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14JUL2024
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Ein Blick in den Sternenhimmel: Weit. Unendlich. Geheimnisvoll. Und immer mit dem Gefühl: Ist da noch was?

Der Schriftsteller Per Olov Enquist schreibt darüber:

„Hoch über dem unwissenden verwirrten Menschen, der nicht ein noch aus wusste, lagen die Sterne wie Schicht um Schicht. (…) Wenn man sich mit aller Kraft anstrengte, konnte man zwischen die verschiedenen Schichten gelangen. Immer näher an den Sternenstaub. In das Unendliche. Und wenn man sehr langsam atmete, war es, als würde der Körper schwerelos. Und man stieg und stieg und plötzlich konnte man spüren, dass dort oben, unermesslich weit weg, das war, von dem man als Gott sprach, was man Gott nannte. (…) Es war ganz und gar möglich.“

 

Quelle: Per Olov Enquist: Gottes Sternenstaub in „Lewis Reise“, Hanser Verlag, München/Wien 2003, S.29/30.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=40235
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13JUL2024
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Vor 500 Jahren erschien das erste Evangelische Gesangbuch. Viele der Lieder sind aber deutlich jünger. Wie zum Beispiel eines, das bei einer bundesweiten Abstimmung zum absoluten Chart Breaker gewählt wurde. Der Text stammt aus dem Jahr 1944 und wurde verfasst von Dietrich Bonhoeffer. Und die letzte Strophe gebe ich Ihnen gerne mit in diesen Tag:

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

https://www.ekd.de/von-guten-machten-wunderbar-geborgen-11493.htm

https://www.kirche-im-swr.de/?m=40265
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12JUL2024
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Das Leben von Amaryllis Fox Kennedy hört sich an wie das Drehbuch eines Hollywood-Films. Zehn Jahre lang war sie unterwegs als Undercover-Agentin der CIA im Kampf gegen Terrorismus. Aber all dem hat sie mittlerweile den Rücken gekehrt. Sie sieht keinen Sinn mehr darin, Menschen nur als Feinde zu betrachten und sie zu jagen. Sie hat eine ganz andere Idee:

Wir müssen sie zurück in die Gesellschaft holen. Ich träume davon, dass wir andersdenkenden Menschen mit Neugier begegnen und versuchen, sie zu verstehen. Sonst schaffen wir nur noch mehr Ausgrenzung, Hass und Gewalt.

https://www.zeit.de/zeit-magazin/2019/53/amaryllis-fox-cia-agentin-traum

https://www.kirche-im-swr.de/?m=40264
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11JUL2024
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Liv Lisa Fries ist Schauspielerin. 2018 gewann sie den Grimme-Preis für ihre Rolle als Charlotte Ritter in der Serie „Babylon Berlin“. Sie träumt von einer Gesellschaft, in der es nicht nur um Leistung und Anerkennung geht, wo man nicht festgelegt oder merkwürdig beäugt wird. Aber sie weiß auch, wie schwer das ist:

In uns allen ist die Angst, nicht zu genügen, nicht geliebt zu werden. Das führt dazu, dass wir Bestätigung von außen suchen, statt in uns selbst, gerade auch in meinem Beruf.
Es ist wie bei einem löchrigen, tropfenden Tank, in den wir immer weiter Benzin nachschütten, statt das Loch zu flicken.
Ich wünsche mir für mich und andere, dass wir erkennen: Wir sind einzigartig, und es spielt keine Rolle, wie andere uns bewerten oder was sie von uns erwarten.

https://www.zeit.de/zeit-magazin/2020/06/liv-lisa-fries-schauspielerin-traum

https://www.kirche-im-swr.de/?m=40263
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10JUL2024
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Olivier Giroud ist Rekordschütze der französischen Nationalmannschaft. Ein ehemaliger Trainer attestiert ihm, dass er allen Stürmen widersteht, selbst einem Hurrikan der Stärke 5, weil er fest im Boden verwurzelt ist. Olivier Giroud ist aber auch fest im Glauben verwurzelt und baut auf die Kraft des Gebets:

Ich bete jeden einzelnen Moment der Reise, des Tages.
Ich muss nicht in einer Kirche sein, um zu beten.
Ich glaube, wenn du eine gute Beziehung zu Gott hast, dann kannst du sogar in einem Hotelzimmer beten, in deinem Auto, für dich, aber auch für die anderen.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=40262
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09JUL2024
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Daniel Batz hat Fußballgeschichte geschrieben. Nicht bei der EM, aber als Torwart des 1. FC Saarbrücken. Im Viertelfinale des DFB-Pokals hielt er 2020 fünf Elfmeter gegen den damaligen Erstligisten Fortuna Düsseldorf. Sportliche Erfolge sind für ihn aber nicht alles. Viel mehr wünscht er sich mehr Zusammenhalt und weniger Gegeneinander in unserer Gesellschaft:

