SWR3 Worte

01OKT2026
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Ein junger Mann, geflüchtet aus Syrien, erzählt davon wie er Hilfe und so zu sich selbst gefunden hat.

Mein Name ist Nour. Das bedeutet „Licht“. Ich wusste nicht, dass ein Mensch eines Tages zu seinem Namen werden kann –zu einem kleinen Stück Licht, das vor der Dunkelheit rettet.

Ich kam nach Deutschland mit einer zerstörten Heimat auf den Schultern, mit Träumen, die mitten auf dem Weg stecken geblieben waren, mit einem Gesicht, das nicht mehr aussah wie das meiner Kindheit.

Der Krieg nahm nicht nur Häuser, er nahm auch die Sicherheit in unseren Herzen. In der Kirche fühlte ich mich zum ersten Mal nicht wie eine Nummer, sondern wie ein Mensch. Ich sagte zu mir selbst:
„Wenn es irgendwo einen Ort gibt, der niemanden hinauswirft, dann ist es das Haus Gottes.“

Meine deutschen Freunde waren wie unerwartete Wärme. Sie lächelten, bevor ich ihre Worte verstand. Sie fragten mich nicht, aus welchen Grenzen ich geflohen bin. Sie fragten nach meinen Träumen, nicht nach meinen Papieren.Zwischen den Kirchenwänden begann etwas Schönes zu wachsen:
Der Schmerz wurde kleiner, die Angst wurde leiser, und die Hoffnung wurde stärker.

Nour Kanawati, Nour – Das Licht ist stärker als Grenzen. Politischer Fluchtadventskalender 2025, online abrufbar unter:  https://gottesdienstkultur-nordkirche.de/liturgien/2_-nour-das-licht-ist-staerker-als-grenzen-2/

https://www.kirche-im-swr.de/?m=45256
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