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Anstöße sonn- und feiertags

04DEZ2022
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Alle Jahre wieder... Und eh man sich versieht, ist auch schon der zweite Advent! Und dann rast einem die Zeit nur so davon. So habe ich es oft erlebt. Aber in diesem Jahr habe ich endlich ein Gegenmittel gefunden, mit dem man die Adventszeit einmal ruhig und besinnlich verbringen kann: ein selbstgefüllter Weihnachtskalender.

„Und was bitte schön soll daran entlastend sein?“ fragen Sie sich jetzt womöglich entsetzt und sehen einen riesen Berg an Arbeit vor sich. Aber diesen Kalender zu basteln und zu befüllen ist wirklich super entspannend gewesen und hat dazu auch noch Spaß gemacht. Und ich verrate Ihnen auch, warum:

Ich habe das ganze Jahr über kleine Dinge angesammelt, für meine längst schon erwachsenen Kinder. Wo auch immer ich gewesen bin, habe ich mich nach kleinen, nützlichen Geschenken umgesehen: Eine Nudelpackung aus der Nudelmanufaktur, ein Döschen französische Pfefferminzbonbons in einer historisch anmutenden Verpackung, eine hübsche Streichholzschachtel, ein seltenes Gewürz, und so weiter und so weiter...

Das ließ sich freilich nicht alles an den Kalender hängen, weil manches zu groß oder zu schwer ist. Da habe ich das Päckchen eben mit einer Zahl versehen und es muss unter den Kalender gelegt werden.        

Eingepackt habe ich alles an einem Sonntag Anfang November, als ich gerade in der richtigen Stimmung war. Und das Ganze ist dann auch das Weihnachtsgeschenk, in diesem Jahr. Gar nicht mal so teuer, aber mit viel Liebe drin.

Und Sie glauben nicht, wie die sich gefreut haben! Beim Anblick eines solchen Weihnachtskalenders strahlen auch Erwachsene noch wie Kinder. Und das ist doch der eigentliche Sinn von Geschenken, oder?

Zugegeben, für dieses Jahr kommt die Idee etwas spät. Aber wie sagt man im Fußball so schön? Nach dem Spiel ist vor dem Spiel... Und wer sagt eigentlich, dass man nicht auch halbe Kalender verschenken darf, oder drittel...?

Mir selbst habe ich damit jedenfalls das größte Geschenk gemacht: Ich habe mir die Besinnlichkeit der Weihnachtszeit zurückerobert. Und eines weiß ich schon: Im nächsten Jahr mach ich es genauso. Alle Jahre wieder...

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