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Zwei Frauen laufen um die Wette: Sopran und Alt. Sie eilen mit schwachen, doch emsigen Schritten zu Jesus, ihrem Meister, um bei ihm Hilfe zu finden.
Wir eilen mit schwachen, doch emsigen Schritten, o Jesu, o Meister, zu helfen zu dir.
Die beiden legen ein ordentliches Tempo vor. Mal liegt die eine ein paar Schritte vorn, mal die andere, aber insgesamt achten sie darauf, dass keine die andere ganz abhängt. Denn sie haben ein gemeinsames Ziel: Jesus. Von ihm erwarten sie viel. Von ihm singen sie: Du suchest die Kranken und Irren getreulich. So jedenfalls habe ich den Text früher gehört. Und mir gefällt dieser Verhörer mit den Irren immer noch besser als das Original. Aber natürlich heißt es eigentlich: Du suchest die Kranken und Irrenden treulich.
Du suchest die Kranken und Irrenden treulich.
Unweigerlich möchte ich mich einreihen in diesen scheinbar mühelosen Dauerlauf; will teilhaben an dieser unerschütterlichen Gewissheit, woher mir Hilfe kommt. Unterstützt von den aufgeregten Zupfbewegungen eines Violoncellos eilen und eilen sie dahin. Wie ein Treiber pulst im Untergrund der Basso Continuo und lässt sie keuchen, nein, seufzen: Ach, höre, wie wir die Stimmen erheben, um Hilfe zu bitten.
Ach höre, wie wir die Stimmen erheben, um Hülfe zu bitten!
Man glaubt es kaum, aber sie können immer noch. Und anstatt kurzatmig oder langsamer werden sie immer noch virtuoser und übertreffen sich gegenseitig mit ihren Koloraturen, wenn sie Jesus bitten: Es sei uns dein gnädiges Antlitz erfreulich!
Es sei uns dein gnädiges Antlitz erfreulich!
Ob die beiden jemals angekommen sind? Verschwitzt und außer Atem? Das Duett aus Bachs Kantate „Jesu, der du meine Seele“ komponiert die Ankunft nicht mit, lässt aber keinen Zweifel: Jesus steht mit offenen Armen auf der Zielgeraden und nimmt die Erschöpften in Empfang. Als Librettistin hätte ich ihm Worte aus dem Matthäusevangelium in den Mund gelegt: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will Euch erquicken!“
Zu dir, o Jesu, o Meister, wir eilen mit schwachen, doch emsigen Schritten, zu helfen zu dir!
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Musikangaben:
Text: unbekannter Librettist nach einem Choral von Johann Rist
Musik: Johann Sebastian Bach, Duett aus der Kantate „Jesu, der du meine Seele“ BWV 78 (1724)
Aufnahme: M0465136(AMS) Catherine Bott und Daniel Taylor (American Bach Soloists unter der Leitung von Thomas Jeffreys)
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44237Es sind gerade Tage voller Gegensätze, die in den Kirchen gefeiert werden. Eben noch war Karfreitag, an dem sich Christen an den erschütternden Tod Jesu erinnern. Und heute morgen erklingt schon der freudige Jubelruf: Christ ist erstanden! Halleluja!
Im Glaubensbekenntnis steht beides unmittelbar nebeneinander, was etwa Johann Sebastian Bach in seiner h-moll-Messe eindrücklich vertont hat. „Cruzifixus, passus et sepultus est“ – er wurde gekreuzigt, hat gelitten und ist begraben worden. Hier erstirbt die Musik regelrecht und endet in einem monochromen, fast tonlosen Klang. Ein letzter Atemhauch.
Musik aus der H-Moll-Messe – „passus et sepultus est – et resurrexit“
Und dann kommt, wie aus dem Nichts ein Auftakt voller Dynamik und Vitalität: „et resurrexit tertia die“. Der Chor und das gesamte Orchester samt Pauken und Trompeten entfalten ein regelrechtes Feuerwerk für das unglaubliche Wunder, dass Jesus am 3. Tag auferstanden ist.
Wenn ich solche Musik höre oder gar selbst mitsinge, dann erfasst mich die Osterbotschaft geradezu körperlich. Aber manchmal geht es mir auch zu schnell und ich kann diesen Umschwung noch gar nicht nachvollziehen. Der Karfreitag lässt sich nicht so leicht abschütteln. Er erinnert ja nicht nur an das, was Jesus widerfahren ist, sondern er ist auch ein Resonanzraum für all das Leid und all die Verzweiflung in unserer Zeit. Die Kriege und die Katastrophen hören ja nicht auf. Und auch nicht die persönlichen Dunkelheiten.
Wie ist der Übergang zwischen Tod und Auferstehung?
