« Zeige Beiträge 11 bis 20 von 7190 »
Die Autorin Clara Lösel beschreibt in ihrem Buch “Wehe, du gibst auf” eine spannende Idee:
“ wenn ich bundeskanzlerin wäre. dann würde ich bestimmen, dass immer donnerstags von 10 bis 12 zwei leute, die sich nicht kennen, die ganz unterschiedlich sind [...] einen kaffee zusammen trinken müssen. sie sitzen dann in einem raum, in dem es keine ablenkung gibt, vor allem keine handys, und stehen vor der wahl, sich zwei stunden zu tode zu langweilen oder miteinander zu sprechen. weil: ich glaube, die größte gefahr in dieser gesellschaft ist, dass wir immer nur mit leuten sprechen, die wir mögen und die sind wie wir. [...] hauptsächlich glaube ich nämlich, es ist sehr schwer sich zu hassen, wenn man sich kennt.”
Quelle: Wehe du gibst auf. 101x Clartext, der dein Denken verändert. NOW - Ein Imprint des Next Level-Verlags, Gräfelfing, 18. Auflage 2026, S.54/55.
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44857“Ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben” (Mt 25,35)- das sagt Jesus in der Bibel. Der schwedische Exekutivdirektor des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen, Carl Skau, reiste kürzlich selbst in den Sudan und schildert in einem Interview:
"Im Sudan spielt sich die größte humanitäre Krise unserer Zeit ab. [...] Wir versuchen alles, um die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit darauf zu lenken, damit es verhindert wird. Schon jetzt versorgen wir rund 100.000 Menschen, die aus El Obeid geflüchtet sind, und wir bereiten uns im Notfall auf weitere 250.000 vor. Aber die Mittel im Sudan sind extrem knapp, weil die Aufmerksamkeit nicht da ist. [...] Wir sind gezwungen, selbst dort die Rationen zu verkleinern, wo Hungersnot herrscht. Das ist unfassbar."
Quelle:https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-07/carl-skau-welternaehrungsprogramm-vereinten-nationen-hunger-iran/komplettansicht, Ausdruck vom 14.07.2026 um 11:30 Uhr.
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44856Der Moderator der Wissens-Sendung “Galileo” - Stefan Gödde - , ist gläubiger Katholik und sagte in einem Interview, was ihm Hoffnung und Mut im Leben gibt:
„‚Du kannst nicht tiefer fallen als in Gottes Hand.‘ Diesen Gedanken finde ich extrem stark. Denn er verspricht, dass wir niemals alleine sind. Selbst wenn alles aussichtslos und dunkel erscheint: Wir fallen niemals in ein Nichts. ‚Ich bin bei Euch alle Tage‘, sagt Jesus. Für mich ist das der größte Ansporn, mutig und hoffnungsvoll in die Zukunft zu gehen.“
Quelle:https://www.bonifatiuswerk.de/de/presse/pressemitteilungen/080726/, Ausdruck vom 13.07.2026 um 11:57 Uhr.
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44855Pfarrer Jörg Meyrer lebt als Seelsorger in Bad Neuenahr-Ahrweiler und hat die schreckliche Flutkatastrophe am 14. Juli vor fünf Jahren und die Zeit danach vor Ort selbst erlebt. In seinem Buch “Aushalten” beschreibt er, wie das auch seinen Glauben verändert hat. Meyrer schreibt:
“Bis dahin gab es vertraute [...] Gebetszeiten. Bis dahin gab es die in Predigten immer wieder neu formulierte Einladung, zu Gott zu gehen, der uns nahe sein will und nahekommt. In der Katastrophe war das weg. Gott als nah erfahren, das ging nicht mehr so wie zuvor. Dieses Verlieren galt es auszuhalten. Bis etwas Neues wurde. Und Gott kam - in Menschen. In den Helferinnen und Helfern, die uns zur Seite standen, mit immer neuer Energie, mit immer neuen Ideen, mit immer neuer Kraft.”
Quelle: Jörg Meyrer: Aushalten. Was uns trägt, wenn nichts mehr trägt. Bonifatius Verlag , Paderborn, 1.Auflage 2026, S.164-165.
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44854Die ehemalige First Lady der USA, Michelle Obama, hielt eine emotionale Rede bei der Eröffnung des “Obama Presidential Centers” in Chicago. Sie sagte:
„Ein bleibendes Vermächtnis liegt nicht in einem Krieg, nicht in einem Namen auf einem Gebäude und auch nicht in der Anzahl der Nullen auf einem Bankkonto. Es geht darum, welchen Unterschied wir im Leben anderer Menschen bewirken“.
Quelle:
https://www.diepresse.com/31509602/michelle-obama-ruehrt-ex-praesidenten-obama-mit-emotionaler-rede-zu , Ausdruck vom 13.07.2026 um 10:57 Uhr.
