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05OKT2025
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„Bruder Sonne, Schwester Mond, Bruder Wind und Schwester Wasser“. Was im ersten Moment vielleicht kitschig oder einfältig klingt, ist Weltliteratur! Der Sonnengesang des Heiligen Franz von Assisi feiert sein 800-jähriges Jubiläum, sein Text ist das älteste Dokument in altitalienischer Sprache.

Wir hören eine schlichte Liedvariante aus den 70er Jahren. Die Melodie stammt vom italienischen Filmkomponisten Riz Ortolani.

Musik
1) Höchster, allmächtiger und guter Herr, dein sind der Lobpreis, die Herrlichkeit und Ehr.

Herr, sei gelobt durch Bruder Sonne, er ist der Tag, der leuchtet für und für.

 

Wenn ich diese Hymne des Heiligen Franziskus höre, kann ich mir leicht vorstellen, wie er in seiner braunen Kutte barfuß im Gras steht, zu den Vögeln predigt und fröhlich die ganze Schöpfung als Familie besingt. Aber so romantisch war es eben nicht.

Im Winter 1225 liegt Francesco nämlich todkrank und fast blind in einer Hütte. Die Mäuse sollen über ihn gekrochen sein, so ärmlich war die Situation. Völlig entkräftet formuliert er seinen Sonnengesang. Er wählt den umbrischen Dialekt, nicht das hochgestochene Kirchenlatein. Das passt, denn was Franziskus schreibt, ist ganz persönlich, und es ist erstaunlich: denn wer lobt schon die Sonne, wenn er nichts mehr sieht?

Der Sonnengesang steckt voller Ehrfurcht. Vor dem ganzen Kosmos und der Erde, vor allen friedfertigen Menschen, und sogar vor dem Tod. Der klingt in dieser Strophe an.

Musik
2) Herr, sei gelobt durch unsren Bruder Tod, dem kein Mensch lebend je entrinnen kann. Der zweite Tod, tut uns kein Leides an.

 

Franziskus hat viel von sich selbst verlangt. Er hat freiwillig ganz arm gelebt, und unter seiner Zeit gelitten. Im 13. Jahrhundert gab es die Kreuzzüge. Das war für Franziskus so unerträglich, dass er sogar – krank wie er war – zum damaligen Sultan in den Orient gereist ist. Und obwohl die Begegnung zwischen christlicher und muslimischer Welt fruchtbar gewesen ist, hat sich die Friedensmission des Franziskus nicht erfüllt.

Musik
3) Herr, sei gelobt durch jene, die verzeihn, und die ertragen Schwachheit, Leid und Qual.

Höchster, allmächtiger und guter Herr, dein sind der Lobpreis, die Herrlichkeit und Ehr.

 

Franziskus wollte, dass sein Sonnengesang unter die Leute kommt. Dieser Wunsch ist in Erfüllung gegangen, sein Vermächtnis wirkt immer noch. Jedenfalls bei mir.

Ich kann in großer Verbundenheit mit allem Gott loben. Verbunden mit der Schöpfung, mit anderen Menschen und meinem eigenen Leben, bis zum Schluss.

Das ist nicht blauäugig. So kann ich beten, mit weitem Horizont und „in Dankbarkeit und mit großer Demut“ – wie es im Lied heißt. 

 Musik
4) Lobet und preiset den Herrn in Dankbarkeit und dienet ihm mit großer Demut.

 

----------
Quellen:      

1) Eigenproduktion von Lukas Grimm vom 25.09.2025, Liedrechte: Textübertragung: Johannes Lehrner, Musik: nach der Filmmusik zu „Fratello sole sorella luna“ von Riz Ortolani.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=43043
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28SEP2025
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Musik

Ein junger Mann reist quer durchs Land, auf dem Weg zu einer Universität. Doch er kommt nie dort an. Er wird überfallen und ausgeplündert, irrt weiter, hin und her – gibt seine Studienpläne auf, findet aber endlich eine gute Anstellung. Glücklich schreibt er ein Lied – es wird eins der bekanntesten Kirchenlieder:
„Wer nur den lieben Gott lässt walten und hoffet auf ihn allezeit, den wird er wunderbar erhalten in aller Not und Traurigkeit.“
Der junge Mann – Georg Neumark heißt er – ist überzeugt: „Wer Gott, dem Allerhöchsten, traut, der hat auf keinen Sand gebaut!“ Heute, fast 400 Jahre später, schreibt der Chorleiter Klaus-Martin Bresgott neue Strophen auf die alte Melodie:

Musik
Mein Gott, im Widerstreit der Welten,
im Flug der Zeit vergeht mein Tun.
Ich weiß nicht, welche Ziele gelten,
mein Schlaf ist ein unsich’res Ruhn.
Ich suche nach dem Gleichgewicht
voll Sehnsucht und doch zögerlich.