Es gibt so viel Populismus gegen Andersdenkende und Andersgläubige, da wünsche ich mir, dass wir aus der Geschichte lernen würden.
Wir leben im 21. Jahrhundert, da sollte man doch andere Menschen so respektieren, wie sie sind.
Ich sehe mich nicht als Prominenten, deshalb glaube ich, dass es für mich schwierig ist, als Einzelner auf die öffentliche Stimmung einzuwirken. Ich versuche aber, wenigstens im Bekanntenkreis meine Werte zu vertreten.

https://www.zeit.de/zeit-magazin/2020/12/daniel-batz-torwart-traum

https://www.kirche-im-swr.de/?m=40261
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08JUL2024
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Florence Brokowski-Shekete ist Schulamtsdirektorin in Mannheim. Nebenbei schreibt sie Bücher, in denen sie von Alltagsrassismus und Ausgrenzung Schwarzer Menschen in Deutschland erzählt. Aber sie kennt auch Geschichten, die Hoffnung machen:

Am krassesten erging es Victor, dem Metzger in Speyer. Auf Facebook schrieb jemand: Ich gehe nicht zu diesem schwarzen Metzger.
Aber diese Geschichte hat ein Happy End – es gab, ebenfalls auf Facebook, so viele Solidaritätsbekundungen, dass der Rassist wohl sogar Hausverbot bei anderen Läden bekam.
Mir zeigt das Beispiel, dass man nicht auf die lauten Pöbler hören darf, die leisen Anständigen sind zahlreicher.

https://chrismon.de/artikel/53539/buch-von-autorin-florence-brokowski-shekete-ueber-alltagsrassismus

https://www.kirche-im-swr.de/?m=40260
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07JUL2024
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Tamriko Sholi ist eine ukrainische Schriftstellerin. Wegen des Krieges lebt sie derzeit in Frankfurt. Nach all der Gewalt, die sie gesehen hat, fällt es ihr schwer, an Gott zu glauben. In einer Kirche kommt ihr ein Gedanke, wird ihr etwas klar:

Jedes Mal, wenn wir Liebe, Mitgefühl, Zärtlichkeit, Fürsorge, Optimismus, Selbstvertrauen und Hoffnung erfahren, ist das Gott.
Jeden Tag beobachte ich Tod und Ungerechtigkeit in der Ukraine und anderen Ländern, aber ich erlebe weiterhin Liebe, Zärtlichkeit und Mitgefühl. Für mich persönlich genau das ist Gott.

https://chrismon.de/kolumnen/transitraum/55664/ist-es-moeglich-gott-zu-glauben-wenn-meinem-land-krieg-herrscht

https://www.kirche-im-swr.de/?m=40259
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06JUL2024
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Der Fernseharzt Dr. Johannes Wimmer hat das Schlimmste erlebt, was Eltern passieren kann: Seine Tochter Maximilia starb mit nur neun Monaten an einem unheilbaren Hirntumor. Damals stand ihm und seiner Frau eine Pfarrerin zur Seite, Susanne Zingel. Johannes Wimmer erinnert sich so daran:

„Der Glaube besteht für mich aus dem, was zwischen Menschen passiert und Susanne Zingel hat das so schön gesagt: Wenn zwei Menschen im Raum sind, sind das ja nicht nur X-Liter Wasser, bisschen Calcium und noch ein bisschen Collagen, sondern da passiert ja was und da sagt sie zum Beispiel ‚Das kann man als Heiligen Geist beschreiben‘. Da passiert irgendwie mehr. Das ist ja auch das, was uns abhebt von dem Rest der Natur. Das Bezaubernde an uns Menschen […] und ich würde auch sagen, das, was dem Göttlichen am nächsten kommt, ist das Miteinander.“

https://www.kirche-im-swr.de/?m=40209
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05JUL2024
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Die Theologin Nicole Stockschlaeder leitet die Lebensberatungsstelle in Mayen in der Eifel. Dorthin kommen Paare und Einzelpersonen, in deren Leben gerade eine Krise zu bewältigen ist. Ihr persönlich hilft in Krisen ihr Glaube an einen Gott, der mit ihr unterwegs ist. Sie sagt:

„Was mich gerade trägt, ist der Begriff des Co-Piloten, der an meiner Seite ist. Also ich kann vieles steuern und kann vieles tun und weiß aber trotzdem mich gehalten von dem, der da neben mir steht und der schützt und der vielleicht gegebenenfalls irgendwie – irgendwie - eingreift, wenn ich nicht mehr fähig bin zu steuern und das ist eigentlich gerade aktuell mein Bild, was mich trägt.“

Quelle: https://www.kirche-im-swr.de/beitraege/?id=39966, Ausdruck vom 18.06.2024 um 19:49 Uhr.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=40208
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