SWR3 Gedanken

03OKT2026
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Wir leben in einem demokratischen Sozialstaat. Noch. Ich frage mich oft, wie man Widerstand gegen all die Kräfte leisten kann, die das gefährden. Das geht auf ganz unterschiedliche Art und Weise und fängt eben auch im Kleinen, Alltäglichen an. Ich finde wichtig, was der Schauspieler Matthias Brand dazu sagt – er meint, Empathie ist da zum Beispiel auch ein wichtiger Schritt: Wenn wir aufeinander achten, aufeinander hören und uns umeinander kümmern, dann ist das schon eine Form des Widerstands. Insbesondere gegen eine „Ideologie der Empathielosigkeit“, wie Brand sie besonders bei Rechten und Rechtsextremen beobachtet. Dem kann ich nur zustimmen.

Hass und Hetze sind viel zu sehr alltäglich geworden. Und das Klima untereinander manchmal ganz schön frostig. Wieder mehr aufeinander zu achten, vor allem wieder mehr aufeinander zu hören – so wichtig. Wissen wir noch genug voneinander? Hören wir uns noch wirklich zu? Nur sein eigenes Weltbild im Kopf zu haben, die eigenen Gewissheiten und Absichten, so gut sie auch sein mögen, immer wieder zu manifestieren – weiß ich, was mein Nächster, meine Nächste wirklich denkt und fühlt und wovor sie, er sich fürchtet? Denn nur dann können wir uns auch wieder richtig um einander kümmern. – Wie wichtig das ist, davon berichtet schon die Bibel. Menschen nehmen sich genau das vor und sagen: „Und wir wollen uns umeinander kümmern und uns gegenseitig zur Liebe und zu guten Taten anspornen.“ (Hebr. 10,24)

Ich finde – das wäre doch mal eine wirklich gute Form des Widerstands!

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