Hin und her gerissen sein. Zu viele sich widersprechende Ziele. Den jungen Georg Neumark haben zur Zeit des dreißigjährigen Krieges vor allem äußere Einflüsse aus dem Gleichgewicht gebracht. Viele Menschen heute kämpfen damit in ihrem Inneren.
Wohin soll die Reise gehen? Wie komme ich zum Ziel? Ohne unterwegs ausgeplündert zu werden?

Musik
Ich stehe zaghaft vor der Freiheit,
die, Vater, du mir zugetraut.
Mein Herz ist bang und deine Klarheit
Erschreckt mich tief unter der Haut.
Mein Mut ist wie ein Emigrant,
sucht fragend Trost im fremden Land.

Freiheit. Wunderbar und oft ersehnt. Doch auch eine große Herausforderung.
Was erwartet Gott von mir? Offenbar geht es darum gar nicht. Gott erwartet nichts, Gott traut mir etwas zu. Aber ist mein Herz stark genug dafür? Reicht mein Mut?
„Mein Mut ist wie ein Emigrant ...“
Mein Mut zieht in die Fremde. Zögernd, zaghaft stolpere ich hinterher. Wo geht das hin?

Musik
Doch blitzt dein Segen in der Sonne,
lacht mir die Ewigkeit in dir.
Von Neuem spür ich voller Wonne
die Freiheit deiner Kraft in mir.
Im Morgentau und Mondeslicht
blickst, Vater, du mir ins Gesicht.

Segen. Lachen. Ein freundliches Gesicht. Es ist Gottes Freiheit, die mir Kraft gibt. Ja, so komme ich zum Ziel. Vielleicht nicht zu dem, das ich im Sinn hatte. Aber zu dem, das Gott für mich bereithält. So hat es auch Georg Neumark erlebt. Hören wir ihn zum Schluss noch einmal selbst:

Musik
Sing, bet und geh auf Gottes Wegen,
verricht das Deine nur getreu
und trau des Himmels reichen Segen,
so wird er bei dir werden neu.
Denn welcher seine Zuversicht
auf Gott setzt, den verlässt er nicht.

----------------
Musikquellen
Choral: Gut. 500 Jahre Evangelischer Choral. Athesinus Consort Berlin, Klaus-Martin Bresgott
Komponist

T: Georg Neumark / Klaus-Martin Bresgott (Strophen 4 - 6)
M: Georg Neumark / Satz: Georg Neumark / Felix Mendelssohn

https://www.kirche-im-swr.de/?m=43040
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21SEP2025
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Unser heutiges Lied zum Sonntag ist ein Lied über Wandlung.  Ein Lied, das Gott darum bittet, meine Schwächen in Stärken zu  verwandeln.

 

Das Lied heißt „Meine engen Grenzen“ und ist 1981 in ökumenischer Zusammenarbeit entstanden. Der katholische Kirchenmusiker Winfried Heurich hat es komponiert, und der evangelische Pfarrer Eugen Eckert hat den Text gedichtet. In der ersten Strophe heißt es: „Meine engen Grenzen, meine kurze Sicht, bringe ich vor dich. Wandle sie in Weite, Herr, erbarme dich.“

 

Meine engen Grenzen, meine kurze Sicht, bringe ich vor dich.

Wandle sie in Weite, Herr, erbarme dich.

 

Eugen Eckert verarbeitet in dem Text all das, was er als Sozialarbeiter in einem Wohnheim für Mädchen aus schwierigen Familien erlebt hat. Die Mädchen haben ihn bestohlen, betrogen und bedroht.  Eine besonders tragische Erfahrung war, als ein Mädchen, das er begleitet hat, Suizid begangen hat. Der einzige Weg, mit diesen Herausforderungen fertig zu werden, war oft, die Mädchen und sich im Gebet Gott anzuvertrauen. Eugen Eckert sagt: „Meine eigenen Grenzerfahrungen trage ich in diesem Gebets-Text vor Gott, weil ich Gott zutraue, dass er mit meiner Ohnmacht fertig wird, dass er sie wandelt und mir neue Dimensionen für mein Leben eröffnet.“

 

Meine ganze Ohnmacht, was mich beugt und lähmt, bringe ich vor dich.

