SWR3 Gedanken
Wie das Land, so die Mannschaft. So hatte ein User im Netz das WM-Aus der deutschen Fußballer kommentiert. Ehrlich gesagt: Inzwischen kann ich es kaum noch hören. Das tägliche Lied vom Niedergang. Dass unser Land angeblich am Abgrund steht. Dass uns alles unter den Füßen wegbröselt. Von der Bahn ganz zu schweigen. Und jetzt auch die Fußball-Nationalmannschaft. So oder ähnlich ist das fast täglich zu hören. Und meine Stimmung, die sinkt jedes Mal ein Stückchen tiefer. Und dann gibt’s da auch noch Parteien und Politiker, die die miese Laune befeuern, weil sie sich Vorteile davon versprechen.
Es stimmt ja: Da läuft vieles nicht, wie es laufen könnte. Aber wer sich dauernd im Untergang suhlt, hat auch nur noch miese Laune. Und das raubt die Hoffnung, die ich brauche. Wenn ich hoffe, rede ich mir die Welt ja nicht einfach schön. Ich sehe schon, was ist. Aber ich vertraue darauf, dass es am Ende gut ausgehen kann – trotz allem. Für Christen ist Hoffen deshalb auch ein anderes Wort für Glauben. Glauben daran, dass mit Gott immer noch was geht – für die Welt und auch für mich.
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