SWR3 Gedanken

01JUL2026
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Wer mit seinem besten Kumpel Urlaub am Meer macht und vor der Küste eine Insel entdeckt, die so aussieht wie im Reisekatalog, der muss da hin. So ist es Thomas und mir in Kroatien gegangen. Wir haben uns unsere zwei lustigen Mexikanerhüte aufgezogen und sind mit zwei Kajaks los.

Die Insel – ein Traum: unberührte Buchten, ein paar Indiana-Jones-würdige Ruinen und überall dieser betörende Pinienduft. Nur auf dem Rückweg kippt die Stimmung. Grund ist der Gegenwind. Wie die Bekloppten paddeln wir gegen die Wellen und kommen kaum vorwärts. Und dann dieses mulmige Gefühl: „Was, wenn wir es nicht schaffen“?

Gott sei Dank hatte ich Thomas an meiner Seite. Wir haben uns gegenseitig gepusht und irgendwann hatten wir wieder was zu lachen, als Thomas seinen Hut verloren hat und der dann in der Ferne fröhlich über die Wellen davongesegelt ist.

Am Ende ist alles gut ausgegangen – sogar zu gut: Wir sitzen völlig platt am Strand, und dann wie aus dem Nichts, taucht ein kleines Segelboot auf. Und drauf ein braungebrannter Mann mit Sonnenbrille – in seiner Hand: Thomas mexikanischer Ausreißer-Hut. Es war zu abgefahren - wie vom lieben Gott gefügt!

Deshalb ist unsere Story mit Kajak und Segelboot gleich doppelt verrückt: Weil sie mich an Gott erinnert. Egal was passiert: Er bleibt an meiner Seite. In aufgewühlten Zeiten find ich ihn in einem Freund, mit dem ich noch in den unmöglichsten Situationen nicht aufgebe. Und Gott hat sich mir auch durch dieses Segelboot gezeigt. Seine unerklärliche Kraft kann ich mir wie Wind in den Segeln vorstellen. Selbst wenn die haushohen Brecher anrollen – er bringt mich irgendwie da durch. Und manchmal schaukelt er mir noch die besten Überraschungen an Land.

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