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SWR1 3vor8

So nimmt sich auch der Geist unserer Schwachheit an. ...
Wir wissen, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt, .. denn alle, die er ..erkannt hat, hat er auch .. dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben....


Sind Sie auch ein Mensch, der oft mit sich unzufrieden ist und denkt: Ich müsste anders sein, nicht so dick, nicht so schüchtern, nicht so mittelmäßig, nicht so alt, nicht so ...Es gibt so vieles, mit dem man bei sich selber unzufrieden sein kann. Sich selber fremd, als lebte man im verkehrten Haus.
Warum ist das oft so schwer, in und mit sich glücklich zu sein. Oder wenigstens einig?
Ich glaube, es hat oft was mit Bildern zu tun, die in einem herumspuken, wie „man“ zu sein hätte.
Solche Bilder kriegt man jeden Tag neu vorgeführt. In der Werbung, In Filmen. Da sind einem die Menschen doch irgendwie immer ein bisschen voraus. Und manche Bilder trage ich auch in mir, von Kind an. „ Du musst das sein, du musst jenes sein.“ Oder: So hätte ich dich viel lieber.
Wie kann man frei werden vom Druck solcher Bilder, die einen von außen oder innen antreiben?
Vielleicht durch einen Imagewechsel, also indem ich mir ein anderes Bild vorgebe.
Der Apostel Paulus schlägt in der Bibel wirklich für Christen einen Imagewechsel vor: In seinem Brief an die Gemeinde in Rom. In den evangelischen Kirchen wird heute daran erinnert.
Paulus meint da: Gott kennt unsere Schwächen auch die für Vor-Bilder. Und deshalb rät er: Schmeiß die Vor-Bilder weg, denen Du immer nur hinterher hecheln kannst. Nimm stattdessen eins, das gut tut: Christus. „Gott hat uns das dazu bestimmt, an Gestalt und Bild Christi teilzuhaben,“ schreibt er.
Was bringt dieser Imagewechsel: Das Beste an dem Vorbild Christus ist: Gott liebt ihn, das sieht man an ihm. Und was für Christus gilt, gilt auch für alle. die sich an ihn halten. Egal wie Sie oder ich sind, Gott nimmt uns an, genauso wie seinen Sohn Christus. Wir sind auch seine geliebten Söhne und Töchter.
Gott bietet uns das als neues Image an: „Ich bin geliebt. Und gut so.“ --
Jetzt sagen Sie vielleicht: Das kann doch nicht Ihr Ernst sein. Dann kann sich ja jeder zurücklehnen, sagen „Ich habe mein Christusimage, Gott liebt mich. Also: ich darf so bleiben wie ich bin.“ So viel Selbstzufriedenheit wäre zuviel des Guten. Aber dieses Christenimage gibt Freiraum zum hineinwachsen. Mit Jesus Christus als Vor-Bild. Nach dem Motto: Du musst nicht erst was werden: Du bist Christ. Aber, Du bist Christ, also werde auch einer. https://www.kirche-im-swr.de/?m=3612