Nach den Evangelien ist Jesus am 3. Tag auferstanden, also am 1. Tag der neuen Woche. Das erinnert an den ersten Schöpfungstag, an dem Gott aus dem Chaos des Uranfangs das Licht geschaffen hat. Dieses Licht des Anfangs leuchtet am Ostermorgen neu auf. Gott erweckt Jesus aus dem Tod. Nicht als Fortsetzung dessen, was war. Gott schenkt ihm neues, ewiges Leben. Mit dem 3.Tag bricht also eine neue Zeit an. Die Zeit Gottes, in der der Tod und alle Not überwunden sind. Jesus ist auferstanden und er wird auch uns, ja die ganze Schöpfung in sein neues, ewiges Leben hineinziehen. Das ist die großartige Botschaft von Ostern.
Doch dieser Übergang dauert. Dafür steht der Tag dazwischen. Der Karsamstag, an dem Gott wie abwesend scheint. Noch triumphieren die Mächte des Todes: Gewalt, Ungerechtigkeit, Leid und Verzweiflung. Der Karsamstag ist nicht in Tagen und Jahren zu messen. Manchmal dauert es lange, bis der Morgen des 3.Tages anbricht und wir Ostern auch in unserem Leben erfahren. Dass aus Verzweiflung neue Hoffnung keimen kann. Dass endlich Frieden wird. Umso wichtiger ist es mir, an Ostern in die Kraft und Dynamik dieser frohen Botschaft einzutauchen, in diesen göttlichen Auftakt voller Leben.
Musik aus der H-Moll-Messe – „et resurrexit“
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44202
Musik
Maria sieht ihren Sohn Jesus zum Kreuz gehen und kann ihm nicht helfen. Von ihrem Schmerz haben sich viele Künstler inspirieren lassen. So auch die Hamburger Komponistin Ilse Fromm-Michaels Anfang der 1930er-Jahre in ihrer „Marien-Passion“.
Doch als ihr Werk fertig ist, kann es gerade einmal im Radio gesendet werden, dann verschwindet es in der Schublade. Und Ilse Fromm-Michaels verstummt. Ihr Mann, ein Richter, wird 1933 wegen seiner jüdischen Abstammung zwangspensioniert. Mühsam hält sie die Familie mit privatem Musikunterricht über Wasser. Öffentlich auftreten darf die bisher gefeierte Pianistin nicht mehr.
Musik
„O liebster Jesus, nun musst du scheiden, die Welt nun meiden …“
Durch Jesu Leidensgeschichte klingt auch das Leid der Komponistin. Ihre engste Freundin, ebenfalls jüdischer Herkunft, nimmt sich das Leben. Ilse Fromm-Michaels‘ Mann überlebt, stirbt jedoch wenige Monate nach Kriegsende. Die 12 Jahre, in denen er jeden Tag um sein Leben fürchten musste, haben ihn zermürbt. Sie überlebt ihn um 40 Jahre.
Die „Marien-Passion“ wird erst 1965 uraufgeführt, danach kaum noch. In der Aufführung, aus der wir gerade hören, spielte der Sohn der Komponistin mit.
Wenn ich heute am Palmsonntag an diese Lebensschicksale denke, dann sehe ich sie zusammen mit dem Weg Jesu zum Kreuz. Ilse Fromm-Michaels geht diesen Weg mit, sie nimmt die Sicht Marias ein. Maria bleibt nicht allein. Die Gläubigen singen mit ihr: „In Demut sei mein Leben nun ihm vertrauend hingegeben …“
Musik
Vertrauen ist schwer in Zeiten von Verfolgung und Anfeindung. Die Evangelien erzählen, dass Jesus sogar noch am Kreuz am Vertrauen auf den Gott Israels festgehalten hat. Er starb mit Worten eines Psalms: „In deine Hände befehle ich meinen Geist.“
„Ich bin voll Zagen, kann nur noch weinend klagen.“ So klagt der Chor mit Maria. Die Klage auszusprechen, heißt einen Schritt weiter zu gehen. Ich bleibe nicht in der Verzweiflung stehen. Ich vertraue mich Gott an.So haben Jesus und Maria es getan – wie unzählige Juden seit alters her. Auch ich als Christ darf das tun.
Eine gesegnete Karwoche wünscht Ihnen Christian Hartung aus Kirchberg im Hunsrück von der evangelischen Kirche!
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Musikangaben:
Titel / Lied: „O liebster Jesus, nun musst du scheiden“ (Marienpassion, Ilse Fromm-Michaels)
Komponist: T/M: Ilse Fromm-Michaels (1888-1986)
Musik: [RBB]; F033634; 01-001 – 01-008; Marien-Passion. für Kammerchor und kleines Orchester, op. 18; Fromm-Michaels, Ilse; Michaels, Jost; Bach-Chor der Kaiser-Wilhelm Gedächtniskirche Berlin; Bach-Collegium Berlin; Hochreither, Karl
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44095Musik: Aus der Tiefe
In die eigenen Tiefen hinabsteigen – das ist herausfordernd, mir kann dort einiges begegnen. Psalm 130 nimmt uns dahin mit, Heinrich Schütz hat ihn eindrucksvoll vertont.