Wandle sie in Stärke, Herr, erbarme dich.

 

Eugen Eckert hat den Text geschrieben aus der Überzeugung heraus, dass sich Menschen verändern können, wandeln lassen. Dass aus dem, was uns begrenzt, eine Weite werden kann. Dass wer sich ohnmächtig fühlt, wieder stark werden kann. In der dritten Strophe geht es um unsere Ängstlichkeit, aus der ein Gefühl der Wärme entstehen soll. Die vierte und letzte Strophe beschreibt ein Gefühl, das viele Menschen haben: die Sehnsucht nach Geborgenheit und die Bitte, dass Gott sie in ein Gefühl der Heimat wandeln möge.

 

Mein verlornes Zutraun, meine Ängstlichkeit, bringe ich vor dich.

Wandle sie in Wärme, Herr erbarme dich.

Meine tiefe Sehnsucht nach Geborgenheit bringe ich vor dich.

Wandle sie in Heimat, Herr, erbarme dich.

 

Wenn im katholischen Gottesdienst Brot und Wein in den Leib Jesu gewandelt werden, dann hat das nichts mit einem magischen Trick zu tun. Mit dem Brot verzehre ich nicht Jesus, ich beiße nicht von ihm ab. Aber ich nehme ihn zu mir, ich hoffe, dass er sich mit mir verbindet, dass ich dadurch ein bisschen wie er werden kann. Im besten Fall wandeln sich im Gottesdienst nicht nur Brot und Wein, sondern auch die Menschen. Und Gott findet bestimmt Wege, auch diejenigen zu wandeln, die nicht im Gottesdienst sind. Deshalb singe ich das Lied „Meine engen Grenzen“ so gerne. Ich bitte damit: Gott, hilf mir dabei, meine Unzulänglichkeiten zu verwandeln. Schenke mir Herzensweite statt eingefahrener Muster. Lass mich zupacken statt dichtzumachen, zuversichtlich sein statt zu resignieren. Und vor allem gib mir das Gefühl, endlich irgendwo angekommen zu sein.

 

Quellen:                     

  1. Track Nr. 8: „Weite“ von der CD:

“Psalmcode”, Move Dove, LC 30755

  1. Chor des christlichen Entwicklungsdienstes unter der Leitung von Klaus Richter:
    Meine engen Grenzen
    ARD Archiv-Nr: C1608720Z00 (Aufnahme des BR)
https://www.kirche-im-swr.de/?m=42798
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14SEP2025
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Ein fast grenzenloses Gottvertrauen – das strahlt unser Lied zum Sonntag heute aus. Ein Kinderlied ist es – und lange Zeit ein vielgesungener Klassiker in jeder Kinderkirche: Meinem Gott gehört die Welt.

Strophe 1

Eine schlichte Melodie und einfache Worte. Und doch steckt schon in dieser ersten Strophe ein grundlegendes Bekenntnis. Eines, das nicht nur eine religiöse, sondern auch eine politische Dimension hat:

Meinem Gott gehört die Welt. Meinem Gott das Himmelszeit. Ihm gehört der Raum, die Zeit – als Arno Pötzsch, damals Vater von zwei kleinen Töchtern, diese Zeilen im Jahr 1934 geschrieben hat, waren es in Deutschland die Nazis, die den totalen Anspruch auf das Leben und Denken erhoben haben

Meinem Gott gehört die Welt – und nicht dem Führer. Das Kinderlied sagt in einfachen Worten das, was im gleichen Jahr auch die Synode der Bekennenden Kirche in Barmen festgehalten hat: Wir verwerfen die falsche Lehre, als gebe es Bereiche unseres Lebens, in denen wir nicht Jesus Christus, sondern anderen Herren zu eigen wären. So heißt es in der Zweiten Barmer These.

Nur Gott bin ich zu eigen, sagt auch Pötzsch in seinem Lied.

Strophe 2+3

Ganz in Gottes Hand geborgen, immer von ihm geführt und begleitet, und ganz in seinen Willen ergeben – mir selbst fällt es nicht immer leicht, das so mitzusingen.

