SWR3 Worte
Im 1. Buch Mose heißt es, der Mensch sei „im Bilde Gottes“ geschaffen. Das klingt groß – fast zu groß für den Alltag. Und doch wird es ganz konkret, wenn die rabbinische Auslegung sagt: So wie kein Gesicht dem anderen gleicht, ist auch jeder Mensch einzigartig.
Das bedeutet: Niemand ist austauschbar. Jeder trägt eine eigene Würde in sich.
Und daraus folgt eine leise Aufgabe: Diese Würde sichtbar zu machen – im Umgang miteinander. In der Art, wie wir sprechen. Wie wir zuhören. Wie wir auch dem begegnen, der anders ist als wir.
Vielleicht genügt schon dieser Gedanke für heute: Jeder Mensch ist einmalig. Und verdient es, auch so behandelt zu werden.
Mischna Sanhedrin 4:5
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