Seine Kompositionen gleichen musikalischen Predigten, die viel tiefer unter die Haut gehen können als manches gesprochene Wort. Dem Komponisten sind die biblischen Texte so wichtig, dass er sogar einem Schüler empfiehlt, Hebräisch zu lernen, weil, wie er sagt, „das nützlich sein könnte bei der Vertonung eines Textes aus dem Alten Testament.“
Der Sänger in Psalm 130 ruft aus der Tiefe. Das hebräische Wort dafür meint an anderen Stellen der Bibel „Meerestiefen“. In der Psychologie steht das Meer oft für das Unbewusste, für das, was mich in der Tiefe meiner Seele bewegt und antreibt – manchmal zu Dingen, die ich eigentlich gar nicht will. Diese unbewussten Meerestiefen drückt Heinrich Schütz mit starker musikalischer Kraft aus – der Akkord, den er auf „Tiefe“ verwendet, wirkt schillernd, nicht greifbar – wie eben so manche Tiefe einer Seele.
Musik: Aus der Tiefe ruf ich, Herr, zu dir
Der Psalmbeter verliert sich nicht in seiner Tiefe. Er tritt in einen Dialog mit Gott und bestürmt ihn regelrecht. Er möchte gehört werden in dem, was ihn bedrängt: „Herr, höre meine Stimme!“
Musik: Herr, höre meine Stimme!
Schließlich bekommt der Abgrund, der die Seele des Sängers bedrängt, einen Namen: Sünde. Nun könnte jemand denken: Ach, die katholische Kirche wieder mit ihren Sünden und Moralpredigten! Doch das hebräische Wort awonoth zeigt nicht moralisierend auf das, was ich falsch mache. Es stammt von einem Wort ab, das soviel wie „krumm sein“ bedeutet. Es bezeichnet alles, was in einer einzelnen Seele, aber auch in dieser Welt so schrecklich krumm und verwirrt und verwickelt ist. Das, was Menschen falsch machen, und das, was dadurch an Schuldverstrickungen entsteht. All die hochkochenden Kriege und Konflikte dieser Zeit. Ich fühle mich dem oft so hilflos ausgeliefert, kann nichts daran ändern, obwohl ich mich so sehr nach Frieden sehne.
Musik: Lass deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens!
„Lass deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens“, ruft der Sänger des Psalms, denn auch er sehnt sich nach Frieden. Und doch scheint er irgendwie zu spüren, dass auch die Verstrickungen seiner eigenen Seele in die Welt ausstrahlen.
Heinrich Schütz malt das Wort „Sünden“ mit Hilfe von sich reibenden Harmonien stark aus. Und daneben erklingt die Gewissheit: Gott wird sein Volk erlösen aus allen seinen Sünden, die ihm über den Kopf wachsen:
Musik:Denn beim Herren ist die Gnade, und viel Erlösung bei ihm. Und er wird Israel erlösen aus allen seinen Sünden.
Der Sänger des Psalms weiß: Er kann die Verstrickungen dieser Welt nicht einfach auflösen. Aber er weicht dem, was dunkel ist, nicht aus, auch nicht bei sich selbst. Und er wartet darin vertrauensvoll auf Gott und seine Hilfe, auch wenn er noch kein Licht sieht.
Mit ihm kann auch ich mich in die eigenen Tiefen wagen und immer mehr von Gott wandeln lassen, was darin dunkel ist. Frieden fängt in mir an und in meinen Tiefen.
Musik: Aus der Tiefe ruf ich, Herr, zu dir!
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44068Impro Kay Johannsen
Ach! Das ist eigentlich gar kein richtiges Wort. Das ist mehr ein Ächzen, ein Seufzen. Ein Zeichen: Es ist schwer gerade. Zu viel. Zu verfahren. Es tut weh.
Ach – mit diesem Seufzer beginnt unser Lied zum Sonntag heute. Christian Gregor, ein Geistlicher der Herrnhuter Brüdergemeine, hat es 1767 geschrieben. Sein Seufzer geht aber nicht ins Leere. Er hat ein Gegenüber: Ach, mein Herr Jesu!
Orgelfassung Schneider
Ach, mein Herr Jesu, wenn ich dich nicht hätte,
und wenn dein Blut nicht für die Sünder red’te,
wo wollt ich Ärmster unter den Elenden
mich sonst hinwenden?
Ich wüsste nicht, wo ich vor Jammer bliebe;
denn wo ist solch ein Herz wie deins,voll Liebe?
Du, du bist meine Zuversicht alleine,
sonst weiß ich keine.
