SWR3 Gedanken

27APR2026
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Heute ist der Tag des Morse-Codes. Und auch, wenn das Morse-Alphabet längst nicht mehr so oft wie früher genutzt wird, einen Code kennen viele Menschen noch immer auswendig: dreimal kurz, dreimal lang, dreimal kurz. Das steht für SOS und ist ein internationales Notsignal. Es kann über Licht, Ton oder eben Funk gesendet werden. In lebensbedrohlichen Situationen können Menschen so einfach um Hilfe bitten.

Etwa bei einem Flugzeug- oder Schiffsunglück. Ein solches SOS-Zeichen gibt es auch für den Alltag. Es wird mit der Hand gemacht. Wenn wir sehen, dass jemand die Handfläche zeigt, dann den Daumen einklappt und die Finger über dem Daumen schließt, sollten wir aufmerksam werden. Es ist ein leiser Hinweis, ohne Licht- oder Tonsignal, aber genauso wichtig.

Wer sich nicht mehr anders helfen oder auf sich aufmerksam machen kann, für den ist dieses Signal oft die einzige Chance auf Rettung.

Wenn ich es wirklich mal benutzen muss, dann hoffe ich, dass mich jemand sieht. Und genauso hoffe ich, dass ich nicht achtlos vorbeigehe, wenn jemand anderes so dringend Hilfe braucht.

Ein Lied findet dafür schöne Worte: Schenke mir, Gott, ein sehendes Herz, das mir die Augen öffnet für die Welt.*
Gottes Liebe wird sichtbar, wenn ich erkenne, was ein anderer Mensch gerade braucht und dann auch für ihn da bin.

Die Hinweise sind da: klein und groß, laut oder still – wenn ich hinsehe, -höre und -fühle. Und hoffentlich im genau richtigen Moment das SOS-Signal empfange.

*Lied: „Schenke mir Gott, ein hörendes Herz“

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44321
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