Anstöße SWR1 RP / Morgengedanken SWR4 RP

06JUL2026
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Sportunterricht, für eine runde Völkerball wurden Mannschaften gebildet. Die guten Sportlerinnen durften sich ihre Mannschaft zusammenstellen und wählten natürlich so, dass sie hofften, gewinnen zu können.

Als letzte dann: Mecki (so nannten sie mich damals wegen meiner Frisur) und Helga. Immer das Gleiche, niemand wollte uns, wir waren ungeschickt und ließen den Ball fallen oder rannten nicht schnell genug. Aber die Sportlehrerin achtete darauf, dass wir wenigstens mitmachen durften, auch wenn wir als letzte noch notgedrungen  „gewählt“ wurden.

Damals fand ich diese Sportstunden furchtbar.

Es ist nicht schön, als Letzte gewählt zu werden. 

Und jetzt mal eine steile Kurve zu Gott hin:  da steht in der Bibel: die Letzten werden die Ersten sein und die Ersten die Letzten. Hammer! Jedenfalls für die Letzten.

Der Satz steht im Zusammenhang mit der Geschichte vom ungerechten Arbeitgeber. Der gab allen den gleichen Lohn, egal, ob sie eine Stunde oder 12 Stunden gearbeitet hatten.

Jeder bekam seinen Tageslohn. Jeder sollte den Tag überleben und abends zu essen haben.

Diesen ungerechten, aber fürsorglichen Arbeitgeber vergleicht Jesus mit Gott.

Wenn der Mannschaften zusammen stellt, dann wählt er eben nicht nur die Schnellen und Schönen. Er wählt auch die Langsamen, die Ungeschickten.

Egal welche Hautfarbe. Egal ob mit oder ohne Behinderung.

Herkunftsland egal. Kontostand egal.

Die Sportlichen sind auch prima, aber Gott wählt einfach ALLE, weil er will, dass ALLE leben.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44720
weiterlesen...