Ach, mein Herr Jesu… Mich berührt das Lied jedes Mal, wenn ich es singe. Weil ich diesen Seufzer so gut nachvollziehen kann. Ja, ich kenne solche Momente: Momente, in denen ich merke, dass ich gerade in eine Sackgasse geraten bin. Dass ich etwas getan habe, was ich nur schwer wieder gut machen kann. Oder etwas gesagt habe, das andere sehr verletzt hat. Ich weiß: Es ist meine Schuld. Aber ich weiß nicht, wie ich da wieder herauskomme. Und wo ich mit all dem hinsoll in meinem Jammer.
Christian Gregor, der Liederdichter, kommt mit seinem Elend zu Jesus. Er weiß: Jesus kann er das alles anvertrauen. Auch die dunkelsten Kapitel seines Lebens. Weil Jesus niemanden wegschickt. Sondern da ist und zuhört – mit seinem Herz voll Liebe. Weil er am Kreuz gestorben ist für alle, denen ihre eigene Schuld über den Kopf wächst.
Ich bin dankbar für die Worte des alten Liedes. Weil mein Vertrauen oft nicht so weit reich. Aber das Lied kann ich mitsingen und mir sein Vertrauen eigen machen. Gerade jetzt in der Passionszeit. Ich kann mich vergewissern: Was immer passiert ist in meinem Leben, ich bist nicht allein damit. Ich habe einen, der zuhört: Ach, mein Herr Jesu!
Impro Kay Johannsen
Wenn ich das Lied auf die Melodie des alten Passionschorals singe, dann nimmt die Musik den anfänglichen Seufzer auf und verlängert ihn. Und der Text gibt ihm eine Sprache über das wortlos Seufzende hinaus. Das geht mir nahe. Besonders mag ich die dritte Strophe:
Hättst du dich nicht zuerst an mich gehangen,
ich wär von selbst dich wohl nicht suchen gangen;
du suchtest mich und nahmst mich voll Erbarmen
in deine Arme.
Ich empfinde das auch so: Glauben, Gottvertrauen – das ist nichts, was von mir selbst ausgeht. Das Gefühl, dass Gott mich in seine Arme nimmt, das ist ein Geschenk. Es ist manchmal da, wenn ich an es am wenigsten erwarte. Und vielleicht auch am wenigsten verdiene. Ich suche Gott oft nicht. Aber er sucht mich.
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44026Es gibt da einen starken Satz, der hat schon viele Leute getröstet und berührt. Er heißt „Du kannst nicht tiefer fallen als bis in Gottes Hand.“ Anke schreibt zum Beispiel auf social media: „Ich war jahrelang bei allem was die Kirche anging "anti". Als ich dann das erste Mal diese Textzeile gelesen hab´, war es fast so etwas wie eine Offenbarung. Sie drückt so gut meinen Glaubens aus, gibt mir Sicherheit und Geborgenheit.“
Musik 1
„Du kannst nicht tiefer fallen als nur in Gottes Hand“ - diese kraftvolle Textzeile stammt aus einem Lied aus dem evangelischen Gesangbuch. Die Melodie wurde schon im Jahr 1609 von Melchior Vulpius komponiert. Der Text kam erst 1941 dazu. Arno Pötzsch hat ihn geschrieben.
Musik 2
- Du kannst nicht tiefer fallen als nur in Gottes Hand,
die er zum Heil uns allen barmherzig ausgespannt.
Das Lied mag noch so tröstlich sein, aber einmal ist es mir fast im Halse stecken geblieben: Ein guter Bekannter von mir ist beim Bergsteigen abgestürzt und gestorben. Ich selbst war nicht bei der Tour dabei, aber seine Frau und Freunde von mir sind direkt hinter ihm gelaufen und haben alles mit ansehen müssen. Und dann wurde bei der Beerdigung tatsächlich dieses Lied angestimmt. Ich bin zusammengezuckt, weil ich mir gedacht habe: Ja, wo waren denn in diesem Augenblick Gottes Hände? Wo war die Hand, die zupackt, das Seil, das ihn hält, die Wurzel, an die er sich klammern kann? Es war eben nichts von all dem da. Er ist einfach abgestürzt, obwohl er sehr erfahren und sicher ausgerüstet war.
Musik 1
Aber der Frau des Bergsteigers ging es bei der Beerdigung völlig anders als mir. Sie hatte sich mit der Textzeile schon auseinandergesetzt und war ein Schritt weiter als ich. Gottes Hand fängt meistens nicht den stürzenden Bergsteiger, sie schickt meistens nicht den Wunderheiler, sie bremst meistens nicht das zu schnelle Auto. Gottes Hand kommt danach ins Spiel: wenn wir gefallen, austherapiert oder verunfallt sind. Dann empfängt sie uns warm und behütend – vielleicht so wie ein doppelter Boden oder ein Netz unterm Trapez.
Und diese angenehme Vorstellung wirkt sich natürlich auf mein Leben aus. Sie gibt Halt und Sicherheit, ohne dass ich gleich übermütig oder leichtsinnig werden würde.
