SWR3 Gedanken

22MAI2026
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Manche sagen ja: „Es gibt nur zwei Geschlechter! Ganz eindeutig. Mann und Frau. Punkt.“ Ich sehe das anders! Aber manche begründen diese Meinung sogar mit der Bibel: Sie sagen, dass Gott eben nur Mann und Frau geschaffen haben soll. Mehr nicht.

Aber ich frage mich: Ist die Welt wirklich so gebaut? Immer mit „entweder – oder“? Tag und Nacht. Himmel und Erde. Land und Meer. Ja, das steht so in der Bibel. Aber: Was ist eigentlich mit allem dazwischen?

Mit der Dämmerung zum Beispiel. Die ist nicht mehr Tag, aber auch noch nicht Nacht. Oder was ist mit den Sümpfen, wo Wasser und Land ineinander übergehen?

Unser Planet ist voller Übergänge. Voller Vielfalt und mit ganz viel Dazwischen. Und je genauer ich hinschaue, desto mehr staune ich darüber, wie groß und komplex diese Welt ist. Für mich steckt in diesem Staunen eine Spur von etwas Göttlichem.

Deshalb frage ich: Wenn Gott so eine vielfältige Welt geschaffen hat, warum sollte das ausgerechnet bei uns Menschen anders sein? Alle Menschen gehören zu dieser gottgewollten Welt. Auch die, die sich nicht eindeutig als Mann oder Frau fühlen. Menschen, die queer, trans oder non-binär sind. Diese Vielfalt ist kein Widerspruch zur Schöpfung.

Alles ist da und alle sind genauso von Gott gewollt!

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