SWR3 Gedanken

26APR2026
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Jetzt ist es schon wieder fast 4 Monate alt: Das Motto aus der Bibel, das über diesem Jahr steht: „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“*. Noch immer flößt mir dieser Satz Respekt ein.  

Wirklich ernstgenommen heißt das ja, dass ALLES radikal neu und damit anders wird. Und das überfordert mich. Wenn mich manchmal selbst schon kleine Änderungen aus der Bahn werfen, wie soll dann damit fertig werden?

Dass es eine gute Zukunft geben kann, selbst wenn das Leben ganz anders wird, haben Christinnen und Christen vor drei Wochen an Ostern gefeiert: Jesus, der gekreuzigt wurde, ist von den Toten auferweckt worden. Sein Grab ist leer! Er hat den Tod besiegt. Wenn das kein „alles neu“ ist!

So, wie es in der Ostergeschichte erzählt wird, kann ich mir dieses „alles neu“ viel besser vorstellen. Es muss sich nicht nur wie eine Katastrophe anfühlen, wenn mein Leben nicht gerade verläuft und über den Haufen geworfen wird. Sondern es kann mir auch eine neue Perspektive zeigen.

Wenn mir Gedanken, Sorgen oder eine Krankheit die Luft abdrücken, mir den Lebensatem nehmen, ist es für mich eine Entlastung, wenn ich daran festhalten kann: Es geht weiter. Selbst, wenn ich das jetzt noch nicht sehen kann.

Für mich ist das ein befreiender Gedanke. Wie ein kleines Ostern, dass ich immer wieder erlebe, wenn ich mir einen Neuanfang wünsche, aber nicht vorstellen kann.

Dieser Gedanke trägt mich und gibt mir die Hoffnung, dass es gut sein wird, wenn es heißt: „Ich mache alles neu!“

*Offb 21,5

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