Diese Deutung nimmt dem Lied seine Schwere. Es fühlt sich leichter an. Und das hört man speziell dieser Version an, die die Jazzsängerin Carola Laux eingesungen hat. Wir hören die dritte Strophe, in der es heißt: „Wir sind von Gott umgeben auch hier in Raum und Zeit und werden in ihm leben und sein in Ewigkeit.“
Musik 3
Wir sind von Gott umgeben auch hier in Raum und Zeit
und werden in ihm leben und sein in Ewigkeit.
Ich verbinde mit diesem Lied nicht nur den Bergunfall meines Bekannten, sondern auch ein Foto aus unserem Familienurlaub in Irland vor ein paar Jahren. Da turnen meine beiden Jungs waghalsig auf einer Skulptur zweier überdimensionaler Hände herum. Ich weiß noch genau: Ich war ständig drauf und dran, die beiden Jungs da runterzuholen, weil es mir zu gefährlich erschien. Aber irgendwann hat die Erkenntnis gewonnen: Du kannst sie nicht vor allem schützen. Und ich bin einfach neben den Händen stehen geblieben, um immer in Reichweite zu sein, falls etwas passieren sollte.
Vielleicht kann ich mir auch so Gott in meinem Leben vorstellen: wie eine Mutter oder ein Vater, die ihre Kinder nicht vor allem behüten, aber trotzdem da sind, wenn´s ernst wird.
Musik 3
Du kannst nicht tiefer fallen als nur in Gottes Hand,
die er zum Heil uns allen barmherzig ausgespannt.
Quellen:
- Gloria Brass (Dieter Wendel, Ralf Tochtermann):
Du kannst nicht tiefer fallen
CD „Bläserheft 2022 – Alte und neue Bläsermusik“
ARD Archiv-Nr: MR043750W09 (Aufnahme des BR)
T: Arno Pötzsch
M: Melchior Vulpius / Stefan Mey
- Günter Leykam
Du kannst nicht tiefer fallen
CD „Brücke zur Ewigkeit“
ARD Archiv-Nr: C1076610014 (Aufnahme des BR)
T: Arno Pötzsch
M: Melchior Vulpius
- Laux Carola
Du kannst nicht tiefer fallen
CD „Feiern und Loben 4 – Zuflucht & Stärke“
ARD Archiv-Nr: C091340
T: Arno Pötzsch
M: Gerhard Schnitter
https://www.kirche-im-swr.de/?m=43988Einfach mal alles ablegen können. Meine ganzen Sorgen loswerden. Das Gedankenkarussell im Kopf abstellen. Nichts Schweres mehr auf meinen Schultern und auf meiner Seele spüren - das wünsche ich mir. „Wirf alle deine Sorgen auf Gott“ schlägt mir der Verfasser des ersten Petrusbriefes vor. Aber wie geht das?
Sefora Nelson, eine 1979 in Freudenstadt geborene Sängerin und Songschreiberin, singt davon. In ihrem Lied spricht Gott selbst mich an: „Lege deine Sorgen nieder, komm, leg sie nieder in meine Hand …“
Lege deine Sorgen nieder, leg sie ab in meine Hand.
Du brauchst nichts zu erklären, denn ich hab dich längst erkannt.
Lege sie nieder, in meine Hand.
Komm, leg sie nieder, lass sie los in meiner Hand.
Lege sie nieder, lass einfach los.
Lass alles falln, nichts ist für deinen Gott zu groß.
Wenn ich das höre, kann ich es glauben. Ich muss nichts erklären. Ich kann einfach ablegen. Denn Gott hat mich erkannt. Und mit dem Lied wächst die Gewissheit, dass das wirklich funktioniert. Der fröhliche Wechsel, von dem Martin Luther so gerne gesprochen hat, ist erfahrbar: Ich gebe das Schwere meinem Gott, und er schenkt mir Leichtigkeit.
Ich denke dann immer an eine Jugendfreizeit auf Norderney im Sommer 2022. An diesen Abend am Strand, als die Sonne langsam unterging. Wir haben eine Andacht gefeiert, und die Jugendlichen konnten sich einzeln segnen lassen. Davon erzählen, wofür sie genau jetzt einen Segen bräuchten. Viele Tränen sind geflossen. Das ging unter die Haut. Und dann hat sich eine Teamerin ihre Gitarre genommen und dieses Lied angestimmt:
Lege deine Zweifel nieder, dafür bin ich viel zu groß.
Hoffnung gebe ich dir wieder, lass die Zweifel einfach los.
Lege sie nieder, in meine Hand.
Komm, leg sie nieder, lass sie los in meiner Hand.
Lege sie nieder, lass einfach los.
Lass alles falln, nichts ist für deinen Gott zu groß.
