zug fahren. Wir versuchen unser Verhalten zu rechtfertigen ähnlich wie Jugendliche, die ertappt werden. „Was geht Sie das an!“ wird geschnauzt, wenn einer auf umweltschädliches Verhalten hingewiesen wird. Oder die persönliche Verantwortung wird abgelehnt: „alle anderen verhalten sich auch so“. Die Sache wird heruntergespielt, Unwissenheit wird vorgetäuscht, die eigene Machtlosigkeit vorgeschoben: „Das Flugzeug fliegt so oder so, ob ich drinsitze oder nicht.“ Oder „ausnahmsweise“ ... wird betont, und dass man sich sonst immer anders verhalte.
Die wenigsten stehen zu ihrer Bequemlichkeit: das kommt nicht gut an. Beliebt ist Schuld einzugestehen, Besserung wird gelobt. Kein Wunder. Alles andere ist schnell entlarvt als „faule Ausrede“. Man kann natürlich als Umweltsünder beichten gehen. Allerdings ist eine Absolution wertlos, wenn man sein Verhalten nicht ändert. „Wissen ohne Handeln ist nutzlos.“ sagte schon Johann Wolfgang von Goethe. „Es genügt nicht zu wissen, man muss es auch tun.“
Wir ändern unser Verhalten, wenn andere es positiv bewerten und honorieren. Es geht also darum, dass wir uns gegenseitig für positives Umweltverhalten loben: „Klasse, dass Du mit dem Fahrrad zur Arbeit fährst. Das finde ich gut, es ist gesund und gut für die Schöpfung“. Oder: „Richtig gut, dass Du mit dem Zug und öffentlichen Verkehrsmitteln fährst. Das ist zwar umständlicher, aber schont die Umwelt!“ Oder: „Finde ich wirklich mutig, dass Du Dein Auto verkaufst und Dich an einem Teil-Auto-Modell beteiligst!“
https://www.kirche-im-swr.de/?m=1648
Liebe erkaltet, Erotik verblasst, man hat sich nichts mehr zu sagen. Es gibt wenig Gelegenheiten, zu lernen, wie Beziehungen auf Dauer gelingen können. In der Schule gibt es dafür kein Fach. Eltern sind nicht immer ein gutes Beispiel. Wir lernen zwar, unter Freunden, in Vereinen, in der Schule, was es heißt, in einer Gemeinschaft zu leben. Dort können wir angemessenes Sozialverhaltens einüben. Aber wenn es um Zweierbeziehungen geht? Um mehr geht als nur Liebesabendteuer oder so genannte Lebensabschnittsgefährten? Wenn es um echte, dauerhafte Partnerschaft gehen soll? Dann sind viele Analphabeten, hatten nie die Chance es wirklich zu lernen.
Auch Liebende verletzen sich, Partner fügen sich Schmerzen zu.
Eine klassische Variante zerbrechender Beziehungen ist die nörgelnde Frau und der schweigsame Mann. Das zu erleben tut weh. Bevor es zu spät ist, müssen beide lernen, so ein Muster zu unterbrechen. Ich glaube, besonders wir Männer können noch einiges Lernen, wenn es darum geht, Gefühle und Bedürfnisse auszusprechen. Eheberatung oder Paartherapie können dabei helfen. Ich habe gelernt, auch im Gebet meine Befindlichkeit zur Sprache zur bringen.
“Aus der Hand / des geliebten Menschen / empfangen wir immer beides: / höchstes Glück / und abgründigen Schmerz; / denn niemand / ist verletzbarer / als der Liebende.“ So schreibt die Theologin und Eheberaterin Sabine Naegeli. Sie hat Gebete für dunkle Stunden aufgeschrieben. „Es ist natürlich, / dem Schmerzlichen / sich entziehen zu wollen,“ doch dann können wir nicht den Reichtum entdecken, den der Schmerz verbirgt. Im Verzeihen, „im Überwinden / des Gekränktseins, / auch wenn es unter Tränen geschieht,“ können wir über uns hinauswachsen und zu der Erkenntnis kommen: „Meine Liebe / ist stark genug, / das Verwundetwerden / zu ertragen.“
(Sabine Naegeli, in: Die Nacht ist voller Sterne, Gebete in dunklen Stunden, 1987, S. 78)
„Dem Schmerz Raum geben“ nennt Naegeli das Gebet. Es ist die Erfahrung, dass auch in den dunkelsten Stunden einer Partnerschaft trotzdem „die Nacht voller Sterne“ sein kann. Das mag fast naiv-romantisch klingen, wie eine banale Ablenkung oder Verdrängung sich anfühlen, wie eine Flucht vor der Realität und ihren Konsequenzen. Aber es ist die Erfahrung, die ich teile: die Gefahr, dass wir uns an die Nachtseite verlieren, blind werden. Dem Dunklen, Schmerzhaften, dem Negativen mehr Raum geben. Das Positive braucht Unterstützung, braucht bewusste Zuwendung, braucht Pflege, braucht die Behutsamkeit - zum Beispiel in einem leisen Gebet.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=1647