Doch auch Arno Pötzsch, der so gedichtet hat, kannte Zweifel. Im Ersten Weltkrieg hatte er sich als Siebzehnjähriger freiwillig zur Marine gemeldet. Nach Ende des Krieges wollte er Religionslehrer werden, brach die Ausbildung aber nach einem Jahr ab. Sein Selbstvertrauen und auch sein Gottvertrauen waren tief erschüttert, er litt unter Depressionen. Er fand Halt in der Herrnhuter Brüdergemeine und ließ sich dort zum Erzieher und Sozialarbeiter ausbilden. Erst als Dreißigjähriger begann er noch ein Theologiestudium. In seinen Liedern spiegelt sich kein kindliches, sondern eher ein trotziges Vertrauen – gegen die erlebte und erlittene Wirklichkeit.

Meinem Gott gehört die Welt – heute ist das Lied aus der Mode gekommen. Die Kinder in meinen Grundschulklassen wünschen sich Melodien mit mehr Drive.

Bei einem Thema singen wir das Lied aber trotzdem jedes Mal. Dann, wenn es um Sterben und Tod geht. Wenn wir vorher zusammen auf dem Friedhof waren. Und ein Kind erzählt hat, wie es war, als der Uropa gestorben ist. Dann tut das Lied uns allen gut. Die feste Zuversicht, die es bekennt: Wir sind in Gottes Hand – im Leben und im Tod.

Strophe 6

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07SEP2025
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Musik 1: Georg Friedrich Händel: Gloria; Emma Kirkby (Sopran) und Royal Academy of Music Baroque, Leitung: Laurence Cummings

 

Gloria in excelsis Deo! – Ehre sei Gott in der Höhe!

 

Es kommt festlich und virtuos daher, das „Gloria“ von Georg Friedrich Händel für Solosopran und Streichorchester. Händel ist erst 22 Jahre alt, als er dieses Stück um 1707 für einen katholischen Gottesdienst in Rom komponiert. Weil er in Sachsen aufgewachsen ist, nennen seine römischen Fans ihn den liebenswerten Sachsen, „il caro Sassone“. Diese Fans und Auftraggeber, darunter einige Kardinäle, sind natürlich katholisch. Händel bleibt jedoch zeitlebens seiner lutherischen Religion treu, auch als er später in London wirkt, wo alle anglikanisch waren. Als man ihm dort Bibelverse für eine Krönungsmusik vorschreiben will, entgegnet Händel selbstbewusst und typisch lutherisch: „Ich kenne die Bibel gut und kann die passenden Verse selber aussuchen.“

 

Musik 2: – Laudamus te, benedicimus te, adoramus te, glorificamus te. – Wir loben dich, wir preisen dich, wir beten dich an, wir rühmen dich.

 

Musik verbindet die Konfessionen. Sie ist schon viel weiter, als die Kirchen insgesamt. Gerne denke ich an meinen ersten Orgellehrer zurück. Er hat als evangelischer Kirchenmusiker auch die Katholiken – wie mich - unterrichtet, für die es weit und breit ansonsten keinen Lehrer gab. Einmal pro Woche fuhr er mit seinem VW-Variant – der war gut und geräumig, wenn man als Dirigent auch mal Pauken transportieren muss – über die Dörfer, um jungen Menschen das Orgelspielen beizubringen. Als guter Lutheraner hat er sich an der Bibel orientiert. Und in der Bibel gibt es, so hat er es mir auf der Orgelbank erklärt, keinen Hinweis darauf, dass er bedürftige Katholiken nicht unterstützen dürfe. Dafür bin ich ihm bis heute dankbar!

 

Musik 3: Gratias agimus tibi propter magnam gloriam tuam. – Wir danken dir, denn groß ist deine Herrlichkeit.

 

Mit dieser Musik will der junge Lutheraner Händel im katholischen Rom eine feste Anstellung erreichen, vielleicht bei einem Kardinal. Hat aber leider nicht geklappt. Mich erinnert diese Musik daran, dass die Kirchen sich noch mehr versöhnen sollten. Die Musik macht es uns vor: In kirchlichen Chören singen viele aus verschiedenen Konfessionen und manche, die eben kulturell interessiert sind. Vieles darf konfessionell verschieden sein, auch musikalisch: die katholische Orchestermesse zum Hochamt und die evangelische Kantate mit Worten aus der Luther-Bibel oder der anglikanische Evensong mit viel Chormusik. Das ist ein großer Reichtum, so reich wie ein Orchester mit seinen vielen Instrumenten. Und Gott selbst macht es uns ja vor: Ein Gott in drei Personen: Vater, Sohn und Heiliger Geist! Warum also nicht ein Christentum in mehreren Konfessionen, die sich gegenseitig achten, in „versöhnter Verschiedenheit“ zusammenwirken und gemeinsam das Abendmahl feiern. An Musik hierfür fehlt es nicht. Händel eignet sich bestens, vom anfänglichen „Gloria“ bis zum kraftvollen „Amen“ am Ende. Da hört man förmlich, wie die irdischen Klänge alle Grenzen sprengen wollen.            