Bei mir wurde das Loslassen, das Niederlegen zu meinem Nordsee-Moment. Bis heute beschert er mir Gänsehaut. Das Loslassen war so spürbar wie das Nordseesalz auf der Haut. Meine Seele wurde leicht. Und ein bisschen hält diese Leichtigkeit bis heute an. Zumindest, wenn ich das Lied höre oder singe.
Glaube wird durch Erfahrung lebendig. Das habe ich in diesem Nordsee-Moment begriffen. Was einmal unter die Haut ging, das bleibt. Und wer weiß, vielleicht macht Ihnen die nächste Strophe heute auch den Horizont weit und lässt die Last leichter werden.
Komm lege sie nieder, in meine Hand,
all deine Sorgen, all deine Ängste,
komm lege sie ab.
Lege sie nieder, in meine Hand.
Lass alles falln, nichts ist für deinen Gott zu groß.
Einen federleichten Sonntag wünscht Ihnen Ihr Martin Groß aus Kandel in der Südpfalz von der evangelischen Kirche.
Musikangaben:
Text und Musik: Sefora Nelson (2009)

Es gibt Lieder im Gesangbuch, mit denen ich religiös groß geworden bin. Unter ihnen nimmt das Lied, das ich Ihnen heute vorstelle, eine besondere Stellung ein: Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr.
Wie kaum ein zweites charakterisiert dieses Lied eine Haltung, die mir im Laufe der Jahre immer wichtiger geworden ist: vorsichtig zu sein, wenn ich von Gott spreche. Nicht im vollmundigen Ton der Gewissheit. Besser zu fragen, als etwas zu behaupten. Gott nicht für mich und meine Interessen zu vereinnahmen. Alles in allem nie zu vergessen: Meine Unkenntnis über Gott ist größer als all das, was ich über ihn zu wissen meine.
Als Seelsorger habe ich oft genug erlebt, wie ich mit leeren Händen dastand. Vor Jahren musste ich ein 14-jähriges Mädchen beerdigen. Sie hatte einen bösen Tumor an der Leber und alle medizinische Kunst hatte in kurzer Zeit versagt. Ihre Eltern waren tapfer, aber todtraurig. Sie selbst hat bei meinen Besuchen vor dem Tod kein Wort mit mir gesprochen. Auch ich habe nichts gesagt. Denn: Was hätte ich da sagen können? Dass Gott alles gut machen wird? Das ist meine stumme Hoffnung geblieben. Ich saß lange am Bett des Kindes und habe geschwiegen. Ich habe mit dem Mädchen und seinen Eltern ausgehalten, so gut mir das eben möglich war. Ich habe stumm gebetet und gefleht. Weil mir Gottes Wege dabei fremd geblieben sind. Weil ich nicht verstanden habe, was ER damit bezweckt. Weil hier wie in so vielen anderen Fällen der Tod eine große Macht entfaltet hat. Auch bei der Ansprache zum Begräbnis habe ich Fragen gestellt. Wie es das Lied heute in seiner ersten Strophe tut.
Musik:
Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr;
fremd wie dein Name sind mir deine Wege.
Seit Menschen leben, rufen sie nach Gott;
mein Los ist Tod, hast du nicht andern Segen?
Bist du der Gott. der Zukunft mir verheißt?
Ich möchte glauben, komm mir doch entgegen.
Auch in der zweiten Liedstrophe stehen die Fragen an Gott im Zentrum. Ja, sie werden nochmals verstärkt. Und zwar mit Blick auf die großen Verheißungen der Bibel: dass Gott sein erwählten Volk aus der Sklaverei in ein gelobtes Land führt[1]; dass er den Namen jedes einzelnen Menschen in seine Hand geschrieben hat[2]. Huub Oosterhuis, der Verfasser des Lieds, begegnet dem ausdrücklich mit Skepsis. Nicht weil er die Existenz Gottes in Frage stellt. Im Gegenteil: Weil er an ihm festhalten will, weil er seinen Glauben stärken will, muss er so radikal ehrlich bleiben. In den meisten Fällen hat er keine abschließende Antwort. Aber dass es stimmt, was in der Bibel steht, das muss sich erst zeigen: im nackten Leben eines jeden, der die Worte im Mund führt:
Musik:
Von Zweifeln ist mein Leben übermannt,
mein Unvermögen hält mich ganz gefangen.
Hast du mit Namen mich in deine Hand,
in dein Erbarmen fest mich eingeschrieben?
Nimmst du mich auf in dein gelobtes Land?
Werd ich dich noch mit neuen Augen sehen?
Die letzte Strophe wechselt den Ton. Vorsichtig zeigt sich ein Lichtstrahl am Horizont. In einer ganzen Kaskade aus Anrufungen wird Gott bestürmt. So, als ob auf ihm allein die ganze Hoffnung des Menschen ruht: Gib Trost, schenke Frieden, sei die Nahrung, die ich zum Überleben brauche. Gerade in schweren Zeiten waren das Bitten, die ich mir gerne zu eigen gemacht habe. In denen ich - bei aller Vorsicht - Gott näher gekommen bin als an vielen anderen Stellen.
