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Die Sängerin Nina Hagen hat für sich erkannt:
Christin zu sein ist eine Lebensschule. Es gibt Leute in meinem Alter, die machen andere immer noch lautstark und cholerisch nieder, sie maßregeln und demütigen, und es ist furchtbar, mit anzusehen, wie Menschen anderen Menschen Angst einjagen. Dass ich so ein Mensch nicht mehr bin, verdanke ich meinem guten Ratgeber, der Bibel. Ich habe gelernt, Böses nicht mit Bösem, sondern immer nur mit Gutem zu beantworten.
Quelle
KNA-Meldung vom 04.12.2022
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44508Der Jazzsänger Gregory Porter wurde gefragt, was für ihn der Sinn des Lebens ist. Er hat geantwortet:
Wir Menschen besitzen die Fähigkeit, etwas zu empfinden, und wir wollen mit diesen Empfindungen nicht alleine bleiben. Ich glaube daher, dass der Sinn des Lebens ist, dass wir lieben. Es hört sich vielleicht kitschig an, aber die Liebe steht für mich am Anfang und am Ende.
Quelle
Zeitschrift Galore Interviews, hg.v. Michael Lohrmann, Dialog GmbH Dortmund, Ausgabe 40 Galore (04/2020) S.68.
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44507Der Universalgelehrte Albert Schweitzer war Arzt, Musiker, Tierschützer und vor allem Menschenfreund. Er hat gesagt:
In keiner Weise dürfen wir uns dazu bewegen lassen, die Stimme der Menschlichkeit in uns zum Schweigen bringen zu wollen. Das Mitfühlen mit allen Geschöpfen ist es, was den Menschen erst wirklich zum Menschen macht.
Quelle
https://albert-schweitzer-stiftung.de/ueber-uns/das-sind-wir/albert-schweitzer/zitate#ehrfurcht (aufgerufen am 18.05.2026)
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44506Worauf man auf keinen Fall länger warten sollte, das weiß der Autor und Theologe Jan Frerichs. Er sagt:
Warte nicht darauf, dass die Dinge besser werden, denn das Leben wird immer kompliziert sein. Lerne, jetzt glücklich zu sein, sonst geht Dir die Zeit aus.
Quelle
https://www.barfuss-und-wild.de/seelenfutter-1902 (aufgerufen am 20.05.2026)
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44505
Der Regisseur Andreas Dresen hat auch schwere Themen in seinen Filmen nicht gescheut. Als letztes hat er das Leben von Hilde Coppi verfilmt, die von den Nationalsozialisten hingerichtet wurde. Vor diesem Hintergrund mag es verwundern, dass Andreas Dresen zutiefst vom Guten im Menschen überzeugt ist. Er sagt:
"Ich glaube an den guten Kern. Das mag naiv sein. Es gibt natürlich schlechte und böse Menschen, aber ich glaube, die meisten haben sich einen Kern von Kindsein bewahrt. Dort kann man sie erreichen, dort sind sie bereit, Verzicht zu üben, Gutes zu tun, im besten Sinne barmherzig zu sein.“
Andres Dresen, „Ich hätte gern eine Familie gehabt“, In: Chrismon. Das evangelische Magazin, 04/2026
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44466Madrid, Zürich, London, Stuttgart – als Opernsängerin ist Rosie Aldridge sehr viel on tour. Ein gemeinsames Essen mit Menschen, die ihr wichtig sind, ist da eine Wohltat für sie. Sie erzählt:
"Ich finde es wunderbar, mit Freund*innen oder der Familie zusammen zu essen. Natürlich genieße ich die leckeren Speisen, es gehört aber noch mehr dazu. Das gemeinsame Essen ist ein soziales Ereignis.