 

Musik 4: Cum Sancto Spiritu in gloria Dei patris, Amen – mit dem Heiligen Geist zur Ehre Gottes, des Vaters, Amen.

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31AUG2025
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Chor: Verleih uns Frieden gnädiglich I

„Verleih uns Frieden gnädiglich!“ Eine inständige Bitte erklingt da, ein flehentlicher Wunsch nach Frieden. Er ist so alt wie die Menschheit und noch nie versiegt. Ja, zu allen Zeiten hat es Anlässe genug gegeben, um sich Frieden zu wünschen.
Felix Mendelssohn-Bartholdy hat aus dem alten gregorianischen Gesang „Da pacem, domine“ ein Werk für Chor und Orchester komponiert. Männer- und Frauenstimmen vereinen und bestärken sich gegenseitig in der Bitte um Frieden.

Chor: Verleih uns Frieden gnädiglich II

Aber ist der Mensch überhaupt fähig zum Frieden?
Was Menschen anstellen, um Frieden zu schaffen, scheint die Sängerinnen und Sänger dieses Liedes nicht zu überzeugen. Weil es geprägt ist von politischem Kalkül und Machtinteressen.
Darum richten sie ihre Bitte an Gott: Hilf du uns, Frieden zu schaffen! Verleih du uns Frieden! Einen Frieden, der diesen Namen auch wirklich verdient.
Deswegen muss ich ja nicht untätig bleiben. Ich kann und soll mich einmischen. Gerade, weil Frieden schon im Kleinen beginnt. Da etwa, wo ich sensibel bin für die Situation, in der sich mein Gegenüber befindet. Wo ich nicht nur mein eigenes Verletztsein sehe und mein eigenes Leid. Sondern auch das der anderen Seite.

Die Bitte um den göttlichen Frieden bedeutet ja nicht: ich gebe meine Verantwortung ab an höhere Mächte. Sondern genau anders herum. Wenn ich einstimme in den Seufzer „Verleih uns Frieden gnädiglich“, dann macht das etwas mit mir.
Wenn ich mir das Gebet um Frieden zu Herzen nehme, dann gewinne ich daraus die Stärke und die innere Kraft, Frieden zu schließen! Und auch: an der Friedlosigkeit in der Welt nicht zu verzweifeln.

Chor: Verleih uns Frieden gnädiglich III

*

CD: Felix Mendelssohn Bartholdy, Verleih uns Frieden, Kammerchor Stuttgart, Frieder Bernius, Carus-Verlag 2009, LC 3989

https://www.kirche-im-swr.de/?m=42863
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24AUG2025
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Vor wenigen Tagen war ich beim Konzert unserer Tochter. Die spielt Fagott in einem Studierendenorchester. Das Haus war rappelvoll. Eine bunte Mischung: Mitstudierende, Eltern, Musikliebhaber. Nach dem Konzert kannte der Jubel keine Grenzen. Das hat mich richtig mitgerissen. Statt vornehmer Zurückhaltung, die es sonst so in Konzertsälen gibt, wurden hier die Stimmgruppen frenetisch bejubelt und beklatscht. Lauter Jubel, das gehört auch zur christlichen Religion. Das Lied Ich lobe meinen Gott bringt das auf den Punkt.

 

Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt (1. Strophe und Refrain)

 

Textbasis ist ein ganz alter biblischer Text. Da kommen in der Weihnachtsgeschichte die Engel zu den Hirten. Erzählen von der Geburt Jesu. Sie singen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens. Mit diesem Lied rücken die Engel die Hirten ins Licht. Die stehen sonst am Rand, im Dunkel, weit ab von der Stadt und ihren Lichtern. Jetzt aber werden die Hirten wichtig. Sie freuen sich, stürmen los, um diesen Jesus zu sehen. Von dieser Spannung zwischen Licht und Dunkel, zwischen Rand und Mitte erzählt auch Ich lobe meinen Gott. Hier in der Originalversion von 1979.

 

Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt (2. Strophe und Refrain)

 

Ich kenne das auch. Glück leuchtet gerade dann besonders auf, wenn es unverhofft kommt. Da war dieser Herzinfarkt in der Verwandtschaft. Untersuchungen stehen an. Bange Nächte. Und dann das Ergebnis. Alles klar, keine Folgen, alle Werte im grünen Bereich. Da sind mir Steinberge vom Herzen gefallen. Plötzlich kann ich frei atmen. Leben gibt’s wieder in Farbe. So ein Gefühl transportiert Ich lobe meinen Gott. Auch mit Orgel und großem Chor.