Sprich du das Wort, das tröstet und befreit
und das mich führt in deinen großen Frieden.
Schließ auf das Land, das keine Grenzen kennt,
und laß mich unter deinen Söhnen leben.
Sei du mein täglich Brot, so wahr du lebst.
Du bist mein Atem, wenn ich zu dir bete.
[1] Exodus 3,13
[2] Jesaja 49,16
https://www.kirche-im-swr.de/?m=43928Wehret den Anfängen! Nennt Ungerechtigkeit beim Namen, auch im Kleinen! Erstickt das Böse schon im Keim! Wenn das nur immer so einfach wäre …
„Verbrecherische Rede kann eine böse Falle sein“, warnt ein biblisches Sprichwort. Aber wo fängt verbrecherische Rede an? Ab wann wird sie gefährlich? Und was setze ich ihr entgegen? Die Liedermacherin Dota Kehr hat darüber ein Lied geschrieben, das mich gepackt hat. Es handelt von zwei im Bus:
Der Bus fährt in die Kurve, die Tanzstunde war toll,
Foxtrott hat sie immer interessiert.
Und seine Hobbys. Meine Güte, sie weiß gar nicht, was sie sagen soll.
Sie ist total fasziniert.
Rollenspiel und Backen – aus uns könnte was werden,
denkt sie gerade, da reißt er diesen Witz.
Sie ist perplex. So ein rassistischer Witz.
Er lacht. Und sie lacht kurz mit aus Reflex.
Wehret den Anfängen! Erstickt das Böse schon im Keim! Nennt Rassismus beim Namen, auch wenn er sich als Witz getarnt hat. Was ist zu tun? Das fragt sich auch die Frau im Bus bei Dota Kehr:
Was ist zu tun? Sie zögert irritiert.
Er lacht noch und sie überlegt, wie sie jetzt reagiert.
„Tut mir leid, dass mit uns beiden kannst du knicken.
Such dir anderswen zum Reden. Manche blicken es halt nie.
Ich steig hier aus. Fick dich ins Knie!“
Das könnte sie sagen.
Es wär vielleicht nicht ganz ihr Stil.
Die Formulierung wär zu drastisch für ihr Taktgefühl.
„Bleib ich jetzt höflich? Oder scheiß ich auf höflich?
Zieh ich jetzt nicht diese Linie, stell dir vor, was könnte werden.
Da wäre alles inbegriffen. Vielleicht würden wir ein Paar,
es kommen Kollegen zu Besuch,
er macht rassistische Sprüche und ich gucke verkniffen.
Vielleicht kommen ein paar Freunde von ihm,
sitzen auf dem Sofa, essen Kekse, neigen zu Gewalt.
Rassismus ist Rassismus, ob im Witz oder im prügelnden Mob,
der gleiche Scheiß-Rassismus halt.“
Was ist zu tun? Sie zögert irritiert.
Er lacht noch und sie überlegt, wie sie jetzt reagiert.
„Tut mir leid, dass mit uns beiden kannst du knicken.
Such dir anderswen zum Reden. Manche blicken es halt nie.
Ich steig hier aus. Fick dich ins Knie.“
Das könnte sie sagen, doch der Bus fährt gerade an, zur nächsten Halte ist es lang,
sie glaubt an Dialog und dass man seine Meinung ändern kann. Hmmm. Hmmm.
Ja, reden hilft. Diskutieren. Unterschiedliche Anschauungen miteinander ins Gespräch bringen. Davon war ich immer überzeugt. Jetzt bin ich manchmal zögerlich. Funktioniert das wirklich? Mit Radikalen? Was hilft, um all den Fallstricken zu entkommen? Das fragt sich auch die Frau im Bus:
Hakt sie nach, wird er sie ganz bestimmt humorlos nennen.
Eben dachte sie, sie würde ihn so gerne besser kennenlernen.
Oh Mann, wie kompliziert, denkt sie, wahrscheinlich bin ich schon verliebt?
Und vielleicht bin ich auch zu kleinlich.
Ist ein Witz nur ein Witz? Oder wirklich ein Problem?
Sie schaut ihn an. Er lacht die ganze Zeit.
Wie diskriminiert man jetzt korrekt diesen Rassist? Das heißt, wenn er einer ist?
Und woher weiß man das mit Sicherheit?
Was ist zu tun? Ein Ausweg wär zu denken: Ach, er hat’s nicht so gemeint,
er ist so nett und er scheint so reflektiert.
Und so macht’s das halbe Land, weil keiner weiß, wie man am besten reagiert.
