SWR3 Gedanken

30MAI2026
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Für Fußballfans beginnt morgen eine schwere Zeit. Die letzten Spiele in den verschiedenen Bundesligen sind gespielt, die Spiele um die DFB-Pokale sind vorbei und heute Abend ist das letzte wichtige Spiel. Das Champions League Finale. Dann ist erstmal Sommerpause.

Naja, so ganz stimmt das nicht. In knapp zwei Wochen beginnt ja die Fußball-WM in Kanada, Mexiko und den USA. Nicht alle Fußballfans wollen diese WM-Spiele allerdings sehen. Schon im Vorfeld hat es große Diskussionen darum gegeben. Wie auch bei der letzten WM in Katar und davor in Russland. Es geht um Menschenrechtsverletzungen, Kriege und Hass gegen Einzelne. Das verdirbt vielen Fußballfans die Freude auf dieses Ereignis. Mir geht es genauso. Fußball ist für mich eigentlich mit Freude verbunden, Freiheit und Verbundenheit über soziale und andere Grenzen hinweg. Für Fans einer Mannschaft zählt nur, dass man gemeinsam jubelt und leidet. Da ist es erstmal egal, woher man kommt, was man arbeitet oder wen man liebt. Und das passt in diesen Tagen tatsächlich nicht so sehr zu den USA. Dort werden Menschen verfolgt, weil sie aus anderen Ländern kommen, weil sie sich keinem Geschlecht zugehörig fühlen, weil sie Menschen des gleichen Geschlechts lieben oder ihre politische Meinung zu deutlich äußern.

Aber auch in den USA gibt es Menschen, die genau für das einstehen, was mir auch wichtig ist. In Seattle soll deshalb und trotz vieler Proteste ein „pride-Tag“ rund um ein WM-Spiel stattfinden. Ein Tag, an dem Menschen einstehen für Liebe und gegen Hass. Für Menschenrechte für alle Menschen, gleich welchen Geschlechts, welcher sexuellen Orientierung und welcher politischen Einstellung.

Für mich passt das auch zu meinem Glauben. Ich glaube nämlich an einen Gott, der Menschen liebt. Alle. Bedingungslos. Und das kann ich auch beim Fußballschauen leben, sogar bei dieser WM.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44474
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