 

Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt (3. Strophe und Refrain)

 

„Gott sei Dank“. Das sagen viele Menschen. Auch die, die mit Glauben und Gott nicht viel anfangen können. „Gott sei Dank“. Für mich klingt da ein tiefes Wissen an. Dass eben nicht alles in meiner Hand liegt. Vieles wird geschenkt, kommt auf mich zu. Ohne dass ich etwas dafür tue. Dass ich behütet in Deutschland geboren wurde. Dass morgens die Sonne aufgeht und mich wärmt. Dass sich auf der Straße eine Pflanze durch den Asphalt drängt und meinen Tag grün färbt. Dass mich im Supermarkt der Kassierer freundlich grüßt. Das macht mich dankbar. Lässt mich loben. Gott kriegt hier ein Gesicht.

 

Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt (Refrain)

 

Ich lobe meinen Gott verbindet zwei Welten. Da ist das, was mit uns, mit Menschen, mit der Erde zu tun hat: Trauer und Glück, Fesseln und Freiheit. Und das geht plötzlich über in ein Lied, das zum Himmel steigt. Auch musikalisch. Da wechselt mitten im Lied die Tonart. Heißt wohl: Menschen, die sich aus der Tiefe erheben, wieder atmen können, die jubeln einfach neu und anders, loben aus ganzem Herzen.

Und nicht nur im Singen erlebe ich: Loben ist himmlisch, tut einfach gut. Loben macht immer etwas leichter. Gerade auch in schweren Situationen.

Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt

Text: Hans-Jürgen Netz (1979)

Melodie: Christoph Lehmann (1979)

 

Musik 01

aus: Exodus – Zur Hoffnung berufen. Lieder Beatmesse 18. Evangelischer Kirchentag Nürnberg 1979; tvd-Verlag Düsseldorf

 

Musik 02

Aus: Spurensuche - Lieder zum Kirchentag

 

Musik 03

Aus: Eingeladen zum Fest des Glaubens. 63 neue und alte Lieder für den Gottesdienst

Chor der Schülerinnen und Dozentinnen des Instituts für Kirchenmusik, Mainz

Institut für Kirchenmusik (Hg.), Mainz

https://www.kirche-im-swr.de/?m=42803
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17AUG2025
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Von Joachim Ringelnatz gibt es ein Gedicht mit dem schönen Titel „Morgenwonne“. Ein ausgeschlafener Mensch singt darin das Loblied der frühen Stunde:

„Ich bin so knallvergnügt erwacht.
Ich klatsche meine Hüften.
Das Wasser lockt. Die Seife lacht.
Es dürstet mich nach Lüften.

Aus meiner tiefsten Seele zieht
mit Nasenflügelbeben
ein ungeheurer Appetit
nach Frühstück und nach Leben.“

Ja, so möchte man gerne morgens aus den Federn springen: Gut gelaunt, voller Energie und Tatendrang. Oft genug beginnen meine Tage jedoch viel verhaltener. Und für diese eher nachdenkliche Gemütslage hat Martin Gotthard Schneider ein Morgenlied geschrieben:

Ein neuer Tag beginnt. Was wird er bringen?
Herr, gib, dass bei allem, was heute geschieht,
ein Schritt hin zum Guten mir möchte gelingen.

Ein neuer Tag beginnt. Wie viele hoffen
auf Liebe, Verständnis, ein freundliches Wort.
Mach mich für die Sorgen der Mitmenschen offen.

Geschrieben im Jahr 1975, ist das Lied gerade 50 Jahre alt geworden. Es gehört damit zum neuen geistlichen Liedgut. Es ergänzt die klassische evangelische Choraltradition um eine neue Sprache und neue Musikstile. Die neuen Lieder werfen einen nüchternen Blick auf Pflichten, Alltagssorgen und den Lärm ihrer Zeit und begegnen den Herausforderungen des Menschen im 20. Jahrhundert. Das Morgenlied von Martin Gotthard Schneider lädt dazu ein, den kommenden Tag mit einer kleinen Morgenmeditation zu beginnen. Heute würde man es vielleicht als Achtsamkeitsübung beschreiben. Es regt an, den Tag zu durchdenken und ihm liebevoll und wachsam zu begegnen: Das eine zu tun, das andere zu lassen. Sich nicht zu überfordern. Fehlerfreundlich mit sich selbst umzugehen. Und offen zu bleiben für andere.