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44853Sicherheit und Frieden – das passt gut zusammen, denkt man. Frieden muss man festhalten und absichern. Der Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer hat das anders gesehen. Er meinte: Frieden lasse sich nicht durch Verträge oder Geld absichern. Er sagte:
„Nein, durch dies alles aus dem einen Grunde nicht, weil hier überall Friede und Sicherheit verwechselt wird. Es gibt keinen Weg zum Frieden auf dem Weg der Sicherheit. Denn Friede muss gewagt werden, ist das eine große Wagnis, und lässt sich nie und nimmer sichern. Friede ist das Gegenteil von Sicherung. Sicherheiten fordern heißt Misstrauen haben, und dieses Misstrauen gebiert wiederum Krieg (…).“
Dietrich Bonhoeffer, Vortrag auf der Konferenz des Weltbundes für Freundschaftsarbeit der Kirchen 1934, in: Dietrich Bonhoeffer, London, 1933-1935
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44827Fast jeder braucht Menschen, bei denen er sich geborgen fühlt. Manche haben so einen Menschen gefunden, andere sind noch auf der Suche. Worauf es dabei ankommt, darüber sagt der Pädagoge Dr. Udo Baer:
„Wir müssen unsere Stimmungen und Gefühle ernstnehmen, vielleicht sogar die Beziehungen zu anderen in unserem Leben hinterfragen. ‚Was interessiert mich? Tut mir das gut? Fühle ich mich beschützt?‘ Denn besonders Menschen mit einem wackeligen Geborgenheits-Fundament sind in ihrer Suche so zwanghaft und verzweifelt, dass sie sich häufig an die Falschen hängen und ausgenutzt werden. Ich spreche darum gerne von der Suche nach einer Herzfamilie. Also nach Menschen, die eben für die gleichen Dinge stehen wie Geborgenheit: Vertrauen, Wärme, Sicherheit. Wir brauchen Liebe und Zuneigung, wir brauchen Freunde. Und das fällt uns oft nicht einfach so in den Schoß, sondern wir müssen auch etwas dafür tun.“
Dr. Udo Baer, in: „Geborgenheit – warum die Seele ein Zuhause braucht“, einfach.sein,
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44826Die Schriftstellerin Astrid Lindgren hat sich für Kinder und ihre Rechte eingesetzt – und wusste genau, was für eine wichtige Rolle die Liebe dabei spielt:
„Ob ein Kind zu einem warmherzigen, offenen und vertrauensvollen Menschen mit Sinn für das Gemeinwohl heranwächst oder aber zu einem gefühlskalten, destruktiven, egoistischen Menschen, das entscheiden die, denen das Kind in dieser Welt anvertraut ist, je nachdem, ob sie ihm zeigen, was Liebe ist, oder aber dies nicht tun.“
Astrid Lindgren, in: „Niemals Gewalt“, Rede anlässlich der Auszeichnung mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1978
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44825Egal, ob ans Meer oder in die Berge oder an den heimischen Badesee – jetzt ist Urlaubszeit. Zeit zum Ausruhen und Verweilen. Der Neurologe Matthias Krohn erklärt, warum wir solche Auszeiten und zum Beispiel die Weite des Meeres brauchen:
„Ruhe fördert die Selbstreflexion und regt unsere Vorstellungskraft an, Ruhe lehrt unserem Gehirn quasi das Leben. Das heißt umgekehrt: Wer nie zur Ruhe kommt, wird den Weg zu sich selbst niemals finden und auf die Anforderungen der Außenwelt nicht vorbereitet sein. Er wird nicht wissen, wie er unvorhergesehene Probleme lösen, Risiken erkennen und kreative Ideen entwickeln soll. Wenn wir uns immer mal wieder aus dem Fluss der Zeit herausstehlen, können wir unseren Horizont erweitern.
Denn Gedanken und neue Einsichten brauchen Weile. Und dieses Verweilen erleben wir in der Weite.“
Matthias Krohn, „Warum mein Gehirn die Weite liebt“, in einfach.sein
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44824Die Verhaltensforscherin Jane Goodall hat von ihrer Mutter gelernt, dass beides wichtig ist: Zuhören und seine eigene Meinung zu vertreten. Sie erinnerte sich:
„Meine Mutter hat immer gesagt: Wenn jemand anderer Meinung ist als du, ist es wichtig, dass du ihm erst einmal zuhörst. Aber wenn du dann immer noch findest, dass du recht hast, musst du auch den Mut haben, zu deiner Meinung zu stehen.“
Jane Goodall auf dem Instagram-Kanal von Deutschlandfunkkultur, Beitrag vom 02.05.2025
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44823
