SWR3 Gedanken
Rund 400-mal am Tag lachen Kinder, lese ich und frage mich gleich, wie das eigentlich bei mir ist. Wir Erwachsene, so haben die Wissenschaftler nämlich auch rausgefunden, lachen im Schnitt nur noch rund 20-mal täglich. Und dann gibt es auch noch diese Tage, an denen selbst das noch nicht gelingt. Scheint so, als ob wir als Erwachsene nicht mehr viel zu lachen hätten. Schade eigentlich.
Als Kirchen hatten wir es leider auch nie so mit der Fröhlichkeit. Ich erinnere mich noch gut daran, dass uns als Kindern strikt verboten war, in der Kirche zu lachen. Das machte man nicht. Glauben war eine viel zu ernste Sache. Fast so, wie im Bestseller „Der Name der Rose“ von Umberto Eco. Da wird ein alter, verbiesterter Mönch in einem mittelalterlichen Kloster sogar zum Mörder, weil er das Lachen nicht ertragen kann. Heiterkeit, so meint er, macht letztlich den Glauben kaputt, lässt ihn lächerlich erscheinen.
Vielleicht hatte Jesus da einfach mehr Sinn für Humor, als er den Leuten gesagt hat: Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. Wenn das so ist, dann dürfte im Himmelreich jedenfalls ziemlich viel gelacht werden.
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