SWR3 Gedanken
Herbert Grönemeyer, Hape Kerkeling, Günther Jauch und viele andere Prominente haben im Dezember einen Brief an Kanzler Merz, Innenminister Dobrindt und Außenminister Wadephul geschrieben. Darin steht: „Wir bitten um Ehrfurcht vor dem Leben von Menschen, die für die Bundesrepublik Deutschland, für unsere Werte und Interessen [...] ihre Existenz aufs Spiel gesetzt haben und nun gerade deshalb gemeinsam mit ihren Familien in größter Gefahr sind. Sie haben darauf vertraut, dass Deutschland Wort hält und ihnen beisteht.”* Die Prominenten rufen in dem Brief dazu auf, jene afghanischen Menschen, die bereits von Deutschland eine Aufnahmezusage erhalten hatten, auch endlich hier aufzunehmen. Expertinnen, Journalisten und die Kirche warnen schon lange, dass nicht nur die Glaubwürdigkeit Deutschlands, sondern auch Menschenleben auf dem Spiel stehen. Auch mich treibt das als Christ sehr um: Wie kann es sein, dass Menschen, die zum Beispiel mutig dafür eingetreten sind, dass endlich auch Mädchen in Afghanistan zur Schule gehen konnten, jetzt nicht geschützt werden, obwohl ihnen genau deshalb der Tod durch die Taliban droht? Ich kann und will nicht schweigen, bis diese Menschen endlich in Deutschland in Sicherheit sind.
Quelle: *Brief an Merz: Prominente fordern Aufnahme aller Menschen aus Afghanistan, die Deutsche Aufnahmezusagen erhalten hatten - Kabul Luftbrücke , Ausdruck vom 31.03.2026 um 9:23 Uhr.
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