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SWR1 3vor8

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. (Hebr 11, 1)

Es gibt da einen ganz neuen Lebensbereich für dich. Genau das, wovon du geträumt hast. Lass das Alte hinter dir. Mach dich auf den Weg, dann findest du, was du suchst. Wie würden Sie reagieren auf so ein Angebot? Du hast die Chance, für deine Kinder und Enkel die Welt bewohnbar zu erhalten. Jedenfalls kannst du dazu beitragen. Denn du kannst mehr für die Umwelt tun, als du glaubst – und vielleicht sogar andere damit anstecken. Aber womöglich werden dich alle auslachen, wenn du auf einmal anfängst anders zu leben. Was würden Sie tun, wenn Ihnen das einer sagt?
Es gibt zwei Möglichkeiten. Erst mal abwarten, könnte man sagen. Erst mal weitermachen wie bisher – sicher ist sicher. Mal sehen, was dran ist. Mal schauen, was passiert. Auf Neues einlassen kann ich mich erst, wenn sich zeigt, ob das wirklich Erfolg versprechend ist. Wahrscheinlich kommt man auf diese Art und Weise weiter weg von seinem Ziel.
Man kann es auch anders machen. Man kann auf die Hoffnung setzen. Erste Schritte tun in die angegebene Richtung. Womöglich sogar alles auf eine Karte setzen. Alte Bindungen abschütteln und versuchen, dem Ziel näher zu kommen. Allerdings: Sicherheit gibt es dabei nicht und keine Garantie.
Das ist Glauben, hat ein Lehrer der ersten Christen behauptet. Wenn jemand auf die Hoffnung setzt, dass das Leben anders werden kann. Und sich im Vertrauen auf Gott auf den Weg macht. „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft“ steht im Brief eines unbekannten Verfassers an die Hebräer. Heute wird in den evangelischen Gottesdiensten daran erinnert. Und als Beispiel ist von Abraham die Rede. Dem hat Gott neues Land und Nachkommen versprochen. Und Abraham machte sich auf den Weg. Obwohl er nicht wusste, wohin eigentlich genau. Obwohl er eigentlich schon zu alt war für Kinder. Aber wenn er nicht gegangen wäre: er wäre nie zum Stammvater eines großen Volkes geworden. Noah wird auch als Beispiel genannt. Der sollte eine Arche bauen, weil eine Flutkatastrophe zu erwarten ist. Und er hört auf mit dem, was er bis dahin getan hat und baut die Arche. Obwohl keiner sonst Anzeichen für eine Flut erkennen kann, und alle anderen ihn auslachen. Am Ende überlebt er mit seiner Familie.
Glauben heißt nicht, etwas für wahr halten. Glauben heißt, auf die Zukunft vertrauen, die Gott mir bietet. Und ihr zuversichtlich entgegen gehen. Ob das gut geht, zeigt sich allerdings erst hinterher. Aber die Bibel nennt Beispiele dafür, dass es trägt. https://www.kirche-im-swr.de/?m=3152