SWR3 Gedanken

22JUN2026
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Was haben Chemnitz und Paris wohl gemeinsam? Ich habe das eher zufällig entdeckt. Letztes Jahr um diese Zeit war ich in Chemnitz. Und dieses Jahr war ich das erste Mal in meinem Leben in Paris.

An beiden Orten hatte ich das Glück, dass dort gerade die Fête de la Musique war. Ein riesiges Musikfest. Musik in der ganzen Stadt. Auf großen Bühnen mit Bands, von DJs an einem Pult oder von Straßenmusikern in Parks, umringt von Menschen, die es sich im Gras gemütlich gemacht haben oder nur ein, zwei Minuten stehen bleiben und dann weiterziehen. Die Fête de la Musique findet in ganz Europa statt – angefangen hat sie vor fast 50 Jahren in Paris.

Eher zufällig habe ich gemerkt, wie sehr Musik verbindet. Egal, ob ich im Osten von Deutschland Kurzurlaub mache oder in der Hauptstadt Frankreichs - die Musik zu Sommeranfang bringt Menschen zum Tanzen, Mitschwingen oder immerhin zum Lächeln.

In der Bibel gibt es die Vision, dass Menschen irgendwann ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden, um keinen Krieg mehr zu lernen. In Chemnitz und Paris und vielen anderen Orten wäre das dann wohl eher Schwerter zu Gitarrenseiten und Trompeten. Die Vorstellung ist schön, dass in diesen Tagen immerhin an einigen Orten der Welt Menschen gerade nicht mit Hass und Krieg beschäftigt sind, sondern gleichzeitig summen, tanzen, und singen. Make Music – not war.

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