SWR Kultur Wort zum Tag

02JUL2026
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Heute Mittag ist es soweit. Dann ist genau die Jahreshälfte erreicht. 182 einhalb Tage vorbei und genauso viele Tage verbleiben noch bis zum Jahresende.

Die einen bedauern jetzt, dass das Jahr schon halb vorbei ist, die anderen freuen sich auf die zweite Jahreshälfte. Das erinnert an die sprichwörtliche Frage, ob ein Glas nun halb voll oder halb leer ist. Die übliche Lesart lautet: Optimistische Menschen sehen ein Glas immer halb voll, für Pessimisten ist es halb leer.

Ich finde da eine biblische Geschichte ganz hilfreich. Da zieht es Jesus in eine einsame Gegend. Aber viele Menschen folgen ihm. Können gar nicht genug kriegen von seinen Worten. Die Zeit vergeht, es wird Abend. Alle kriegen Hunger. Da sagt Jesus zu seinen Freundinnen und Freunden: „Gebt ihr ihnen zu essen“ (MK 6,37). Kleines Problem: Es finden sich nur fünf Brote und zwei Fische. Viel zu wenig, sagen die Pessimisten. Der Optimist Jesus aber nimmt das Brot, dankt dafür – und lässt es verteilen. Es reicht, so die Erzählung, für fünftausend Menschen und es bleibt sogar noch massenweise übrig.

Wir wissen: Diese ‚Brotvermehrung‘ ist keine historische Geschichte. Sie ist eine Sinngeschichte. Eine Geschichte vom Optimismus. Da gibt’s eine schwierige Lage. Und die Reaktion: Einfach mal machen. Die Situation annehmen, wie sie ist. Danken, teilen. Und dann reicht das Brot für alle.

Könnte auch ein Impuls für die zweite Jahreshälfte sein. Da kommt noch Vieles auf mich zu. Sicher auch schwierige Situationen. Aber ich kann sie annehmen. Kann Ausschau halten. Vielleicht nach fünf guten Ideen und zwei Ratschlägen. Nach fünf schönen Augenblicken und zwei intensiven Gesprächen. Nach fünf blühenden Rosen und zwei schattigen Bäumen. Und ich kann erleben, wie sich diese Erfahrungen vermehren. Wie sie bis zum Jahresende reichen – und darüber hinaus.

Heute Mittag ist es soweit. Dann ist genau die Jahreshälfte erreicht. 182 einhalb Tage vorbei und genauso viele Tage verbleiben noch bis zum Jahresende.

Die einen bedauern jetzt, dass das Jahr schon halb vorbei ist, die anderen freuen sich auf die zweite Jahreshälfte. Das erinnert an die sprichwörtliche Frage, ob ein Glas nun halb voll oder halb leer ist. Die übliche Lesart lautet: Optimistische Menschen sehen ein Glas immer halb voll, für Pessimisten ist es halb leer.

Ich finde da eine biblische Geschichte ganz hilfreich. Da zieht es Jesus in eine einsame Gegend. Aber viele Menschen folgen ihm. Können gar nicht genug kriegen von seinen Worten. Die Zeit vergeht, es wird Abend. Alle kriegen Hunger. Da sagt Jesus zu seinen Freundinnen und Freunden: „Gebt ihr ihnen zu essen“ (MK 6,37). Kleines Problem: Es finden sich nur fünf Brote und zwei Fische. Viel zu wenig, sagen die Pessimisten. Der Optimist Jesus aber nimmt das Brot, dankt dafür – und lässt es verteilen. Es reicht, so die Erzählung, für fünftausend Menschen und es bleibt sogar noch massenweise übrig.

Wir wissen: Diese ‚Brotvermehrung‘ ist keine historische Geschichte. Sie ist eine Sinngeschichte. Eine Geschichte vom Optimismus. Da gibt’s eine schwierige Lage. Und die Reaktion: Einfach mal machen. Die Situation annehmen, wie sie ist. Danken, teilen. Und dann reicht das Brot für alle.

Könnte auch ein Impuls für die zweite Jahreshälfte sein. Da kommt noch Vieles auf mich zu. Sicher auch schwierige Situationen. Aber ich kann sie annehmen. Kann Ausschau halten. Vielleicht nach fünf guten Ideen und zwei Ratschlägen. Nach fünf schönen Augenblicken und zwei intensiven Gesprächen. Nach fünf blühenden Rosen und zwei schattigen Bäumen. Und ich kann erleben, wie sich diese Erfahrungen vermehren. Wie sie bis zum Jahresende reichen – und darüber hinaus.

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