SWR3 Gedanken

11AUG2026
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Vor kurzem musste mein Auto zur Inspektion. 13 Jahre hat es jetzt auf dem Blech. Probleme haben sie in der Werkstatt nicht gefunden, der Wagen ist für sein Alter ganz gut in Schuss. Dass trotzdem bald Reparaturen kommen könnten - nicht unwahrscheinlich. Normaler Verschleiß halt.

Auf der Rückfahrt von der Werkstatt hab ich dann gedacht: Ich habe ja auch selbst schon ein paar Jahre hinter mir und bin bis jetzt zumindest von größeren Problemen verschont geblieben. Hab wohl Glück gehabt. Bloß, ob das so bleibt? Denn wenn ich ehrlich bin, fängt das mit dem Verschleiß ja schon weit vor 60 an. Wenn die Kraft nicht mehr so ist wie früher. Es mit dem Sehen nicht mehr so dolle klappt. Krankheiten sich länger hinziehen. Ich merke: Was ich beim Auto hinnehme, fällt mir selbst doch schwer: Normalen Verschleiß zu akzeptieren. Das Leben sei halt nichts für Feiglinge, meint ein Bekannter hin und wieder. Recht hat er.

Die Kunst im Leben ist es wohl, da immer wieder die richtige Balance zu finden. Ganz so, wie es ein bekannter Satz sinngemäß sagt: Die Dinge möglichst gelassen hinzunehmen, die ich nun mal beim besten Willen nicht ändern kann. Aber eben auch immer wieder energisch das anzupacken, was ich selbst in der Hand habe und verändern kann.

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