Anstöße SWR1 RP / Morgengedanken SWR4 RP

08JUN2026
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Vor ein paar Wochen musste ich mal wieder mit meinem Auto zum TÜV. Für mich ist das immer ein lästiger Termin. Ich muss warten, bis ich an der Reihe bin. Ich hoffe, dass das Auto die Prüfung besteht und ich die Plakette bekomme. Sonst muss ich in die Werkstatt und das Ganze geht von vorne los. „Und im schlimmsten Fall habe ich auch noch einen schlecht gelaunten Prüfer vor mir“, so habe ich vorher gedacht.

Aber dieses Mal war es ganz anders. Die Angestellte am Empfang hat mich ganz freundlich angelacht: „Herzlich willkommen, was kann ich für Sie tun?“ Ich habe ihr gesagt, warum ich da bin. „Es dauert noch einen kleinen Moment, aber Ihr Auto ist gleich dran“, hat sie gesagt. „Setzen Sie sich doch und nehmen Sie sich gerne einen Kaffee – er kostet nichts“. 

Ich war echt platt über so viel Freundlichkeit.  Als ich den duftenden Kaffee genossen habe, habe ich darüber nachgedacht, wie schön es wäre, wenn Menschen immer so miteinander umgehen würden. So hat es Jesus auch vorgelebt. Ich habe mich nicht wie eine Nummer gefühlt, sondern echt willkommen und wertgeschätzt.

Schnell bin ich aus meinen Gedanken gerissen worden: „Ihr Auto ist fertig. Bestanden!“, hat die Frau mir zugerufen. Bevor ich gegangen bin, habe ich mich bei ihr bedankt, dass sie so freundlich und zuvorkommend war. „Für uns hier ist das selbstverständlich“, hat sie gesagt. „Und außerdem haben Sie mich ja auch angelächelt, als Sie gekommen sind“.

Als ich mein Auto in Empfang genommen habe, ist die Frau noch einmal in die Halle rausgekommen. „Vielleicht können Sie uns eine positive Bewertung schreiben“, hat sie gemeint. „Klar“, habe ich ihr geantwortet, „es kann aber auch sein, dass ich einen kleinen Radiobeitrag von Ihnen mache“.

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