SWR3 Gedanken

06JUL2026
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Es hat ganz nett angefangen: mit einem Foto auf Instagram. Jessica hatte von sich ein Urlaubsfoto gepostet. Was dann passierte, lässt sich kaum in Worte fassen und wiederholen kann man nicht, was da geschrieben wurde. Eine Welle böswilliger Kommentare fegte über Jessica hinweg: es fing damit an, dass sie „gefragt“ wurde, wie hässlich sie doch sei, es ging damit weiter, dass über ihre Figur geätzt wurde: fett, und endete mit Affenlauten wegen ihrer dunklen Hautfarbe.

Ich frage meinen Freund Felix, der sich mit Computern auskennt: Sag mal, ist das Internet nicht auch gefährlich? So viel Hass? So viel Frauenfeindlichkeit? So viel Rassismus?

Tja, meinte Felix, der Hass im Internet hat viele Gesichter. Manchmal versteckt er sich hinter Humor. Manches ist aber auch einfach nur rassistisch und menschenverachtend. Hasskommentare, wie sie Jessica erlebt hat und viele Menschen erleben. Falschnachrichten auf Internetseiten – die fördern Hass – wenn sie gezielt Situationen falsch darstellen, um gegen Menschengruppen aufzuhetzen. Nicht zu vergessen die Algorithmen, auf denen das Internet und künstliche Intelligenz aufbauen. Die produzieren nicht direkt Hass, sind aber an vielen Stellen rassistisch.

Vor Gott sind alle Menschen gleich. Das ist christliche Grundüberzeugung. Nicht immer gelebte Realität im Leben von Christinnen und Christen, aber immer Mahnung und Maßstab.

Vor Gott sind alle Menschen gleich.

Wenn alle Menschen gleich sind, dann ist kein Platz für Diskriminierung jeglicher Art, weder in unserem Alltag, in der Politik, im Internet, in der Welt.

Alle Menschen sind gleich – dieser Satz sollte uns Mahnung und Maßstab sein. Auch im Internet.

à Siehe auch: Rassismus im Internet: Ursachen und Wege dagegen — HateAid

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44725
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