Ein neuer Tag beginnt mit manchen Pflichten.
Gib, dass ich erkenne, was nötig heut ist,
das eine zu tun, auf das andre verzichten.

Ein neuer Tag beginnt. Lass im Getriebe
mich nicht überhören, wie du zu mir sprichst,
entdecken die Spuren von Güte und Liebe.

Das Lied ist auch ein Gebet. Ähnlich wie einst Luthers Morgensegen eignet es sich für den alltäglichen, allmorgendlichen Gebrauch, auch für all jene Tage, die mir nicht knallvergnügt entgegenspringen. Denn das Lied ist erfüllt von dem tiefen Vertrauen, dass mein Leben und die ganze Welt, komme, was da wolle, geborgen sind in Gottes Hand, umfangen von einer großen segnenden Kraft. Ob die Nasenflügel nun vor Lust beben oder vor Angst zittern. Ob der Tag lockt oder lähmt. Es gilt:

Ein neuer Tag beginnt. Ich muss nicht sorgen.
Du, Herr, hältst mein Leben doch fest in der Hand.
Du kennst ja mein Gestern, mein heute und Morgen.

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Musikangaben:

Text: Martin Gotthard Schneider (1975)
Melodie: Martin Gotthard Schneider (1975)
Aufnahme: LP Eine freudige Nachricht breitet sich aus. Neue Lieder für Kinder und Erwachsene aus „Sieben Leben möchte ich haben“, Sätze von Martin Gotthard Schneider. Der kleine Chor der Heinrich-Schütz-Kantorei Freiburg (LC0612)

https://www.kirche-im-swr.de/?m=42764
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10AUG2025
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Hildegard Knef wäre in diesem Jahr hundert Jahre alt geworden. Ihr Chanson „Für mich soll´s rote Rosen regnen“ hat so viel Kraft. Ich kann darin hören, wie eine Frau ihr Leben voll auskosten möchte, wie sie mit beiden Händen danach greift. Als wollte sie sagen: „Ich will keine Chance ungenützt lassen. Hier ist mein Platz, den will ich haben, der steht mir zu.“

1)       Mit sechszehn sagte ich still „Ich will,

will groß sein, will siegen,

will froh sein, nie lügen“

Mit sechzehn sagte ich still „Ich will,

will alles oder nichts.“

 

Für mich soll´s rote Rosen regnen

mir sollten sämtliche Wunder begegnen…

Hildegard Knef war sicher kein „Good-Girl“. In dem Sinne, dass sie versucht hat es immer allen recht zu machen. Bei „Good Girls oder Boys“ dreht sich alles drum, immer nett zu sein, immer verlässlich, immer geräuschlos. Hildegard Knef hat anders gelebt. Sie war ihrer Zeit um Jahrzehnte voraus, denn sie wollte nach dem Zweiten Weltkrieg als Frau selbstbestimmt leben. Für so eine Freiheit war damals fast kein Raum. Die Zeit war knöchern und die moralischen Vorstellungen eng. Hildegard Knef hat das nicht abgehalten, sie hatte große Träume.

2)       Für mich soll´s rote Rosen regnen

mir sollten sämtliche Wunder begegnen.

Das Glück sollte sich sanft verhalten,

es soll mein Schicksal mit Liebe verwalten.

        

Hildegard Knef hatte in ihrem Leben viele Sorgen. Gescheiterte Ehen, eine schwere Erkrankung, und sie selbst hat von sich gesagt, dass sie vieles bereut. Ich bewundere den Mut dieser Frau und ihren unbändigen Willen immer wieder aufzustehen. Das war kein purer Egoismus oder keine übertriebene Selbstliebe, die gibt es ja auch. Hildegard Knef hat immer mit sich gerungen, und ist an dem, was sie, und nur genau sie wollte, dran geblieben.

3) Und heute sage ich still

Ich sollt mich fügen, begnügen,

ich kann mich nicht fügen

kann mich nicht begnügen

will immer noch siegen

will alles oder nichts.

 

Für alle, die sich selbst hinten anstellen und zu oft selbstlos sind, für die alle soll dieses Lied heute Morgen ganz besonders klingen. Und dazu hole ich die Sängerin Hildegard Knef vor mein inneres Auge. Wie sie aufrecht und selbstbewusst am Mikrofon steht und singt. Es fällt mir leicht mir vorzustellen, dass sie mir zuzwinkert, wenn ich allen meinen Mut zusammen nehme und auch mal trotzig einstehe für das, was mir wichtig ist. Wie sie mir zunickt, wenn ich offen sage, was ich denke, zum Beispiel „Ich will, ja, ich will.“

            4) Ich will, ich will.

