SWR3 Gedanken
Endlich fertig – nie wieder Schule! Das haben sich bestimmt einige der Schülerinnen und Schüler gedacht, die in den letzten Monaten ihren Abschluss gemacht haben – oder ihn bald machen werden.
Mit der Erleichterung kommt für viele jedoch auch eine große Frage auf: Und was jetzt? Was soll ich nun mit meinem Leben anfangen? Da gibt es so viele Möglichkeiten: Eine Ausbildung machen, studieren, was für die Gesellschaft tun oder einfach erstmal reisen?
Darauf eine Antwort zu finden kann ganz schön unter Druck setzen. Die Jugendlichen spüren die Erwartungen ihrer Lehrerinnen und natürlich der Eltern.
Und, klar: Heute gibt es viel mehr Möglichkeiten als früher! Aber wer sagt, dass es deshalb einfacher ist? Vielleicht hilft es, sich ehrlich zu fragen: Was ist mein Weg? Was kann ich für mich tun? Nicht für andere, sondern für mich? Wofür kann oder könnte mein Herz schlagen? Dafür braucht es nicht immer einen ausgefeilten Plan, sondern Vertrauen, dass es gut werden kann.
In der Bibel schickt Gott den Hirten Abraham in ein fremdes Land und sagt zu ihm „Lech lecha!“, wortwörtlich: „Geh für dich!“
Und Abraham macht sich auf. Er kennt den Weg nicht – und hat keinen Plan. Gottes Vertrauen gibt ihm Sicherheit und ist stärker als alle seine Zweifel.
So viel schon mal vorweg: Einiges läuft anders als er es sich vorstellt, doch am Ende blickt er voller Dankbarkeit auf den Weg zurück, den er mit Gott gegangen ist.
„Geh für dich!“ ist am Ende viel mehr als ein Lebensmotto. Es ist ein echter Wegweiser für die Zukunft.
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44324