SWR3 Worte

04AUG2026
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Ein Jahr lang hat Julius Schmitzer nach seinem Abitur als Freiwilliger in Bosnien-Herzegowina gearbeitet. In der Stadt Bihać, die unmittelbar an der Grenze zu Kroatien liegt und damit eine EU-Außengrenze ist, unterstützte er den dortigen Jesuiten-Flüchtlingsdienst. Er hat erlebt, dass Geflüchteten dort täglich Unrecht und Gewalt durch die Grenzpolizisten widerfährt und schreibt:

„Diese Gewalt ist kein Unfall. Sie ist die grausame Konsequenz eines Europas, das seine Werte an den Außengrenzen opfert.   […]
Diese Grenze veranschaulicht eine tiefe Grenze unserer eigenen Menschlichkeit. Sie schreit förmlich zu uns, nicht länger wegzusehen, sondern da zu sein, wo Menschen und ihre Würde mit Schlagstöcken verprügelt werden.
Am Ende entscheidet sich genau hier an den Grenzen, wer wir als Europäer und Christen sein wollen. Ich finde: wir wollen und sollen Menschen sein. Wir alle!“

Julius Schmitzer Titel: „Game over“ In: Jesuiten, Heft 2/2026, An den Grenzen, https://www.jesuiten.org/magazin

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44946
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