Quellen:        1) M0737592 AMS (Südwestrundfunk)Hildegard Knef, Orchester Hans Hammerschmid, Studioproduktion 1968       

 

2) M0557996 AMS (Südwestrundfunk) Für mich soll´s rote Rosen regnen, Lehn, Erwin, Südfunk-Tanzorchester, Aufnahme vom 8.1.1969 Villa Berg Stuttgart SDR       

https://www.kirche-im-swr.de/?m=42720
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03AUG2025
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„Solang wir Atem holen, erweckt uns Gottes Ruf, ins Lied zu übertragen, wozu er uns erschuf.“

Mit diesen Worten beginnt ein moderner Psalm aus den Niederlanden. Der Pfarrer Sytze de Vries hat ihn vor 40 Jahren für ein Chorjubiläum geschrieben. Sein deutscher Kollege Jürgen Henkys hat die Worte treffend übertragen: „Einander zugewiesen als Farben eines Klangs sind wir im Chor des Lebens die Stimme tiefen Danks.“ Viele Farben hat dieser Klang. Keine darf dabei fehlen. Erst alle Farben zusammen machen diesen besonderen Klang aus. So loben wir Gott.

Musik: 1. Strophe
Solang wir Atem holen, erweckt uns Gottes Ruf, ins Lied zu übertragen, wozu er uns erschuf: Einander zugewiesen als Farben eines Klangs sind wir im Chor des Lebens die Stimme tiefen Danks.

Der Chor des Lebens. In ihm haben schon Generationen vor uns gesungen. Sytze de Vries hat eine alte walisische Choralweise für sein Lied ausgesucht. Auf diese Melodie gibt es im niederländischen Gesangbuch ein Lied über die heilende Kraft Gottes. Daran knüpft er an – seine Stimme und sein Atem waren krank, als er sein Loblied geschrieben hat. Davon erzählt die zweite Strophe: „Auch wenn die eigne Stimme mir ihren Dienst versagt, das Lied auf andren Lippen trägt, bis der Morgen tagt. Von Atemnot befallen, im Kummer stumm gemacht – das Hoffnungslied mit allen hat mich ans Licht gebracht.“
Es wird wieder Licht, auch für den Kranken. „Das Dunkel muss erbleichen vor Psalmen in der Nacht“, heißt es in der 3. Strophe:

Musik: 3. Strophe
Das Dunkel muss erbleichen vor Psalmen in der Nacht. Selbst Mauern können fallen: Singt denn aus aller Macht! Gott, lass es nie uns fehlen an Weisen und Gesang, die unsern Gang beseelen das liebe Leben lang.

Die Finsternis löst sich auf ins Morgengrauen. Neues Vertrauen, neue Hoffnung lassen den Druck auf der Brust nachlassen. Die Nacht weicht dem Licht eines neuen Tages. Angst und Not bleiben in den Schatten der Nacht zurück.
Viele stimmen nun gemeinsam das Loblied an. Es greift weit hinaus, über alle Not, alles Leid – bis ans Ende der Zeit. Die Bibel malt von diesem Ende ein hoffnungsvolles Bild: ein Hochzeitsfest, das allen Kummer auflöst. Schon hören wir Braut und Bräutigam näherkommen, hören Tanzmusik, fröhlichen Gesang: „Das Lied hebt seine Flügel und schwebt im Hoffnungswind.“

Musik: 4. Strophe
Das Lied hebt seine Flügel und schwebt im Hoffnungswind. Es übersteigt die Ängste um Leben, das verrinnt. Es blickt hinaus ins Weite, es atmet deinen Geist. Schon tönt in unserem Singen von fern das Hochzeitsfest.

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Titel / Lied:
„Solang wir Atem holen“ (nL+ 193)

Komponist:
T: Sytze de Vries 1985 / deutsch: Jürgen Henkys 2010
M: Llangloffan (traditionelle walisische Choralmelodie) / Bearbeitung: Kord Michaelis

Musik: Motettenchor Pforzheim, Leitung: Kord Michaelis. Livemitschnitt von der Nacht der Chöre auf dem Chorfest Baden in Emmendingen, 05.07.2025

https://www.kirche-im-swr.de/?m=42686
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