SWR3 Gedanken
Die stärkste Pfarrerin. In aller Bescheidenheit darf ich sagen: Die stärkste Pfarrerin ist meine Kollegin. Meine Pfarrkollegin kam in dieses Alter. Dieses Alter, vor dem alle Welt uns Frauen warnt: Mit 50 fängt das Schwitzen an, die Knochendichte lässt nach. Es wird gesagt, man bzw. hier nur frau werde nun unattraktiv. Meine Pfarrkollegin hat die Herausforderung angenommen und sich ein neues Hobby gesucht: Gewichtheben. Und es hat funktioniert: sie stemmt Gewichte und hat Spaß, sie ist gesund und gut drauf, ihre Knochendichte ist der Hammer – und sie hat Erfolg! Es gibt nicht viele Frauen in ihrem Alter, die Gewichte stemmen, und so eilt sie von Wettkampf zu Wettkampf, von Medaille zu Medaille. Ich sag ja: die stärkste Pfarrerin!
Ich habe sie dann mal gefragt: Hat das Gewichtheben auch etwas mit Deinem Pfarrerinnensein, mit Deinem Glauben zu tun?
Sie hat mir mit einem Spruch aus der Bibel geantwortet. Dort steht: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.” (2.Timotheus 1,7)
„Keine Angst, sagt sie, vor einem neuen Lebensabschnitt. Gott weht uns dieses kühlende Lüftchen, diesen Geist zu. Gott lässt uns mit Besonnenheit und Liebe unser Leben angucken und gibt uns enorme Kraft, das alles zu stemmen!“
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