SWR3 Gedanken
Neulich hat es an meiner Tür geklingelt. Es war das Nachbarsmädchen. Sie hatte Kreide dabei. Glitzerkreide! Und damit wollte sie mit mir zusammen draußen malen. Wir haben dann zusammen auf dem Gehweg gesessen und haben Herzen, unsere Namen, Regenbögen und Blumen mit Glitzerkreide gemalt. So bunt und schön und glitzernd!
Bis zum nächsten Regen habe ich mich an unseren Kunstwerken gefreut.
Am Ostermorgen stand vor meiner Tür ein Osternestchen. Mit leckeren selbstgebackenen Keksen. Eine andere Nachbarin hat es vor meine Tür gestellt. Das hat mich riesig gefreut.
Mir ist eine gute Nachbarschaft sehr wichtig. Ich möchte mich zu Hause wohl fühlen und das könnte ich nicht, wenn es da Streit gäbe.
Natürlich habe ich das nicht alleine in der Hand. Wie das Sprichwort es sagt: „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt. Das ist tragisch. Deshalb bin ich umso froher, dass das bei uns nicht so ist.
In der Bibel gibt es auch einen Spruch zum Thema Nachbarschaft: „Ein Nachbar in der Nähe ist besser als ein Bruder in der Ferne“.
Da steckt drin, wie wichtig eine gute Nachbarschaft ist. Im Notfall bringt der Bruder in weiter Entfernung nichts, denn dann muss es schnell gehen. Das ist logisch. Und das bei jeder Art von Notfall: Wenn eine Kreidemalpartnerin fehlt, oder ein Ei für den Kuchen, wenn das Schneeschippen im Winter zu anstrengend ist, oder man einfach mal ein Schwätzchen halten will. Aber natürlich auch bei einem richtigen Notfall, einer Verletzung oder einer anderen Notlage.
Ich bin Gott dankbar für meine gute Nachbarschaft und will das weiter pflegen, denn: „Ein Nachbar in der Nähe ist besser als ein Bruder in der Ferne“.
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