Dabei denke ich an meine Kindheit: Meine große Familie hat immer um einen Tisch herum gesessen, gegessen, geredet, gesungen, musiziert. Alles spielte sich bei den Mahlzeiten ab. Das holt uns auf den Boden zurück. Es geht darum, gemeinsam das Brot zu brechen.“
Rosie Aldridge, 7 Wohltaten in: Reihe 5. Das Magazin der Staatstheater Stuttgart. Staatsoper Stuttgart, Stuttgarter Ballett, Schauspiel Stuttgart. Spielzeit 2024/2025
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44465Anderen Menschen eine Freude machen, das ist eine menschliche Fähigkeit, die wir alle in uns tragen. Herbert Grönemeyer ist davon zutiefst überzeugt und erzählt:
„Grundsätzlich finde ich Menschen etwas ganz Faszinierendes. Jeder Mensch ist wie ein Kunstwerk. Wir unterschätzen, was wir untereinander wirklich auch freisetzen können, in Gesprächen und Auseinandersetzungen. […] In uns tragen wir ´ne große Chance uns gegenseitig viel Freude zu bereiten.“
Herbert Grönemeyer, In: Film „Grönemeyer – alles bleibt anders“ Ein Film von Robert Bohren und Robert Kummer (2026, ARD)
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44464Unsicherheiten sind schwer auszuhalten. Und in Krisenzeiten wäre es schön, wenn uns jemand genau sagen könnte, wie wir aus ihnen herauskommen. Helga Kohler-Spiegel, Humanwissenschaftlerin und Psychotherapeutin, kennt diesen Wunsch und sagt:
„Vielleicht liegt die eigentliche Antwort auf die Unsicherheit der Gegenwart nicht im Wunsch nach schneller Eindeutigkeit, sondern im Mut, Spannungen zu ertragen; nicht im Rückzug, sondern in der Entscheidung, Mensch zu bleiben – und Menschlichkeit weiterzugeben. […]
Menschsein ist uns gegeben, Menschlichkeit aber will bewusst gelernt, gelebt und geübt werden. Gerade im Angesicht von Krisen.“
Helga Kohler-Spiegel, Was tun in den Krisen der Gegenwart? Ein Plädoyer gegen die Verlockungen einfacher Antworten. In: Feinschwarz. Theologisches Feuilleton, 2.10.25, https://www.feinschwarz.net/was-tun-in-krisen-der-gegenwart/
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44463Genussmomente – die Theologin und Journalistin Kirsten Westhuis wirbt dafür, offen und sensibel für diese besonderen Augenblicke durchs Leben zu gehen und sie sich auch zu bewahren. Sie erzählt:
„Meine Augen weiden sich am leuchtenden Gelb der weiten Rapsfelder. […] Bei einer Radtour in der Abendsonne spüre ich den lauen Fahrtwind im Gesicht. […] Die Umarmung eines lieben Menschen fühle ich auf meiner Haut und in meinem Herzen.
Genussmomente wie diese notiere ich in meinem sonnengelben Notizbuch. […]
Diese Liste nach einiger Zeit durchzusehen und die Momente nachzuschmecken, ist noch mal ein ganz eigener Genuss, der nicht nur Freude, sondern auch eine tiefe Dankbarkeit entfaltet. Es sind kleine, alltägliche Dinge, die zum genussvollen Leben gehören.“
Kirsten Westhuis, Genuss lässt die Seele strahlen, in: Andere Zeiten. Magazin zum Kirchenjahr 2/2025
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44462Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes. Aber was ist das, der Heilige Geist? Was bewirkt die Geistkraft Gottes? Für Pfarrer Quinton Ceaser ist sie eine Kraft, die uns hilft, auch in schwierigen Situationen den Mund aufzumachen. Er beschreibt das so:
„Im Neuen Testament heißt es, dass Gottes Geistkraft für uns mit einem Seufzen eintritt, das keine Worte braucht [Röm 8,26]. Diese Kraft […] ist ein Atemholen, ein Seufzer, ein erster Laut gegen Sprachlosigkeit. […]
Pfingsten ist die Einladung dieser Kraft zu vertrauen. Nicht naiv, sondern wach. [ … zu vertrauen], dass unsere brüchigen Stimmen sich verbinden […] zu einer Gemeinschaft in Bewegung, tastend, widersprüchlich und lebendig.“
Quinton Ceasar, Eine heilige Störung, in: Andere Zeiten. Magazin zum Kirchenjahr, 2/2026
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44461