Kommunikationstrainer sagen: Ein Mensch braucht sieben Impulse, bis er von einer fest gefassten Meinung ablassen kann. Was ist also zu tun? Geduld haben, sechs verbrecherischen Reden standhalten und die siebte gute Idee finden, die es wenden könnte. Und zum Durchhalten um Gottes Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit bitten. Damit lässt sich den Anfängen wehren. Und ihren Fortsetzungen auch.
Wollt ihr wissen, wie es weiter ging, mit den beiden im Bus?
Kam’s zur Schlägerei oder kam’s zum Zungenkuss?
Stieg sie einfach aus und hinterließ ihn konsterniert?
Oder haben die beiden stundenlang gemeinsam diskutiert?
Ich weiß es nicht, ich kenn die nicht, ich kann es euch nicht sagen,
wie in dem Fall der Verlauf war und der Schluss -ich saß in einem andern Bus.
Musikangaben:
Text und Musik: Dota Kehr
Aufnahme: Dota, Die Freiheit. Kleingeldprinzessin Records 2018 LC 09274
Ich erlebe immer wieder: Manche Lieder haben ihre Zeit. Die singe ich oder höre ich und dann verschwinden sie wieder für lange. Aber plötzlich tauchen sie wieder auf. John Lennons »Give peace a chance« höre ich in letzter Zeit immer wieder im Radio. Auch mit dem Lied »Friedensnetz« geht mir das auch so. Das habe ich als Jugendlicher gesungen. Der Refrain war für mich wahr. Ja, wir zu Hause, bei den Pfadfindern, aber auch überall auf der ganzen Welt, wir „knüpfen aufeinander zu, wir knüpfen aneinander an, wir knüpfen miteinander, ein Friedensnetz.“ Und wir haben das auch gemacht im Gottesdienst. Netze geknüpft, uns verbunden, Frieden geteilt.
Musik
Heute denke ich: Warum habe ich bei den Strophen eigentlich so wenig zugehört? Da steht schon alles drin, was auch heute Sorgen macht. Dass Menschen gucken, wie sie das meiste aus ihrem Netz holen können. Dass viele nur ihren Fang im Blick haben. Nur das sehen, was für sie rausspringt. Klingt sehr moralisch – ist es auch. Ich erlebe das vor allem auf staatlicher Ebene: Krieg wird geführt – für die eigenen Interessen. Um das eigene Netz vollzumachen. Sich verbinden, gemeinsam an einem Netz knüpfen, den Frieden einfangen? Fehlanzeige.
Musik
Frieden, das scheint im Moment gängige Meinung zu sein, Frieden ist ein naiver Gedanke. Der Krieg in der Ukraine, die jahrzehntelangen Konflikte im Nahen Osten, die imperialen Gelüste der USA, die machen deutlich, dass es viele gibt, die an Frieden nicht interessiert sind. Davon spricht auch der Song »Friedensnetz«. Denn der cantus firmus in diesem Lied ist die Frage: „Wer denkt da an Frieden? Wer denkt an Shalom?“ Und wenn das Christinnen und Christen singen, dann erinnern sie daran, dass auch der christliche Glaube oftmals unfriedlich war: Im Namen des Glaubens wurden Andersglaubende getötet, Kriege geführt, Menschen versklavt und verfolgt. Frieden, das heißt auch, seine eigene Schuld in den Blick zu nehmen. Die gerissenen Fäden anzusehen, die man selbst hinterlassen hat.
Musik
Die Musik von Peter Janssens zu dem Text von Hans-Jürgen Netz bringt die ganze Zerrissenheit in Sachen Frieden auf den Punkt: Ich höre Anklänge an jüdische Volksmusik, höre den unruhigen Rhythmus, die Wechsel im Tempo. Dass der Frieden eben aus dünnen Fäden gewoben wird, reißen kann, das fängt die Musik ein. Und wird zugleich von einem unglaublichen Optimismus getragen: Immer dann, wenn es zum Refrain geht, denke ich, Ja, Frieden muss doch möglich sein.
Musik
Friedensnetz ist ein Hoffnungssong. Den ich mir und anderen zusingen kann. Der die Hoffnung weiterträgt, dass es bei allem Unfrieden eben auch Menschen gibt, die unbeirrt am Shalom, am Frieden arbeiten. Die im Alltag Frieden machen: Ein freundlicher Gruß im Straßenverkehr, ein Lächeln in der Straßenbahn, ein Anruf, der dem anderen das Herz wärmt. Überall lässt sich dieses Netz des Friedens knüpfen.
Text: Hans-Jürgen Netz (1975)
Melodie: Peter Janssens (1975)
Musik
01 Peter Janssens, Meine Lieder (von: Das Gesangsorchester Peter Janssens), In:
Peter Janssens Musik Verlag, Telgte, CD 1074 (1994), LC 4679
02 Lieder Zum Mitsingen(mit Peter Janssens Gesangsorchester); tvd Verlag Düsseldorf, tvd 7903 (1979), LC 5648
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